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14.01.2015

Neue Trainer – alte Leiden

Sarah Gottwald (Mitte) und die Kissinger Damen durften am vergangenen Spieltag einen Sieg bejubeln.
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Sarah Gottwald (Mitte) und die Kissinger Damen durften am vergangenen Spieltag einen Sieg bejubeln.
Bild: Kolbert

Beide Friedberger Mannschaften starten mit deutlichen Niederlagen in die Rückrunde und auch der Kissinger SC beklagt eine bittere Pleite. Nur die KSC-Damen dürfen jubeln

Neue Trainer – alte Leiden. Damit könnte man den Einstand der beiden neuen Coaches beim TSV Friedberg umschreiben. Sowohl der Einstand des neuen TSV-I-Trainers Mirko Pesic als auch der von Dieter Braun als Trainer der „Zweiten“ endeten mit Niederlagen. Die Erste verlor mit 29:35 beim Tabellenvorletzten Balingen II, der TSV II gleich mit 21:31 in Anzing. Frust auch bei Kissings Herren, für die die Luft nach dem 21:24 gegen 1871 Augsburg immer dünner wird. Nur die KSC-Damen durften sich freuen, sie kamen gegen marktoberdorf zu einem ungefährdeten 31:20-Sieg.

Mehr Cleverness hatte Friedbergs neue Coach Mirko Pesic gefordert, doch seine Mannschaft schaffte es nicht, diese Vorgabe im Kellerduell des Letzten gegen den Vorletzten umzusetzen. „Leider haben wir uns durch viele technische Fehler im Angriff selbst bestraft“, so Pesic. „Phasenweise waren wir zwar ebenbürtig, aber dann sind wir immer in dasselbe Muster verfallen: Wir erarbeiten uns die Chance, machen dann aber einen leichten Fehler und fangen uns den Konter.“

Friedbergs Situation am Tabellenende wird langsam prekär. Die – zugegeben junge – Mannschaft muss, will man den Klassenerhalt schaffen, endlich auch auswärts punkten. Pesic will nun die richtige Balance finden. Der neue Trainer hat sich in der Förderung von jungen Talenten bereits einige Meriten verdient: schließlich schafften es drei seiner früheren Spieler bis in die deutsche A-Nationalmannschaft. „Es bringt nichts, jetzt draufzuhauen. Wir haben das Spiel in Balingen intensiv und detailliert analysiert – und auch Kritik geübt. Die Lehren wollen wir jetzt im Training umsetzen, damit wir uns gegen Köndringen besser präsentieren können“, erklärte Pesic.

Auch der Friedberger Zweiten missriet der Start in die Rückrunde mit dem neuen Trainerteam. Dieter Braun und Christoph Handelshauser mussten auf der Bank mit ansehen, wie ihre Mannschaft beim Mitaufsteiger Anzing mit 21:31 unterging. Handelshauser sah aber auch einige positive Ansätze. „Bis zur 20. Minute waren wir vorne, bis zur 35. Minute nur ein Tor hinten. Verloren haben wir wegen ganz schwacher zehn Minuten“, meinte er. Der Einsatz habe gestimmt, nun müsse man auf der Leistung des ersten Spieldrittels aufbauen.

Für Kissings Damen war der Auftakt der Rückrunde erfolgreich. Trainer Knut Seidel freute sich nach dem 31:20 gegen Marktoberdorf besonders über die geschlossene Mannschaftsleistung: „Wir haben uns als Team präsentiert, sind früh in Führung gegangen und haben den Vorsprung souverän verwaltet.“

Ganz anders die Situation bei den Kissinger Herren. „Diese Niederlage tut richtig weh“, ärgerte sich Trainerin Anita Steiner nach dem 21:24 gegen 1871 Augsburg – einen direkten Konkurrenten des KSC im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga. Zu viele leichte Fehler – von Steiner als „Babyfehler“ bezeichnet – habe sich das lange „schüchtern“ auftretende Team geleistet. „Das darf uns nicht passieren“, schimpfte sie. Erst als der A-Jugendliche Tobias Fuchs sich was zutraute und sein Team mitzog, wurde es besser. Aus einem 10:17 machte Kissing ein 17:18 und ein 19:20 – nur der Ausgleich gelang nicht. „Wenn wir den machen, brechen die Augsburger ein“, war sich Anita Steiner sicher. Nun werde der Kampf umden Verbleib in der Liga immer schwieriger, auch weil „oben“ vielleicht schon alles für Günzburg gelaufen ist. „Schwabmünchen, Ichenhausen und der TSV IV spielen sehr wechselhaft und nun ist auch bei Gundelfingen die Luft raus, das kann sich für uns nachteilig auswirken“, meinte Steiner. Viele Niederlagen darf sich der KSC jedenfalls nicht mehr leisten.

Auch der SV Mering startete mit dem 28:28 gegen Bäumenheim nicht optimal in die Rückrunde, Trainer René Schnitzlein nahm’s aber gelassen. „Das erste Spiel nach der Weihnachtspause ist nie einfach – vor allem wenn man im letzten vor der Pause den TSV Friedberg IV geschlagen hat. Da denken alle, es läuft von allein – so sind wir wenigstens wieder geerdet“, erklärte Schnitzlein. Daran, dass der MSV den Sprung in die BOL schaffen wird, zweifelt der Trainer jedenfalls nicht. „Unter die Top Drei werden wir sicher kommen“, so Schnitzlein – momentan ist der MSV mit drei Punkten Vorsprung Tabellenführer.

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