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11.04.2019

Olympiasiegerin Aljona Savchenko ist ihr Vorbild

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2 Bilder
Emilia Burghardt mit ihrem großen Vorbild, der Paarlauf-Olympiasiegerin von 2018, Aljona Savchenko.
Bild: Susanne Burghardt

Für die neun Jahre alte Emilia Burghardt aus Merching ist das Eiskunstlaufen wie Fliegen und sie liebt ihren Sport auf dem Eis heiß und innig. Dabei ist der Trainingsaufwand enorm.

Gegen Mitte März beginnt die „eisfreie Zeit“ – und das findet Emilia Burghardt aus Merching gar nicht toll. Zumindest, was ihre geliebte Sportart Eiskunstlauf betrifft.

Dabei sind es nur ein paar Wochen, bis das Training wieder weitergeht – und das sind für die neunjährige immerhin elfeinhalb Stunden pro Woche. Das umfasst Eiskunstlauftraining mit ihren Teamkameradinnen vom Eissportverein Augsburg (EVA) sowie Einzeltraining mit ihren Trainern Christa Winklmaier und Axel Teschemacher. Großes Augenmerk wird auch auf die Athletik gelegt, die Dehnübungen, Sprint, Laufen und die Vorbereitung für Sprünge auf dem Eis umfasst. Hinzu kommen aber auch Hip-Hop und Ballett speziell für Eiskunstläufer und natürlich Konditionstraining.

Nur am Montag ist eisfrei: Alles was so federleicht und schwerelos auf dem Eis aussieht, kostet viel Muskelkraft und Koordination – und die bekommt man eben nur durch konsequentes Üben. Als Belastung empfindet das die junge Sportlerin kein bisschen. Ihre Mama erinnert sich noch genau, wie ihre damals sonst eher zurückhaltende fünfjährige Tochter vehement einforderte, wie ihre Kindergartenfreundin Hanna mit dem Eiskunstlauftraining beginnen zu dürfen. „Ich muss da hin!“, hatte sie damals nachdrücklich eingefordert – und sehr bald freiwillig hart zu trainieren begonnen: „Man kann aus sich rauskommen, wenn man auf dem Eis ist. Wenn man ein bestimmtes Tempo auf dem Eis hat, ist das wie Fliegen“, strahlt sie aus tiefster Seele.

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Den Ehrgeiz hat sie vom Papa geerbt

Vielleicht hat sie den sportlichen Ehrgeiz ein wenig von ihrem Vater Christian geerbt, der dreimaliger deutscher Meister im Biathlon war und sich sogar als Dritter beim Europacup behaupten konnte.

Und die Erfolge ihrer noch jungen Karriere können sich sehen lassen. So siegte Emilia Burghardt 2016 beim Germeringer Pokal, gewann ein Jahr später den Jubiläums-Königs-Cup, wurde 2018 Zweite beim Wettbewerb Schanzer Pirouette und belegte in diesem Jahr schließlich bei den bayerischen Meisterschaften den zehnten Platz.

Später würde Emilia Burghardt gerne einmal auf eine Sportschule wechseln, denn das Training wird nicht weniger werden, erzählt sie – aber hier in der Nähe gibt es keine spezielle Schule. Ein Internat kommt für die strukturierte und disziplinierte Schülerin eher nicht in Frage.

Alles muss genau zueinander passen

Außer Sport liebt sie noch ein Fach besonders: Handarbeit – und das ist für ihre Sportart auch von Vorteil. Denn hübsch zurechtgemacht sollen die Eiskunstläuferinnen bei Wettbewerben auch auf dem Eis aussehen, am besten passend zur Musik und Choreografie. Von der Schminke, über die Frisur bis zur Kleidung, die genau zum Stil von Emilia passt, die als elegante Läuferin gilt.

Ein großes Erlebnis waren für Emilia Burghardt die bayerischen Meisterschaften, bei der sie eine tolle Leistung zeigte. Wie bei den ganz Großen durfte sie sich mit ihrem Trainer auf die Wertungsbank setzen – und wie bei den großen Wettkämpfern gab es für Emilia auch einen kleinen Kampf mit sich selbst, der ihr ein paar Plätze kostete. Der Axel, den sie sonst so sicher steht, klappte kurz vor der Meisterschaft plötzlich nicht mehr – zwei Tage später stand sie ihn ebenso plötzlich wieder blitzsauber. So etwas sei wohl ganz normal, haben sie die erfahrenen Eiskunstläufer beruhigt und schließlich kommen noch viele Wettkämpfe, bei denen man sein Können zeigen darf.

Ein großes Vorbild hat Emilia Burghardt auch – die Paarlauf-Olympiasiegerin von 2018, Aljona Savchenko. Und das, was die in der Ukraine geborene Savchenko erreicht hat, ist auch Emilias großer Traum, denn: „Gewinnen ist ein tolles Gefühl und das am liebsten als Olympiasiegerin.“

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