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Volleyball
27.08.2019

TSV Friedberg löst die Trainerfrage intern

Vom Außenangreifer zum Trainer: Fabian Gumpp ist der neue Mann auf der Kommandobrücke der Friedberger Volleyballer. Er trainiert zusätzlich auch noch die Drittligadamen des SV Mauerstetten.
Foto: Peter Kleist

Fabian Gumpp tritt beim Drittligisten die Nachfolge von Christian Hurler an. Der „Neue“ ist auch noch bei einem anderen Team als Trainer aktiv. Hochkarätige Neuzugänge.

Vier Monate sind nunmehr seit Ende der Drittligasaison 2018/19 vergangen. Mit einem zufriedenstellenden fünften Platz und einem frühzeitigen Klassenerhalt konnten sich die Friedberger Volleyballer den Luxus erspielen, sich bereits zeitnah mit den Planungen für die kommenden Saison 2019/20 zu beschäftigen. Das war auch dringend notwendig, stand die erste Herren Mannschaft seit dem letzten Spieltag ohne Trainer da. Spielertrainer Christian Hurler legte nach vier Jahren in Folge sein Traineramt nieder, um sich selbst wiederum auf die Spielerposition und einige Dinge außerhalb des Sports zu fokussieren.

In der Zwischenzeit hatten sich die Verantwortlichen intensiv nach Traineralternativen umgesehen. „Wir wollten erneut auf einen jungen, zielstrebigen und vor allem regionalen Trainer setzen, mit dem Gedanken, den Trainerposten direkt langfristig zu besetzen. Jedoch blieben unsere Bemühungen selbst nach einigen Annoncen und Gesprächen erst einmal ohne Erfolg“, äußerte Friedbergs Teammanager Bernd Spleiß sichtlich enttäuscht. „Das hätte ich im vornherein nicht erwartet.“

Friedberg bereitet sich akribisch vor

Dass das Drittligateam des TSV Friedberg nun kurz vor Saisonbeginn doch nicht führungslos starten muss, ist nun vor allem Fabian Gumpp zu verdanken. Der 24 Jahre alte Friedberger Außenangreifer, der bereits seit 2013 zum harten Kern der ersten Mannschaft gehört, übernimmt nun das Taktikbrett und bereitet den Kader akribisch auf die anstehende Saison vor. Dabei kann er auch abseits des Spielfeldes auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, trainierte er vergangene Saison noch den FC Kleinaitingen und darüber hinaus das Drittliga-Team der Mauerstettener Damen.

Die gewünschten Eigenschaften jung, zielstrebig und regional, passen hierbei natürlich wie die Faust aufs Auge. Fabian Gumpp wäre hierbei auch direkt ein Wunschkandidat, versicherte der Verein, wäre sein Terminkalender nicht bereits mit zwei weiteren Mannschaften belegt. Frühzeitig hatte er sich entschlossen, sein Engagement beim SV Mauerstetten fortzuführen, während er zusätzlich das Nachwuchsteam des TB München betreut. Dass er nun zusätzlich auch noch den TSV Friedberg unterstützen wird, war vorerst nicht geplant. „Ich sehe mich hier vor allem als eine Art Notlösung, werde mich dieser Aufgabe aber mit größtmöglichem Einsatz widmen“, meinte Fabian Gumpp, trotz der durchaus schwierigen Situation, motiviert. Da er bei drei zu betreuenden Teams nicht immer an allen Spielpaarungen gleichzeitig sein kann, erhält er natürlich Unterstützung aus dem eigenen Verein. So werden die Spieltage ohne den neuen Trainer teamintern oder mit Hilfe von Bernd Spleiß betreut.

Die aktuelle Kadersituation des TSV Friedberg unterzieht sich hingegen nur geringfügiger Änderungen. Hier stehen Fabian Gumpp bereits 14 Spieler zur Verfügung. Neben Andreas Eichhorn muss nun noch zusätzlich der Abgang von Benjamin Sauerstein verschmerzt werden. Dieser wird sich nach erfolgreichen Jahren beim TSV 1862 nun intensiver seinem Studium widmen.

Zwei „Kracher“ verstärken das Team

Als Neuzugänge können dafür zwei richtige Kracher vermeldet werden. David Strobel spielte vergangene Saison noch für den Meister der 2. Bundesliga, die Heitec Volleys Eltmann, und verstärkt die Friedberger mit seiner Erfahrung und Durchschlagskraft. Dazu kommt Konstantin Luber, ehemaliger Kapitän des Ligakonkurrenten ASV Dachau, der aufgrund seines Studiums nach Augsburg zieht. Seine Dynamik und Übersicht werden den TSV auf der Diagonalposition unterstützen. Matthias Kaiser wird nach seinem Auslandsaufenthalt zurückkehren und den Kader erneut auf der Mitteposition komplettieren.

Dass der TSV ein wenig später als gewohnt in die Vorbereitung startet, sieht Gumpp währenddessen nicht als Beinbruch. Der Großteil der Spieler ist wie immer auch aktiv beim Beachen im Sand unterwegs. Nach einem mehrtägigen Trainingslager in den eigenen Hallen und zwei erfolgreichen Testspielen gegen das Zweitligateam der Alpenvolleys Unterhaching stehen ab September noch intensive Wochen und Vorbereitungsturniere auf dem Plan.

In der Liga hat sich auch einiges getan. Nachdem sich die Teams aus Leipzig und Delitzsch als Aufsteiger in die Bundesliga verabschiedet haben, rücken bereits bekannte Teams aus Zirndorf und Mühldorf nach.

Start gegen Aufsteiger Zirndorf

Aufgrund einiger Urlaubspausen und Verletzungen ist der Kader zwar nicht immer vollständig, dennoch blickt der neue Trainer dem ersten Spieltag am 14. September in eigener Halle gegen den Aufsteiger TSV Zirndorf sehr positiv entgegen: „Wir haben noch einige Baustellen zu bearbeiten, sind aber dieses Jahr noch ein wenig breiter aufgestellt als die Jahre zuvor. Ein Platz auf dem Treppchen ist auch dieses Jahr erneut unser Ziel, wobei die individuelle Entwicklung unseres Kaders im Vordergrund steht“, sagte Fabian Gumpp.

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