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22.03.2009

Steigerung in Halbzeit zwei

Ein kurioses Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten erlebten die rund 500 Zuschauer am Samstagabend in der Friedberger TSV-Halle. Mit 25:23 gewann Friedberg gegen die SG Köndringen/Teningen - und das nach einem 12:18-Rückstand zur Pause. Mit dem vierten Heimsieg in Folge wahrte der TSV seine Chance auf den Klassenerhalt.

Nur mit Erfolgen in eigener Halle hat sich der TSV Friedberg in den letzten Wochen im Rennen um die Nichtabstiegsplätze in der Regionalliga Süd gehalten. Auch gegen Köndringen/Teningen musste ein Sieg her.

Es hakte hinten und vorne

Aber schon von Beginn an merkten die gut 500 Zuschauer in der Friedberger Halle, dass ihre Mannschaft nicht den Biss wie bei den letzten Auftritten vor eigenem Publikum hatte. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr hakte es. Trainer Harry Rosenberger bekam schon nach einer Viertelstunde Probleme mit seiner Stimme, so lautstark versuchte er seine Abwehr anzutreiben, dass sie die Lücken besser schlossen. Doch immer wieder kamen die Gäste aus Baden zu leichten Toren, sei es über einen freien Kreisläufer oder einen Außenspieler. So war der TSV Friedberg bald im Hintertreffen: Nach zehn Minuten lagen die Herzogstädter mit 3:7 zurück.

Steigerung in Halbzeit zwei

Zwar hofften die Friedberger Fans spätestens jetzt auf einen Ruck im Spiel der Gastgeber, doch dieser ließ weiter auf sich warten. Im Angriff spielten die Herzogstädter viel zu hektisch und machten das Spiel nicht breit.

Aber auch der gefährlichste Rückraumschütze des TSV, Johannes Luderschmid, blieb mit seinen Würfen meist uneffektiv. Die Handballer waren vorne zu ungefährlich, es kamen zu wenig durchdachte Aktionen aus dem Rückraum, um die kompakte Abwehr der Gäste dauerhaft zu gefährden.

So wuchs der Rückstand des TSV Friedberg auf sechs Tore an. Über ein 6:12 ging es über ein 8:14 nach 23 Minuten in die Schlussphase der ersten Hälfte. Der TSV kam einfach nicht näher an die Gäste heran, zu schwach war in diesem Spielabschnitt die Leistung der Mannschaft. Der 12:18-Halbzeitstand ließ nur noch wenig Hoffnung für die zweiten 30 Minuten. Friedberg müsste sich gewaltig steigern, darin waren sich die Fans einig.

Und der Start in den zweiten Durchgang war vielversprechend: Schnell warf der TSV das erste Tor, und groß war die Freude, als der TSV nach drei vergebenen Konterchancen in Folge und einem gehaltenen Strafwurf von Michael Luderschmid nach 39 Minuten endlich auf 15:18 verkürzen konnte.

Das Spiel wandelte sich in der Folge komplett. Köndringen gelang plötzlich überhaupt nichts mehr. Die Gäste hatten große Probleme, überhaupt ein Tor zu erzielen, zu gut stand nun die aggressive und hoch konzentrierte Abwehr des TSV. Und der Mann im Friedberger Kasten hatte in der zweiten Halbzeit einen grandiosen Tag erwischt: Was Willi Seiler hielt, war unfassbar. Mehrere Siebenmeter, Würfe frei vom Kreis, Gewaltmaßnahmen aus dem Rückraum, alles wurde zu seiner sicheren Beute.

Viele Missverständnisse

Friedberg verkürzte jetzt sukzessive seinen Rückstand. Aber es dauerte bis zur 50. Minute, ehe die Herzogstädter durch einen verwandelten Siebenmeter von Markus Walk zum ersten Mal in Führung gehen konnten. Denn trotz der Aufholjagd war das Spiel des TSV keineswegs zum Glanzstück geworden: Vorne wurden viele Chancen vergeben, es gab Fehlpässe, Missverständnisse im Aufbauspiel.

Der TSV machte es sich selbst schwer: Beim Stand von 23:22 nach 51 Minuten versetzte sich Köndringen scheinbar selbst den Todesstoß. Zunächst bekam ein Gästespieler direkt Rot nach einem bösen Foul gegen Rechtsaußen Thomas Wagenpfeil, danach beschwerte sich der gegnerische Keeper bei den Schiedsrichtern und kassierte eine weitere Zeitstrafe, ehe die Gäste nach einem Wechselfehler direkt im Anschluss nur noch zu dritt auf dem Feld standen. Doch selbst in dieser Überzahlsituation machte der TSV den Sack nicht zu. Bis zur Schlussminute mussten die Handballer zittern, ehe der 25:23-Erfolg feststand. Bemerkenswert: Köndringen warf in den zweiten 30 Minuten nur ganze fünf Tore.

"Dieser Sieg wird von uns noch groß gefeiert werden", so Trainer Rosenberger. "Man darf aber nicht übersehen, dass wir eigentlich eine schwache Leistung geboten haben und nur dank einer Energieleistung der Mannschaft und unseres besten Torschützen Ron Rieber gewonnen haben." (gia)

Friedberg: M. Luderschmid, Seiler; J. Luderschmid (2), Weiß (2), Walk (4/3), Wagenpfeil (1), Schwair (1), Schubert; Rieber (6), Filic (1), Segmüller (1), Scheiber (4), Szulc (2), Triltsch (1).

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