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Mering/Innsbruck

09.01.2020

Meringer Skifahrerin nimmt an Winter Master World Games in Innsbruck teil

Bei zwei Riesenslalomrennen wird die Meringerin Ute Kulzinger bei den Winter World Master Games 2020 in Innsbruck an den Start gehen. Für die 45-Jährige ist dieses große Event ihr bislang größtes sportliches Abenteuer.
Foto: Bernhard Weizenegger

Plus Die Meringerin Ute Kulzinger ist bei den Winter World Master Games in Innsbruck bei zwei Riesenslaloms am Start. Das sind ihre Erwartungen.

Sie sind ein Sportereignis der Superlative, die Winter World Master Games 2020 in Innsbruck. In zwölf Sportarten gehen zwischen dem 10. und 19. Januar in der Tiroler Hauptstadt über 3500 Wintersportler an den Start – und darunter findet sich auch eine Meringerin. Ute Kulzinger hat sich für dieses „Winter-Olympia für Amateure“ angemeldet und wird am Wochenende 11./12. Januar, am Patscherkofel zwei Riesenslaloms absolvieren.

Meringerin freut sich auf Skifahren und Flair in Innsbruck

Die Meringerin, die am Mittwoch bereits ins Altbachtal aufbrach, um dort auf einer Permanent–Rennstrecke noch zwei Trainingstage einzulegen, freut sich riesig auf dieses Event. „Das wird die größte und wohl auch wichtigste Sportveranstaltung werden, bei der ich jemals dabei war“, meinte die 45-Jährige. Sie fiebert den beiden Rennen mindestens genau so entgegen, wie dem „drumherum“, dem internationalen Flair, das am Veranstaltungsort herrschen wird. „Ich bin gespannt darauf, was alles los sein wird und wie es im Master-Village in Innsbruck zugeht“, meinte die Meringerin. Ute Kulzinger spricht vier Sprachen, was ihr die internationalen Kontakte natürlich erleichtern wird.

Am Freitag wird sie in Innsbruck eintreffen und dann den Patscherkofel erkunden. „Ich war noch nie in diesem Skigebiet und werde den Tag nutzen, es ein bisschen kennenzulernen“, sagte sie.

Zwei Riesenslaloms stehen für Kulzinger am Wochenende an

Zweimal wird Ute Kulzinger auf den Pisten am Patscherkofel also in die Bindung ihrer Rennski steigen und zwei Riesenslaloms bestreiten. Der erste am Samstag ist ein Riesenslalom mit mittleren Torabständen, also ähnlich den Parallel-Riesenslaloms, wie sie im Weltcup gefahren werden. Der zweite am Sonntag ist ein „normaler“ Riesenslalom, der aber in nur einem Durchgang entschieden wird. „Aufgrund der großen Teilnehmerzahl ist nur ein Lauf möglich, mehr würde die Piste nicht hergeben“, meinte Kulzinger.

Ute Kulzinger

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Klassen: Die FIS Master Serie, bei der man eine Rennläufer-Lizenz vom Deutschen Skiverband braucht, und die Winter World Master Races, bei denen jeder starten kann. Dabei werden die Lizenzfahrer jeweils vor den Amateuren auf die Piste geschickt. „Ich bin in der Altersklasse 45-50 bei den WWM-Races dabei“, erklärte die Meringerin. Bei den Alpinwettbewerben stünden auch noch Super-G und Slalom an, doch „diese Disziplinen konnte ich nicht trainieren und so habe ich mich für den Riesenslalom gemeldet“, erläuterte Kulzinger. Schließlich wisse sie nicht, wie schnell der Super-G gesteckt sein würde und beim Slalom wäre deutlich mehr Training und auch ein anderes Material notwendig gewesen.

Meringer Skifahrerin hat sich am Kronplatz vorbereitet

In Sachen Vorbereitung auf dieses Großereignis lief bei der Meringerin aber auch nicht alles rund. Anfang Dezember standen sechs Tage Renntraining mit der Skischule am Kronplatz an und dort habe sie so richtig Gas geben, erzählte Ute Kulzinger. Über Weihnachten kam dann der Rückschlag: Knöchelprobleme und eine Erkältung machten ihr einen Strich durch die Rechnung. „So kamen eben nur noch drei Skitage dazu“, sagte Ute Kulzinger.

Trotz allem hat sie sich für die Rennen einiges vorgenommen. „Sicher zählt zunächst der olympische Gedanke dabei sein ist alles, aber wenn ich schon fahre, dann will ich schon möglichst weit nach vorne kommen. Ich gebe jedenfalls alles“, meinte Kulzinger.

Die Vorlaufzeit auf diese Winter World Master Games war lang, bereits im März 2019 füllte Ute Kulzinger die Anmeldeformulare im Internet aus. Warum so früh? „Ich habe Bekannte, die beim Eiskunstlauf mitmachen wollten – und diese Bewerbe waren binnen zwei Tagen ausgebucht“, begründete die Meringerin ihre Vorgehensweise. Die Teilnahme ist natürlich auch mit Kosten verbunden – 190 Euro sind gefordert. „Da sind aber die Skipässe dabei, der Nahverkehr bis hinauf nach Seefeld, Eintritt in Museen und zu Verstaltungen, die Startnummer und ein Rucksack“, listet Ute Kulzinger auf.

Kulzinger will sich in Innsbruck auch Eiskunstlauf anschauen

Nach den Rennen will die Meringerin, die als Skilehrerin beim Skiclub Mering und der Skischule Sonnenalp in Ofterschwang tätig ist, noch andere Wettbewerbe besuchen.

„Vor allem den Eiskunstlauf werde ich besuchen“, sagte sie – und vielleicht folgt dann noch ein kleiner Trip nach Südtirol. Dort steht dann aber sicher Genuss-Skifahren auf dem Programm.

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