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25.05.2010

Rechenspiele und Motivationsanrufe

Rechenspiele und Motivationsanrufe
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Einer Sektdusche nicht aus dem Weg gehen konnte Stätzlings Spielertrainer André Wolf. Foto: Rudi Fischer
Bild: Rudi Fischer

Aichach-Friedberg Eine Entscheidung ist getroffen: Aufsteiger Kissing hat es in der Bezirksliga Süd nicht geschafft und kehrt in die Kreisliga zurück. Die 0:3-Niederlage in Memmingen besiegelte eine unglücklich verlaufene Saison, in der es den Kissingern an Konstanz und Cleverness gemangelt hat. "Jetzt hat es mich auch erwischt: Ich musste zuvor noch nie absteigen", gibt Trainer Andreas Spöttl zu. Es sei enttäuschend, keine Frage. Als zusätzliche Belastung erwies sich die Tatsache, dass der weit abgeschlagene FC Heimertingen die "zweite Luft" bekam - woher und warum auch immer. "Kurios wie halt jedes Jahr in dieser Liga", so die einhellige Meinung aller drei Bezirksligatrainer des Friedberger Landes.

Kissing hat aber selbst noch die Chance, das gerade zu rücken: Der FCH gastiert am Samstag zum Showdown an der Paar. Es gilt für Kissing, sich ordentlich aus der Liga zu verabschieden. "Und vielleicht können wir dem TSV Friedberg noch ein bissel helfen", so Spöttl. Denn der gastiert zeitgleich beim Meister in Babenhausen. Spöttl wiederum erfuhr vor einigen Wochen, dass man sich dort darauf freue, die Friedberg am letzten Spieltag noch aus der Liga zu schießen. "Es ist wie bei uns halt auch: Man fährt lieber zum Spieltag rund um Memmingen als Richtung Augsburg." Der KSC-Trainer lamentiert in diesem Zusammenhang schon etwas über die weiten Wege in der Bezirksliga: "Da ist die Kreisliga lukrativer und weniger kostenträchtig."

"Einen Punkt noch und dann ist Ruh'"

TSV-Trainer Reinhard Kindermann wiederum will Spöttl noch kontaktieren, um "einen ermutigenden Anruf für eine trinkfeste Mannschaft" zu starten. Der Ex-Profi mutmaßt selbst schon, dass die Babenhausener nach ihrer angeblichen Schwächephase wohl zum Schluss noch einmal richtig Gas geben werden. "Aber wir sind gut genug, um den Punkt zu holen", zeigt er Selbstvertrauen. Einen Zähler braucht der TSV noch "und dann ist Ruh."

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Ebenfalls aus eigener Kraft noch retten kann sich der TSV Dasing, der Auswärtssieg in Täfertingen hat noch einmal die Möglichkeit dazu eröffnet. Spielertrainer Alex Dürr freut sich heute schon auf das Landkreisderby gegen den ebenfalls noch abstiegsbedrohten BC Aichach II. Wobei in der Kreisliga Ost das Feld so eng zusammensteht, dass Rechenspiele schwierig werden. Es kann den Dasingern allerdings selbst im Falle eines Heimsiegs passieren, dass sie "nur" auf dem Relegationsplatz landen. Gleich gar nicht mit den einzelnen Möglichkeiten befassen, was wäre wenn will sich der SV Wulfertshausen. "Das habe ich noch nie getan", so Trainer Siggi Hilz. Der 5:1-Sieg in Schwabegg hat dem Augsburger Kreisligisten den Kragen vorerst noch gerettet, aber mit absolut schlechten Karten. "Wir gewinnen jetzt gegen Ustersbach und dann schauen wir, was auf den anderen Plätzen passiert ist. Denn es kommt eh anders, als man vorher meinte." Maximal ist noch der Relegationsplatz erreichbar.

Und noch eine Mannschaft kann sich, obwohl von vielen schon abgeschrieben, noch retten: der TSV Friedberg II. Das Team von Spielertrainer Michael Makowski darf allerdings nach dem 2:1-Sieg über die Firnhaberau am Sonntag beim FC Königsbrunn II keinesfalls verlieren.

Ein klein wenig Hoffnung auf die Rückkehr in die Bezirksliga darf sich der BC Rinnenthal machen, aber nicht allzu viel. Wichtig war Trainer Oliver Tuffentsammer, dass man gegen den ASV Hiltenfingen noch einmal richtig Gas gegeben und eine prima Moral bewiesen hat. "Die Mannschaft hat sich selber belohnt für die ganze Saison." Mehr als 60 Punkte zu erreichen und mit Cosmos Aystetten einen weiteren Verfolger abzuschütteln ist das Ziel. "Ich glaube nicht, dass der Tabellenzweite Hiltenfingen das noch aus der Hand gibt."

Auf Urlaub in Österreich weilt zurzeit André Wolf. Der Spielertrainer des FC Stätzling II genießt dort den "Riesenschritt in Richtung Aufstieg, den wir am Samstag gemacht haben." Klingsmoos II sei zwar ein leichter Gegner, "aber gewonnen werden muss dieses Spiel auch erst noch." Deshalb ist Wolf am Samstag wieder zurück, um selbst für den nötigen Druck und die passende Ordnung im Spiel zu sorgen. So wie zuletzt gegen den TSV Herbertshofen II.

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