23.06.2014

Tore satt zum Abschied

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3 Bilder
Noch einmal in oft gesehener Jubelpose nach einem Treffer: André Pusch (Mitte) bei seinem Abschiedsspiel.
Bild: Kolbert

Auch bei seinem letzten Auftritt zeigt Kissings Torjäger André Pusch noch einmal, was ihn ausgezeichnet hat – und am Ende weiß keiner so genau, wie das Spiel endete

Resultate sind im Fußball das Wesentliche – schließlich möchte man ja wissen, wie ein sportlicher Vergleich ausgegangen ist. Dass es aber auch einmal anders gehen kann, das zeigte das Abschiedsspiel für Kissings Torjäger André Pusch. „11:11 oder 13:13 – so genau weiß ich es gar nicht mehr“, meinte Christopher Fischer am Tag danach mit einem Augenzwinkern. Und beim Duell zwischen den Teams „KSC & Friends“ und den „KSC-Allstars“ war das Ergebnis wirklich Nebensache.

Hier ging es einzig und allein darum, André Pusch einen würdigen Abschied vom Fußballer-Dasein zu ermöglichen. Beendet hatte der 34-Jährige seine Karriere offiziell ja schon im letzten Jahr – mit dem Aufstieg des KSC in die Bezirksliga. Von 1998 bis 2013 spielte Pusch in der ersten Mannschaft des KSC und die Kissinger Nummer zehn brachte es dabei auf stolze 338 Tore.

Und zum Karriere-Ende versprachen ihm seine langjährigen Weggefährten Christopher Fischer und Florian Bigiel ein Abschiedsspiel. „Und das haben wir jetzt eingelöst“, so Fischer. Er und Bigiel hatten sich einiges einfallen lassen, schließlich sollte Puschs letztes Spiel zu etwas Besonderem geraten. Und das gelang – die beiden Teams, die sich im Kissinger Stadion gegenüber standen, konnten sich sehen lassen. So kamen die ehemaligen Trainer Andreas Spöttl, Wolfgang Missenhardt oder Thomas Ladwig ebenso, wie Peter Berglmeir, der das Team „KSC & Friends“ betreute. Für dieAll-Stars übernahmen der ehemalige Abteilungsleiter Gerhard Fried und Ex-Coach Andreas Spöttl diese Aufgabe. Fried war es auch, der beim Einmarsch der Teams – die mit den Kissinger G-Jugendlichen an der Hand aufs Spielfeld gekommen waren – noch eine kurze Ansprache hielt und dabei André Pusch noch einmal würdigte. Auch Pusch selbst griff kurz zum Mikrofon und bedankte sich bei allen.

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Das Spiel selbst war mehr als unterhaltsam, was man anhand der mehr als 20 Tore, die schließlich erzielt wurden, auch unschwer ablesen konnte. Beide Teams wechselten munter durch, in den letzten Minuten standen dann nahezu alle auf dem Feld – Auswechselspieler eingeschlossen. Und der, um den sich das Ganze drehte, zeigte den Zuschauern noch einmal, was ihn in seinen Kissinger Jahren auszeichnete: Tore. „Er hat glaub ich vier oder fünf geschossen – natürlich auch per Freistoß und Elfmeter, das kann er halt perfekt“, so Fischer.

Für Pusch ging das Spiel dann in der 80. Minute zu Ende und zwar mit einer – nicht ganz ernst gemeinten – Roten Karte. „Das war praktisch das Symbol für das endgültige Karriereende“, erklärte Christopher Fischer. Durch ein Spalier aller Beteiligten ging André Pusch unter dem Applaus der Zuschauer vom Feld – zum letzten Mal. „Es war ein überragender Tag für mich – alle kamen, es gab keine sagen und ich muss mich bei Flo und Christopher bedanken, die haben das wirklich erstklassig organisiert“, meinte ein sichtlich bewegter André Pusch.

Die von ihm so Gelobten waren zudem überrascht, wie viele Zuschauer zu diesem Spiel gekommen waren – über 200 nämlich. „Damit hatten wir nicht gerechnet, wir mussten sogar noch Fleisch und Getränke nachordern“, meinte Fischer, der sich auch bei allen Helferinnen und Helfern bedankte. „Ohne die hätten wir das nie über die Bühne gebracht“, erklärte er.

Schließlich war nach dem sportlichen auch noch ein gesellschaftlicher Teil vorgesehen, mit Bier und Gegrilltem. Anschließend ging’s noch weiter, im Kissinger Sportheim wurde das 2:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana verfolgt. Und auch der Schlusspfiff im brasilianischen Fortaleza bedeutete keineswegs das Ende der „Pusch-Abschieds-Gala“ – die Kissinger Kicker feierten beim Fest der Kissinger Altortjugend noch bis in die Morgenstunden hinein.

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