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Fußball Bundesliga

17.01.2020

Wer darf diesmal die Meisterschale hochhalten?

Siebenmal in Serie durften die Akteure des FC Bayern zuletzt die Meisterschale in die Höhe recken. Heuer ist der Titelkampf spannend wie lange nicht und die Trainer aus der Region können sich durchaus einen anderen Titelträger vorstellen.
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Siebenmal in Serie durften die Akteure des FC Bayern zuletzt die Meisterschale in die Höhe recken. Heuer ist der Titelkampf spannend wie lange nicht und die Trainer aus der Region können sich durchaus einen anderen Titelträger vorstellen.
Bild: Matthias Balk/dpa

Plus Trainer aus dem Landkreis können sich eine Ablösung des Serienmeisters Bayern durchaus vorstellen. Leipzig steht hoch im Kurs. Ein Coach hat eine besondere Verbindung zu diesem Verein.

Ab Freitag, 17. Januar, rollt wieder der Ball in der Fußball-Bundesliga, der höchsten deutschen Klasse. Und dann dreht sich wieder alles um die Fragen: Wer wird Meister und wer muss in den sauren Apfel des Abstiegs beißen? Wir wollten von einigen Fußball-Trainern aus dem Landkreis wissen, wen sie Mitte Mai die Schale hochrecken sehen, wer den Gang in die 2. Liga antreten muss – und wo denn der FC Augsburg landen wird.

Priorität gilt der Landesliga

„Damit habe ich mich ehrlich gesagt noch überhaupt nicht beschäftigt. Meine Priorität gilt der Landesliga in Bayern“, meinte Merings Trainer Ajet Abazi. Seiner Meinung nach sei eine Prognose, wer denn die Meisterschale in Empfang nehmen darf, sehr schwer. „Ich würde es gut finden, wenn es Leipzig oder Gladbach schaffen würden, wobei mit persönlich Gladbach als Meister lieber wäre. Für die Bayern ist es kein Beinbruch, wenn sie mal nicht Meister werden“, so der 43-Jährige.

Ajet Abazi
Bild: Peter Kleist

Dem FC Augsburg wünscht der Meringer Coach, dass er an die Leistungen vom Vorjahr anknüpfen kann. „Mit dem Abstieg werden sie sicher nichts zu tun haben und vielleicht reicht’s ja noch für Europa“, meinte Abazi. Auch die Frage nach den Absteigern sei heuer eminent schwer zu beantworten. „Ich glaube, es erwischt Paderborn, beim zweiten Direktabsteiger möchte ich mich nicht festlegen. Ich hoffe jedenfalls, dass Union Berlin drin bleibt“, äußerte sich der Meringer Trainer.

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"Bayern rappelt sich wieder auf!"

Auch Markus Specht, der Coach des TSV Friedberg, hat sich noch keine großen Gedanken über das Bundesligageschehen gemacht. „Mir ist wichtiger, was in der Bezirksliga passiert“, meinte er. Specht rechnet damit, dass es am Ende doch wieder die Bayern sein werden, die ihren dann achten Meistertitel in Folge bejubeln dürfen. „Die rappeln sich wieder auf, auch wenn sie momentan Verletzungssorgen haben. Ich denke, der Kader ist breit genug und sie haben unglaublich viel Routine“, erklärte der 46-Jährige. Specht glaubt, dass Herbstmeister Leipzig und Mönchengladbach ihr Niveau nicht halten können.

Markus Specht
Bild: Peter Kleist

„Ich denke, dass eher Dortmund noch ins Titelrennen eingreift“, so der Friedberger. Den FC Augsburg sieht er im gesicherten Mittelfeld, also weder mit Sorgen nach unten, noch mit Ambitionen in Richtung Europa. Und die Absteiger? „Paderborn wird’s wohl erwischen, Bremen kommt, denke ich, noch raus und vielleicht rutscht Düsseldorf noch runter“, meinte der TSV-Trainer.

Leipzig kann die Gunst der Stunde nutzen

Mit RB Leipzig als neuem deutschen Meister rechnet Wolfgang Marzini, der Trainer der Sportfreunde Friedberg. „Ich glaube, dass es Leipzig macht. Die haben sich da oben gut etabliert und wenn sie gut in die Rückrunde starten, dann ist alles möglich“, erklärte der Coach der Sportfreunde. Der Weg zum Titel aber führe aber natürlich nur über den FC Bayern, ist sich Marzini sicher. „Aber da die im Winter nicht aufrüsten wollen, denke ich, dass sie schon eher die neue Saison planen – und dann könnte Leipzig die Gunst der Stunde nutzen“, sagte der 31-Jährige. „Gladbach wird wohl nicht durchhalten und Dortmund ist viel zu unkonstant“, so Marzini.

Wolfgang Marzini
Bild: Peter Kleist

Dem FCA wünscht der Friedberger Trainer, dass er so in die Rückrunde startet, wie er die Vorrunde beendet hat. „Die werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben, aber wohl auch nichts mit den internationalen Plätzen“, meinte Marzini. Der Sportfreunde-Coach legt sich auch in Sachen Absteiger fest: „Ich glaub’, Paderborn erwischt es und wohl auch Düsseldorf. Bremen wird da unten rauskommen.“

"Wenn nicht Bayern, dann Leipzig!"

Daraus, dass er Bayern-Fan ist, hat Kissings Trainer Marco Henneberg nie ein Geheimnis gemacht. Doch selbst der 49-Jährige kann sich vorstellen, dass am Ende dieser Saison eine andere Mannschaft die Schale in die Luft recken kann. „Ich würde mir natürlich wünschen, dass es die Bayern machen, aber ich traue es auch den Leipzigern zu, dass sie ganz oben bleiben. Die spielen heuer richtig konstant“, so Henneberg. Der Kissinger Trainer hat auch eine besondere Beziehung zu den Sachsen, genauer zu deren Trainer Julian Nagelsmann. „Den habe ich als Jugendlichen beim FCA als Spieler unter mir gehabt und deshalb verfolge ich seinen Werdegang. Ich würde mir Leipzig als Meister wünschen, wenn es die Bayern nicht packen“, meinte Henneberg.

Marco Henneberg
Bild: Peter Kleist

Nagelsmann habe seiner Meinung nach Leipzig auf ein noch höheres Niveau geführt. Daran, dass noch Borussia Mönchengladbach oder die Borussia aus Dortmund ins Titelgeschehen eingreifen werden, glaubt er nicht. „Gladbach spielt eine tolle Saison, aber für ganz oben wird es nicht reichen. Und Dortmund ist einfach nicht konstant genug“, analysiert der Kissinger Trainer. Zum FC Augsburg äußert sich Henneberg kurz und knapp: „Die bleiben drin.“ Der FCA werde die Spiele gewinnen, die er gewinnen muss und werde zwischen Platz sieben und 13 über die Ziellinie gehen, erwartet der KSC-Coach. Auch bei den Absteigern legt sich Marco Henneberg fest: „Ich sage, es erwischt Paderborn und Köln, Bremen zittert bis zum Schluss und geht in die Relegation.“

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