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Fußball-Nachlese

15.04.2019

Merings Sorgen werden wieder größer

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Viel Feind, viel Ehr’ könnte man angesichts dieser Szene mit Merings Markus Gärtner gegen die Illertisser Abwehr sagen. Dabei waren die Meringer über 20 Minuten sogar in Überzahl, verloren das wichtige Heimspiel letztlich aber mit 3:4.
Bild: Michael Hochgemuth

Mering verliert und beklagt einen weiteren Verletzten. Kissing und Stätzling müssen die Blicke nach unten richten. Die Friedberger Kreisliga-Teams fahren dagegen ihre ersten Siege ein.

Ein Sieg hätte dem SV Mering an diesem Spieltag in der Landesliga Südwest sehr gut zu Gesicht gestanden. „Wenn wir gewonnen hätten, dann wären wir aus dem Gröbsten raus gewesen, aber so wie es jetzt ausschaut, werden wir wohl doch bis zu den letzten Spielen bangen müssen“, meinte Merings Trainer Gerhard Kitzler nach dem bitteren 3:4 gegen den FV Illertissen II. Die Niederlage wiegt umso schwerer, da sie zum einen gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt kassiert wurde und zum anderen, weil man lange Zeit in Überzahl agierte. Merings Coach gab sich auch selbstkritisch. „Da muss ich mich auch in die Pflicht nehmen. Ich hätte nach dem Platzverweis für Illertissen umstellen müssen – so haben wir nach der Roten Karte den Faden verloren“, erklärte Kitzler. Zweimal machte der MSV einen Rückstand wett, führte dann selbst mit 3:2, um in Überzahl dann doch noch die Punkte abzugeben. Fast noch mehr als die Niederlage schmerzt die Meringer die Knöchelverletzung von Lukas Krebold, der die Liste der Ausfälle wohl verlängert. „Der Kader wird immer dünner“, so Kitzler. Schließlich musste Bajram Gocevic schon nach dem Aufwärmen passen und Andreas Rucht fehlte wegen seines Platzverweises aus dem Gundelfingenspiel neben den Verletzten Zweckbronner, Wolf, Köpper, Spicker und Neumann sowie dem aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stehenden Julius Drevs sowieso schon. Und die nächsten Aufgaben haben es in sich: Es geht gegen Neuburg und Ichenhausen.

Stätzling beklagt unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen

Auch in der Bezirksliga Süd gingen die beiden Landkreisteams FC Stätzling und Kissinger SC leer aus. Galt Stätzling beim Aufstiegsanwärter Bad Grönenbach als klarer Außenseiter, so hatten sich die Kissinger insgeheim beim FC Heimertingen schon ein bisschen was ausgerechnet. Beide Teams waren zudem nicht glücklich, was so manche Schiedsrichterentscheidung anbetraf. „Ich bin keiner, der schnell auf die Unparteiischen schimpft, aber diesmal waren es schon einige seltsame Entscheidungen gegen uns“, meinte Manfred Endraß. Der Stätzlinger Abteilungsleiter spielte auf zwei, wegen Abseits nicht gegebene Stätzlinger Tore und einen Foulelfmeter an, der zum 2:0 für die Hausherren führte. „Den gibt sicher nicht jeder“, mutmaßte Endraß, der trotz der 1:2-Niederlage optimistisch blieb. „Wir waren auf Augenhöhe und ich denke, wir werden die noch fehlenden Punkte holen“, sagte er. Härter als die Niederlage trifft den FCS der Platzverweis für Stefan Reinthaler wegen groben Foulspiels. „Die Rote Karte kann man geben“, so Endraß.

Der Kissinger SC wurde in Heimertingen für seinen Aufwand nicht belohnt und rutschte nach der 2:3-Niederlage wieder auf einen Abstiegsplatz ab. Auch die Kissinger mussten einen Platzverweis verkraften: Julian Büchler sorgte mit seinem Foul für den entscheidenden Elfmeter zum 3:2 für die Hausherren und musste für die Aktion in der 83. Minute auch noch vorzeitig zum Duschen. „Der Elfmeter war berechtigt, aber wir haben es dem Gegner bei den ersten beiden Toren einfach zu leicht gemacht. Und wenn du unten drin steckst, dann hast du halt einfach auch kein Glück“, meinte KSC-Trainer David Bulik.

