Handball Bayernliga

08.04.2018

TSV zeigt sich verunsichert

Fabian Abstreiter (links) vom TSV Friedberg verliert den Ball: Gegen Ottobeuren hatte das Team in der eigenen Halle lange Zeit Probleme, obwohl die Gäste auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen.
Bild: Michael Hochgemuth

Friedberg dreht erst spät gegen den Vorletzten Ottobeuren auf. Im ersten Durchgang kommt es aufgrund eines kuriosen Zwischenfalls zu einer Zwangspause.

Rein nach dem Tabellenplatz geurteilt, traf der viertplatzierte TSV Friedberg eigentlich auf einen bezwingbaren Gegner. Doch die Handballer hatten lange Probleme mit dem Vorletzten der Bayernliga.Mit einerSteigerung im zweiten Durchgang schafften sie schließlich doch einen verdienten 33:26 (14:13) Heimsieg gegen Ottobeuren.

Die Allgäuer schweben in großer Abstiegsgefahr und gerieten zunächst früh in Rückstand. Besonders der Friedberger Linksaußen Alexander Schneider zeichnete sich mit präzisen Abschlüssen aus, die Gastgeber waren so rasch mit 4:1 vorne. Doch der frühe Ausfall seines Bruders Maximilian hemmte das Friedberger Angriffsspiel bald. Der Halbrechte war umgeknickt und konnte nach gut zehn Minuten nicht mehr weitermachen.

Ein kurioser Zwischenfall sorgte Mitte des ersten Durchgangs für eine 15-minütige Zwangspause. Ein krachender Schlagwurf des Halblinken der Gäste war gegen den Pfosten geknallt und hatte die Halterung des Gehäuses vor eine zu große Belastung gestellt. Das Tor war somit nicht mehr ordnungsgemäß gesichert, die Friedberger Ordner mussten schließlich mit einer Bohrmaschine anrücken, um den weiteren Spielbetrieb zu garantieren.

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Diese lange Unterbrechung brachte Friedberg komplett aus dem Konzept. Vorne fehlten jetzt das Tempo und die Präzision, hinten bekamen die Gastgeber vor allem den Kreisläufer nicht in den Griff. Der Vorsprung war rasch weg, nach dem 12:11 war Ottobeuren sogar erstmals in Führung. Bis zur Pause drehte der TSV zwar die Partie, hatte aber trotz des 14:13-Zwischenstands große Probleme mit den Gästen.

Diese setzten sich auch im zweiten Durchgang fort. Souverän war der Auftritt des TSV weiterhin nicht, aber nach und nach stabilisierte sich zumindest die Abwehr. Erst als der gefährlichste Angreifer der Gäste verletzt raus musste, konnte sich Friedberg langsam absetzen.

Nach dem 25:23 übernahmen die Herzogstädter in der letzten Viertelstunde die Kontrolle. Endlich stand die Abwehr sicher, vorne kehrte die Präzision in den Abschlüssen zurück. Ottobeuren erhöhte jetzt das Risiko und spielte fast alle Angriffe mit einem zusätzlichen Akteur vorne, für den der Torwart vom Feld ging. Das machte es für die Hausherren allerdings sehr einfach, Ballgewinne ausnutzen. Mehrmals traf ein Friedberger jetzt aus der eigenen Hälfte ins leere Gehäuse. Dies verringerte zudem die Gefahr, dass ein weiterer Gewaltwurf zum Torfall von Friedberg führen konnte.

Schließlich gewann der TSV Friedberg das vorletzte Heimspiel der Saison, ohne jedoch zu glänzen. Da der Zweite aus Günzburg gepatzt hat, hat Friedberg nur noch einen Zähler Rückstand auf den VfL, nun auf Platz drei..

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