Landesliga Südwest

13.10.2019

Mering verschenkt den Sieg

Am Ende landeten die Meringer beim SC Olching unsanft, so wie hier Harald Kerber bei einem Zweikampf mit Özkan Kochan. Jeton Abazi (links) hatte den MSV mit zwei Toren mit 2:0 in Front gebracht, nach 90 Minuten aber hieß es 2:2.
Bild: Fotostudio Weber, Peter Weber

Beim abstiegsbedrohten SC Olching reicht dem MSV auch eine 2:0-Führung nicht zu einem „Dreier“. Wie Trainer Abazi das Spiel einordnet.

Einen Sieg verschenkt hat der SV Mering beim abstiegsbedrohten SC Olching. Trotz zweier Treffer von Jeton Abazi nach 13 und 67 Minuten konnte der 2:0-Vorsprung nicht über die Ziellinie gebracht werden. Denn Olchings im August vom FC Memmingen geholter Stürmer Menelik Ngu Ewodo traf in der 73. und 79. Minute ebenfalls zweimal und sorgte so für das 2:2-Unentschieden.

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70 Minuten ist vom Gegner wenig zu sehen

„Einige waren sich wohl der Sache zu sicher“, vermutete Merings Trainer Ajet Abazi, warum man die Führung noch abgab. Einen Grund, sich aus Sicht des MSV allzu große Sorgen zu machen hatten die Olchinger allerdings gut 70 Minuten lang auch nicht abgeliefert. Die Gastgeber werkelten zwar eifrig bis in die gegnerische Hälfte hinein, doch allzu vielen Problemen mussten sich Merings Keeper Julian Baumann und seine Vorderleute nicht stellen.

Jeton Abazi trifft zweimal für Mering

Bei den Gegentoren leisteten die Olchinger dem Meringer Torschützen allenfalls freundlichen Geleitschutz. Das 1:0 war eine schöne Einzelaktion von Jeton Abazi, die dieser mit einem „Sonntagsschuss am Samstagnachmittag“, wie es sein Vater Ajet formulierte, abschloss. Das 2:0 entsprang einer schönen Direktkombination über Manuel Utz und Noah Kusterer. Verdient aber war das 2:0 für die meist einen Tick gefährlicher wirkenden Meringer bis zum diesem Zeitpunkt allemal. „Bis dahin haben wir auch gut gearbeitet und haben die Tore clever herausgespielt“, stellte Abazi fest.

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Das schnelle Anschlusstor habe dann das Spiel kaputt gemacht, beschrieb der Meringer Coach den weiteren Verlauf der Partie und kritisierte das Versäumnis seiner Elf, nicht noch einen dritten Treffer nachgelegt zu haben. Zugleich habe man sich von den weiten Bällen des Gegners überraschen lassen. „Obwohl wir vorher davon gesprochen haben“, so Abazi. Beim 2:2 brachten die Meringer das Spielgerät trotz mehrerer Versuche einfach nicht aus Gefahrenzone – so lange, bis Menelik Ngu Ewodo das Ding halt einnickte.

Pech mit einem Pfostenschuss

In der 90. Minute waren die Meringer trotzdem noch einmal nahe am Sieg, doch Manuel Utz traf nur den Pfosten. Wenig später holte sich Merings Mateusz Fitas nach einem Foulspiel noch eine Gelb-Rote Karte ab: „Das war eine korrekte Entscheidung des Schiedsrichters“, so Trainer Abazi. Dessen Olchinger Kollege Simon Kaltenbach sprach von einem Erfolgserlebnis. Seine Mannschaft habe zwar zeitweise den Faden verloren, aber besonders nach dem zweiten Gegentreffer Moral gezeigt. „Wir haben uns den Punkt auf jeden Fall verdient“, erklärte Kaltenbach. Abazi seinerseits war verständlicherweise nicht zufrieden, schließlich habe man ja deutlich geführt, weitere Chancen nicht genutz und Olching habe sich kaum zwingende Möglichkeiten erspielen können.

Mering Baumann, Szilagyi, Bytyqi (73. Fuchs), Lutz, Cosar, Gärtner, Utz (90. Neumann), Fitas, Kusterer, Kerber, J. Abazi – Tore 0:1 Jeton Abazi (13.), 0:2 Jetin Abazi (67.), 1:2 Menelik Ngu Ewodo (73.), 2:2 Menelik Ngu Ewodo ((79.) – Gelb-Rot Fitas (MSV/90.+2) – Zuschauer 220 – Schiedsrichter Michael Krug

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