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Leichtathletik

08.09.2019

Premierensieger und Streckenrekord beim Friedberger Halbmarathon

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Freudestrahlend fiel der Sieger Ahmed Tamam von der DJK Friedberg seinem Trainer Heinz Schrall um den Hals. Der junge Somalier legte einen Start-Ziel-Sieg hin.

Beim 17. Friedberger Halbmarathon trägt sich Ahmed Tamam erstmals in die Siegerliste ein. Julia Laub pulverisiert den Streckenrekord. Eine Athletin beeindruckt besonders.

Der 17. Friedberger Halbmarathon wird sicher in die Annalen dieses Events eingehen, auch wenn die Temperaturen zum Zuschauen fast zu kühl waren. Zum Laufen allerdings waren sie optimal, zumal der Regen auch erst nach dem Ende der Veranstaltung einsetzte. Und es gab zum einen wieder einmal einen Friedberger Sieger, zum anderen durften die vielen Zuschauer auch einen Streckenrekord bejubeln. Und es gab auch eine ganz besondere Premiere, denn mit Natalie Simanowski bewältigte erstmals eine Athletin im Rollstuhl die 21,1 Kilometer.

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Souveräner Start-Ziel-Sieg

Ahmed Tamam von der DJK Friedberg feierte bei den Männern einen souveränen Start-Ziel-Sieg, und bei den Frauen pulverisierte Julian Laub vom SV Mergelstetten den fünf Jahre alten Streckenrekord von Petra Stöckmann. Die Siegerin brauchte 1:25,22 Stunden und damit genau zwei Minuten weniger für die 21,1 Kilometer als 2014 Petra Stöckmann. Die sechsfache Friedberg-Siegerin konnte in diesem Jahr verletzungsbedingt nicht an den Start gehen.

Bei den Männern war der Streckenrekord von 1:12,42, den Heiko Middelhoff 2017 aufgestellt hatte, zwar nie in Gefahr, die Freude bei Ahmed Tamam, dem noch 17-jährigen Athleten der DJK Friedberg, war dennoch riesig. Mit der Friedberg-Fahne in der Hand überquerte er strahlend nach 1:16,06 Stunden die Ziellinie und fiel dann glücklich seinem Trainer Heinz Schrall um den Hals. „Ich bin fertig, aber überglücklich“, meinte er atemlos nach dem Zieleinlauf. Zum dritten Mal hatte Tamam am Friedberger Halbmarathon teilgenommen, zum ersten Mal stand er nun ganz oben auf dem Podest.

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Und der Somalier, der seit gut zwei Jahren in Friedberg lebt und in Augsburg die Berufsschule besucht, lief ganz souverän auf Platz eins. Es war ein Start-Ziel-Sieg, denn der Teenager gab von der ersten Runde an die Pace vor. Einzig Stefan Langenmeir vom Tri TV Lauingen konnte mithalten, doch der stieg nach zwei Runden und 38:30 Minuten aus – Tamam war nach 10,6 Kilometern gerade mal eine Sekunde schneller gewesen. Doch ab Runde drei war der Friedberger allein auf weiter Flur und weiter schnell unterwegs. Im Ziel hatte der 17-Jährige, der die schwäbischen Bestenlisten über 1500, 3000 und 5000 Meter anführt, dann einen deutlichen Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den Vorjahressieger Florian Kerber von der TG Viktoria, der in 1:19,05 Stunden fast drei Minuten nach dem DJK-Läufer ins Ziel kam. „Dann brauchst du heute nicht mehr trainieren“, meinte Tamams Trainer Heinz Schrall im Ziel scherzhaft zu seinem Schützling. Dritter wurde Andreas Kiegele vom LC Aichach in 1:21,21 Stunden. „Der Berg ist geil, es ist einfach genial und top organisiert“, so der Aichacher.

Streckenrekord um zwei Minuten verbessert

Auch bei den Frauen gab es im Ziel eine überglückliche Siegerin – Julia Laub. Auch sie legte einen Start-Ziel-Sieg hin und lief dabei gleich noch einen Streckenrekord. Bei 1:25,22 Stunden blieb die Uhr stehen, und damit hatte sie nicht gerechnet. „Das kommt absolut überraschend“, so Julia Laub, die im Ziel von ihrem Freund Markus Wiest umarmt wurde.

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Durchstarten beim Friedberger Halbmarathon
Bild: Alexandra Sieber und Peter Kleist

„Aber du kannst hier gar nicht langsam laufen, hier herrscht so eine klasse Stimmung. Beim Start, an der Strecke und vor allem am Berg – du wirst überall super angefeuert“, erklärte die 27 Jahre alte Läuferin, die zum zweiten Mal am Start war. Vorjahressiegerin Sabrina Zimmermann von der TG Viktoria hatte mit 1:28,15 Stunden fast drei Minuten Rückstand, auf Platz drei lief Caro Bayer vom Tui-Reisecenter Friedberg.

Eine überaus bemerkenswerte Leistung erbrachte Natalie Simanowski. Die zweifache Silbermedaillen-Gewinnerin der Paralympics 2008 in Peking absolvierte als Erste den Friedberger Halbmarathon im Rollstuhl – und wie. Die 41-Jährige belegte in der Zeit von 1:37,11 Stunden den fünften Platz bei den Frauen.

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