Ringen

23.10.2018

Mering beweist Moral

Kilian Krupna (rotes Trikot) war gegen den bislang unbesiegten Westendorfer Edris Fazeli chancenlos.
Bild: Matthias Biallowons 

Der TSC unterliegt dem Spitzenteam aus Westendorf am Ende klar, hält in einigen Begegnungen aber gut mit. Dennoch bleibt Mering auf Platz drei.

Die Ausgangslage vor dem Kampf zwischen dem Tabellenführer der Bayernliga Süd, dem TSV Westendorf, und dem TSC Mering war klar: Die Meringer waren Außenseiter und mussten mit einer starken Mannschaft rechnen.

Dies sollte sich bewahrheiten, schickten die Allgäuer doch eine bundesligaverstärkte Staffel auf die Matte, die „eigentlich kaum zu schlagen gewesen war“, wie TSC-Sportwart Peter Tränkl nach der 7:24-Niederlage eingestehen musste.

Doch trotz der Übermacht der Gäste präsentierten sich die Meringer moralisch gefestigt und kämpferisch stark. „Wir haben nie ans Aufgeben gedacht, das sind wir unseren Fans schuldig“, betonte 71-Kilo-Mann Dominik Ringenberger. Den ersten Hochkaräter bekam Kilian Krupna im Fliegengewicht vorgesetzt. Gegen den ungeschlagenen Edris Fazeli musste der Youngster vor allem die körperliche Überlegenheit anerkennen und landete auf den Schultern (Stand 0:4). Im Schwergewicht bekam es Zsolt Dajka mit Felix Kiyek zu tun, der sehr passiv agierte. Doch der Wucht des Ungarn konnte der Allgäuer nichts entgegensetzen und so siegte der Meringer mit vielen Angriffs-Einsern aus dem Ring (Stand 2:4). Bis 61 Kilo fügte Lennart Bieringer dem Bundesligaringer Markus Stechele eine schmerzhafte Niederlage zu, auch wenn die Punkte wegen Übergewichts des Meringers an den TSV gingen. Vor allem der souveräne Standkampf war am Ende ausschlaggebend. (Stand 2:8). In der Klasse bis 98 Kilo war der TSC unbesetzt (Stand 2:12). Eine gute Leistung zeigte Moritz Zeitler gegen Nasrat Nasratzada bis 66 Kilo im freien Stil. Mit mehr Konsequenz bei den Beinangriffen hätte der TSCler den Kampf noch offener gestalten können (Stand 2:14). Nach der Pause bekamen die Zuschauer bis 86 Kilo griechisch-römisch ein hochklassiges Duell zu sehen. Niklas Guha ließ sich weder von dem Gewichtsvorteil noch von der Bundesligaerfahrung von Michael Heiß beeindrucken und setze den Gast permanent unter Druck. Doch eine blutende Wunde, die nicht gestoppt werden konnte, brachte dem Westendorfer immer wieder Verschnaufsmöglichkeiten und brachte Guha um die Siegchance (Stand 2:16).

Endlich wieder Punkte für sein Team holte Dominik Ringenberger bis 71 Kilo griechisch-römisch. Ohne Punktverlust hielt er Philipp Reiner sicher nieder (Stand 5:16). Ebenfalls ohne Probleme, aber auch ohne spektakuläre Aktionen besiegte Bartosz Sofinski sein Gegenüber bis 80 Kilo Freistil, Lennart Wunderlich, mit 5:0 Punkten (Stand 7:16). Dagegen waren die Begegnungen bis 75 Kilo griechisch-römisch und Freistil zwei klare Angelegenheiten. Sowohl Nico Winter als auch Benedikt Rieger mussten sich der Technik, Schnelligkeit und Routine von Freistilspezialist, Matthias Einsle und Bundesligamann, Maximilian Goßner beugen und gaben den „Vierer“ ab. Der 7:24-Endstand war zwar gerecht, fiel aber aufgrund der kämpferischen Leistung der Meringer gefühlt zu hoch aus. Der TSC bleibt trotz der Niederlage auf dem dritten Platz der Bayernliga Süd und startet am kommenden Wochenende in München in die Rückrunde.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren