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Radsport

08.04.2016

Radklassiker ist international besetzt

Namhafte Fahrer haben sich für den Frühjahrsstraßenpreis „Rund um Oberwittelsbach“ angemeldet.
Bild: Peter Appel (Archiv)

Im Teilnehmerfeld des Frühjahrsstraßenpreises „Rund um Oberwittelsbach“ tummeln sich namhafte Fahrer. Lokalmatador Schormair ist auch dabei, aber nicht mit dem Fahrrad.

Sobald sein Heimrennen ansteht, scheint Fabian Schormair das Pech zu verfolgen. Im vergangenen Jahr quälte sich der Radfahrer aus Untergriesbach angeschlagen auf Rang 17. Im Jahr zuvor stürzte er zwei Runden vor dem Ziel. Mitte dieser Woche dann die traurige Gewissheit: Am Sonntag, 10. April, wird der 21-Jährige nicht im Sattel sitzen, wenn sich die Elitefahrer beim Frühjahrsstraßenpreis auf die 105 Kilometer lange Strecke „Rund um Oberwittelsbach“ begeben.

Schormair plagen Schmerzen im Knie – eine Überlastung der Patellasehne ist die Diagnose der Ärzte. Zu allem Überfluss kränkelt Schormair seit einigen Tagen. „Das ist natürlich ärgerlich. Ich wäre gerne bei meinem Heimrennen an den Start gegangen“, sagt er enttäuscht. Jetzt müsse er sich erst einmal schonen. Er habe aus seinen Fehlern der Vergangenheit gelernt und möchte sich mehr auf die wichtigen Wettkämpfe konzentrieren. Der Radfahrer gesteht: „Früher bin ich einfach zu viele Rennen gefahren.“ In nächster Zeit will er mit seinem Team LKT Team Brandenburg schließlich noch einiges erreichen: Die deutsche Meisterschaft und die Europameisterschaft stehen im Sommer an.

In jedem Fall will der Untergriesbacher beim Aichacher Frühjahresklassiker am Sonntag am Streckenrand mitfiebern. Beim Frühjahrsstraßenpreis ist heuer wieder einiges geboten, das Elitefeld ist stark besetzt: Schormairs ehemaliger Teamkollege und Sieger 2013 und 2014, Florenz Knauer, schrammte im Vorjahr als Zweiplatzierter nur knapp an einem Hattrick vorbei. Er startet für das neuformierte Herrmann Radteam aus Erlangen und wird von sieben Kollegen unterstützt, die ihn in eine günstige Sprintposition bringen sollen. Der Vorjahressieger Daniel Bichlmann vom international aufgestellten Team Stradalli Bike-Aid wird es als Einzelstarter hingegen schwer haben, seinen Erfolg zu wiederholen. Für internationales Flair sorgen das tschechische KT Team AC Sparta Prag, das mit zehn Fahrern an den Start geht, sowie die Nachwuchsmannschaften vom österreichischen Team Felbermayr Simplon aus Wels, das Radteam Tirol und die Starter aus Vollach.

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Die Favoritenrolle hat indes ein anderer inne, da sind sich Schormair und Rennorganisator Hubert Stöffel einig: Nationalfahrer Pascal Ackermann vom rad-net Rose Team. Er bewies bereits vergangenen Sonntag beim bayerischen Eröffnungsrennen in Zusmarshausen seine Frühform und siegte nach 135 Kilometern überlegen in einem Dreiersprint. Stöffel vermutet am Sonntag eine Sprintentscheidung und „da ist ‚Ackes‘ fast nicht zu schlagen“. Der 22-Jährige startet übrigens am Samstag noch bei der Flandern-Rundfahrt in Belgien.

Das attraktive Starterfeld darf Organisator Stöffel als Lohn seiner Arbeit verstehen – 380 Fahrer haben sich in den acht Klassen angemeldet. „Damit können wir hochzufrieden sein. Das spricht für unser Team als Veranstalter und für den Stellenwert des Aichacher Klassikers“, freut er sich. Seit 19 Jahren steckt er viel Mühe in die jährliche Veranstaltung. Er akquiriert Sponsoren, erledigt Behördengänge und organisiert Feuerwehr, Polizei und Sanitäter. Wenige Tage vor dem Rennen kümmert er sich um den Aufbau der beiden Zelte, in denen Zuschauer, Rennfahrer und deren Betreuer verköstigt werden. Allein rund 45 Helfer werden am Sonntag im Einsatz sein.

Ohne den Verkauf im Zelt, erklärt Stöffel, wäre die Veranstaltung nicht zu stemmen. Zwölf Euro Startgebühr muss jeder Fahrer zahlen. Den Erlös aus Kaffee- und Kuchenverkauf spendet der Verein einer Multiple-Sklerose-Stiftung. Wie viele Aktive und Zuschauer kommen, werde vom Wetter abhängen, sagt Stöffel. Problematisch wäre Regen, weil sich dann das Teilnehmerfeld drastisch reduzieren werde.

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