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Schiedsrichter bricht Lokalderby ab

Einige Klassen tiefer stand am Wochenende ein Schiedsrichter im Mittelpunkt – aber auf dramatischere Art und Weise. Jürgen Hajek signalisierte beim A-Klassen-Derby zwischen den Sportfreunden Friedberg und den Sport-Freunden Bachern 20 Minuten vor Schluss, dass er nicht weitermachen könne. Der Unparteiische hatte Herzstechen und brach die Partie ab, der bereitgestellte Defibrillator auf der Sportanlage der Ostler musste glücklicherweise nicht zum Einsatz gebracht werden. Das Derby wird aller Voraussicht nach neu angesetzt.

Endlich holten die beiden Friedberger Vereine in der Kreisliga Ost den ersten Dreier im Frühjahr 2019. Der BC Rinnenthal siegte im ersten Spiel nach der Trennung von Spielertrainer Franz Losert mit 4:1 in der Firnhaberau. Dort stand aber auch eine Verletzung im Mittelpunkt: BCR-Keeper Felix Fuhrmann hatte einen Tritt an den Kopf erhalten und musste behandelt werden. „Ich hab’ ein richtiges Horn an der Stirn gehabt und am Ellbogen und der Schulter was abbekommen“, so der Torhüter, der sich an die Szene gar nicht mehr richtig erinnern kann. „Die Woche kann ich wohl kaum trainieren, aber ich hoffe, dass es bis Montag wieder geht“, meinte Fuhrmann am Montag.

Der TSV Friedberg steigert sich

Mit 1:0 – dank eines frühen Tores von Torjäger Marcel Pietruska – entführte der TSV Friedberg aus Gerolsbach die drei Punkte, und das eigentlich deutlich souveräner, als es das knappe Ergebnis vermuten lassen würde. „Wir haben uns deutlich gesteigert, waren dominant, klar überlegen, aber es hat halt einfach der letzte Pass gefehlt. Ein zweites Tor wäre wohl der Dosenöffner für einen klareren Sieg gewesen“, meinte TSV-Trainer Ali Dabestani. Friedberg spielte eine Halbzeit in Überzahl, aber „das hat uns nicht gutgetan“, sagte der Friedberger Coach.

Egal ob Unterzahl oder Überzahl – der TSV Dasing marschiert in der Kreisklasse Aichach unbeirrt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg. Die Erfolgsserie der Autobahner wird langsam unheimlich, das 4:0 gegen den SV Steingriff war der 19. Sieg im 20. Saisonspiel. Diesmal war auch Trainer Jürgen Schmid zufrieden, der vom „besten Spiel nach der Winterpause“ sprach. Zehn Punkte Vorsprung hat der TSV Dasing auf den Verfolger aus Mühlried, und bei noch sechs ausstehenden Partien darf der Sekt langsam kalt gestellt werden.

Davon sind sowohl der SV Ried als auch der SV Wulfertshausen weit entfernt, beide kämpfen mit 19 bzw. 20 Punkten auf dem Konto gegen den Abstieg. Das 0:0 im direkten Duell auf den Rieder Höhen war eigentlich für beide zu wenig.

In der Augsburger Kreisklassen-Gruppe bleiben der Kissinger SC II (0:0 gegen Türkspor II) und der SV Ottmaring (2:3 gegen Merching) auf den beiden Abstiegsplätzen kleben. Zum Glück für beide ging auch die unmittelbare Konkurrenz leer aus, sodass bis zum rettenden Ufer weiter nur vier Punkte fehlen. Beim SVO hofft man darauf, dass dem Team die Zähler aus dem abgebrochenen Spiel gegen Mesopotamien zugesprochen werden. Kurios in dem Spiel war die Szene, in der Merchings Moritz Willis den verletzten Ottmaringer Florian Schmieder huckepack vom Platz trug – so was sieht man wirklich nicht alle Tage. Der FC Stätzling II bleibt nach dem 1:3 gegen Stadtbergen weiter im Keller und muss nach wie vor zittern. Ein spannendes Saisonfinale ist garantiert.

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