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SV Mering Fußball: Mering behält am Schluss die Nerven

SV Mering Fußball

Mering behält am Schluss die Nerven

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    In dieser Szene foult Merings Torhüter Adrian Wolf Franz Fischer. Den Elfmeter verwandelte Garmisch-Partenkirchen zum 2:1 kurz vor Schluss. Doch die Spieler des SV Mering behielten die Nerven und drehten die Partie.
    In dieser Szene foult Merings Torhüter Adrian Wolf Franz Fischer. Den Elfmeter verwandelte Garmisch-Partenkirchen zum 2:1 kurz vor Schluss. Doch die Spieler des SV Mering behielten die Nerven und drehten die Partie. Foto: Oliver Rabuser

    Der Meringer Torhüter Adrian Wolf wusste, was zu tun war. Schnurstracks führte sein Weg ins hintere Eck der Tribüne im Fußball-Stadion am Gröben. Dort ist der Kiosk des 1. FC Garmisch-Partenkirchen verortet, und Wolf sorgte bei den Gastronomen für reichlich Einnahmen, indem er eine Kiste gekühlten Gerstensaft für das siegreiche Team orderte.

    Der 27-Jährige wähnte sich wohl in einer Art Bringschuld gegenüber seinen Mitspielern in der Landesligapartie gegen den SV Mering. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verursachte Wolf gegen FC-Kicker Franz Fischer einen Strafstoß. Maximilan Berwein ließ sich nicht bitten, verwandelte zum 2:1 für die Platzherren. „Mit dem Elfer war es eigentlich gelaufen“, räumte SV-Coach Gerhard Kitzler ein. Doch es kam anders. Weil sich der 1. FC in der dreiminütigen Nachspielzeit selbst übertölpelte.

    Gastgeber spielten zielstrebiger als Mering

    Ein Sieg der Garmisch-Partenkirchner wäre am Samstag die logische Summe aus Aufwand und Ertrag gewesen. Sie spielten im zweiten Abschnitt zielstrebiger nach vorne, investierten ein hohes Laufpensum. Beim MSV hingegen machten sich die Auswirkungen des kleinen Kaders sukzessive bemerkbar. „Der Kräfteverschleiß war in der zweiten Halbzeit da“, urteilte Kitzler. Mehrmals ermahnte der Coach seine Elf, konsequenter gegen den Mann zu spielen. „In einem Abstiegsduell muss ich anders in die Zweikämpfe gehen“, erläuterte er.

    Der 1. FC ging nach einer Viertelstunde in Führung. Stefan Durr schickte einen Eckball in den Fünfmeterraum, vom Rücken Andreas Ludwigs fand der Ball den Weg über die Torlinie. Kurz zuvor hätten die Meringen einen Schubser an Harald Kerber nur zu gerne mit Strafstoß sanktioniert gesehen. Den gab es dann nach 20 Minuten, als abermals Kerber von Leon Brudy hart an der Grenze zur Notbremse gestoppt wurde. Maximilian Lutz verwandelte gewohnt sicher, später musste der Standard-Spezialist aber nach einer Zweikampf-Blessur vorzeitig ausscheiden.

    Mering hat mehr Reserven zur Verfügung

    Trotz der zunehmend fahringen Umtriebe hatten die Meringer nach Berweins vermeintlichem Siegtreffer noch letzte Reserven in petto, um das allerletzte Aufbäumen zu gewährleisten. Gleichwohl müsste der Dank den FC-Kickern gelten. Nach kurz ausgeführtem Eckball führte ein Chip-Ball ins Nirvana zum Meringer Konter und jenem Eckball, den Danial Karimi inmitten einer 22 Mann starken Spielertraube zum 2:2 verwandelte. „Dass unser Physiotherapeut den Ausgleich macht, ist sicher nicht alltäglich“, unkte Kitzler, bewaffnet mit einer von Wolf kredenzten Flasche Siegerbier.

    Doch es kam noch besser. Abermals führ Mering einen Konter gegen mental nicht mehr ausreichend gewappnete Platzherren. Und wenngleich Markus Gärtner nur wegen eines kommunikativen Missverständnisses zwischen Tormann Schwinghammer und Innenverteidiger Langenegger einschießen durfte, sorgte der sogleich folgende Abpfiff für kollektive Glückseligkeit bei den Meringern.

    Mering Wolf, Gocevic, Lutz (58. Fuchs), Wiedemann, Kristen, Ludwig (82. Karimi), Cosar, Utz, Reich (56. Gärtner), Kusterer, Kerber – Tore 1:0 Ludwig (14./Eigentor), 1:1 Lutz (21./Foulelfmeter), 2:1 Berwein (88./Foulelfmeter), 2:2 Karimi (90.+2), 2:3 Gärtner (90.+3) – Schiedsrichter Ettenreich (VfL Zusamaltheim) – Zuschauer 150

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