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Lauf 10

16.07.2019

SV Ried bringt fast 90 Läufer ins Ziel

Das Miteinander wird bei der Aktion Lauf 10 groß geschrieben: Die Rieder liefen daher beim finalen Lauf in Wolnzach auch miteinander ins Ziel.
Bild: Brigitte Glas

Beim Lauf-10-Finale in Wolnzach sind zahlreiche Teilnehmer aus der Region dabei. Was sie antreibt.

Knapp 4000 Läufer sind am vergangenen Freitag beim Abschlusslauf von Lauf 10 in Wolnzach an den Start gegangen. 89 davon kamen vom SV Ried. Und alle, nicht nur die Rieder, sind ins Ziel gekommen. Alle haben die zehn Kilometer geschafft, und nur darauf kam es an. Die Zeit war egal, denn genau das macht die Aktion Lauf 10 aus.

Das Konzept, nämlich Untrainierte oder sogar erklärte Sportmuffel zum Sport zu bringen, entspricht genau der Philosophie der Breitensportabteilung. So war es eigentlich klar, dass vor sechs Jahren der damalige Abteilungsleiter Hans Gamperl teilnehmen wollte und zum ersten Mal das Lauf-10-Programm durchzog. Es gab gleich eine ganze Reihe Interessierter, die binnen zehn Wochen von der heimischen Couch ins Ziel eines Zehn-Kilometer-Laufs wollten.

Das Konzept kam in Ried von Anfang an gut an

Das Konzept ging mehr als auf. Bereits im ersten Jahr beteiligten sich die Rieder Laufanfänger am Abschlusslauf. Und dann wurde das Projekt zum Selbstläufer. Heute sind 16 Lauftrainer und drei Nordic-Walking-Trainer im Einsatz. Anders könnten sie den vielen Teilnehmern auch nicht gerecht werden. Ganze 133 kommen inzwischen nicht nur aus Ried, sondern unter anderem auch aus Mering, Kissing und Friedberg. Alle loben die tolle Gruppe.

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Angela Bonhage aus Mering zum Beispiel. Sie wollte eigentlich schon lange mit dem Laufen anfangen, „aber dann war dies und dann das…“ Heuer hatte sie in der Zeitung gelesen „heute Abend geht es los“ und sie fuhr gleich nach Ried. Seitdem ist sie dabei und lief beim Abschlusslauf ohne Probleme ins Ziel. Renate und Erwin Hörbrand kommen bis aus Neusäß zum Laufen nach Ried. Sie kennen Hans Gamperl schon lange und dieser hatte sie motiviert. Erwin Hörbrand hatte Probleme und wünschte sich zum Geburtstag eine neue Hüfte. Renate war da anderer Meinung: „So etwas Teures gibt´s nicht zum Geburtstag. Da musst du schon bis Weihnachten warten.“ Zunächst wollte sie es mit Laufen probieren und schleppte ihren Mann zum Infoabend nach Ried. Die vielen netten Leute waren dann der Ansporn, es tatsächlich zu probieren. „Ich hätte nie gedacht, dass wir das schaffen“, sagte Erwin Hörbrand, der ehemalige Nicht-Sportler. Und die Hüfte? Die braucht er noch viele Weihnachten nicht.

Sechs verschiedene Gruppen trainieren in Ried

In Ried wird in sechs verschiedenen Gruppen, je nach Leistungsfähigkeit, trainiert. Und jeder kann die Gruppe auch wechseln, wenn es an einem Tag mal nicht so gut läuft. Das Ziel haben alle erreicht, sogar zwei: Sie können jetzt ohne Weiteres zehn Kilometer bewältigen und sie sind beim Abschlusslauf alle durch den blauen Zielbogen des Bayerischen Fernsehens gelaufen. Dort stand zwar eine große Stoppuhr, die Zeit geriet aber zur Nebensache. Die ersten Laufanfänger kamen nach einer Stunde und nach 120 Minuten waren alle im Ziel und feierten mit den Wolnzachern, die mit Verwaltung, Polizei, Feuerwehr und über 500 ehrenamtlichen Helfern die Veranstaltung gestemmt hatten, ihren Erfolg und das Wolnzacher Marktfest.

Ob die Rieder im nächsten Jahr wieder dabei sind? An Trainern mangelt es bestimmt nicht, an Teilnehmern auch nicht, heißt es. Und Anfänger müssen noch nicht mal Vereinsmitglied sein.

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