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Futsal

05.01.2020

Wer darf nach Günzburg fahren?

Sie werden bei der Augsburger Kreismeisterschaft am Dreikönigstag schon in der Gruppe wieder aufeinandertreffen: Loris Horn (Nummer 2) und Maximilian Heiß vom FC Stätzling und Valentin Enderle von den Sportfreunden Friedberg.
Bild: Reinhold Rummel

Das Augsburger Kreisfinale steigt am Dreikönigstag. Stätzling liebäugelt mit dem Finale und die Sportfreunde wollen die „Großen“ ärgern. Eines sorgt für Unverständnis.

Wer vertritt den Kreis Augsburg bei der schwäbischen Futsal-Meisterschaft am 11. Januar in Günzburg? Diese Frage wird am Dreikönigstag, am Montag, 6. Januar, in der Halle des TSV Friedberg entschieden – Turnierbeginn ist um 13 Uhr. Acht Mannschaften nehmen das Rennen um die beiden Endrundentickets auf, die beiden Teams, die das Finale dieser Kreismeisterschaft bestreiten, haben die Teilnahme an der „Schwäbischen“ sicher.

Die schwäbischen Hallenmeisterschaften werden in dieser Saison ja erstmals nach einem neuen Modus ausgetragen. Die sieben schwäbischen Vorrundenturniere, bei denen sich der jeweilige Turniersieger für die Endrunde qualifiziert hatte, gehören der Vergangenheit an. Diesmal ermitteln die drei schwäbischen Kreise Augsburg, Donau und Allgäu ihre Kreismeister. Diese sowie die jeweiligen Vizemeister und die beiden Vorjahresfinalisten der schwäbischen Hallenmeisterschaft – der FC Gundelfingen und der TSV Meitingen – ermitteln dann am 11. Januar in der Finalrunde in Günzburg den neuen schwäbischen Titelträger.

Im Kreis Augsburg sind die top Vier des Landkreises Augsburg sowie die vier besten Teams der gemeinsamen Landkreismeisterschaft Aichach-Friedberg/Stadt Augsburg in der Endrunde dabei.

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Der neue Modus kommt nicht gut an

Ein Modus, der nicht überall auf Zustimmung stößt. „Der Modus ist schon etwas komisch und mit dem kann ich mich auch nicht so recht anfreunden. Es ist seltsam, dass du als Landkreismeister nicht mehr direkt zur Schwäbischen kommst, sondern letztlich genauso weit bist, wie der Vierte der Landkreismeisterschaft“, meinte beispielsweise Rainer Koch, der Hallen-Coach des FC Stätzling.

Eine Einschätzung, die auch Bobingens Trainer Marco di Santo teilt. „Ich muss zugeben, dass ich mit dem Modus noch nicht so richtig zurecht komme. Jetzt genießen wir erst mal den Landkreismeistertitel, dann wollen wir natürlich immer weiterkommen und natürlich gern bei der Schwäbischen spielen“, meinte er. Auch Burak Tok, Trainer von Türkgücü Königsbrunn, fremdelt mit dem neuen Verfahren. „Der Modus ist ein bisschen komisch für mich, das verstehe ich nicht. Also entweder man kommt als Erster weiter oder scheidet aus. Ich denke halt mal, dass es auch mit der Teilnahme der Vereine zu tun hat. Leider geht die zurück, weil immer wieder neue Dinge passieren“, so der Königsbrunner Coach.

Stätzling hat einiges vor

Rainer Koch freut sich mit seinem Team aber dennoch auf das Turnier in Friedberg. „Wir haben zuletzt recht gut gespielt und die Mannschaft hat es sicher drauf, die Endrunde zu erreichen“, meinte er. Dabei vertraut der Stätzlinger dem Team, das in Dasing den Landkreistitel geholt hatte – mit einer Ausnahme. „Franz Losert wird nicht mit dabei sein, er fehlt aus persönlichen Gründen“, erklärte Koch. Der Stätzlinger weiß, dass sein Team eine schwere Gruppe erwischt hat. „Beide Gruppen sind nicht einfach. Wir haben mit Türkgücü Königsbrunn einen starken Gegner und auch die Sportfreunde sind nicht zu unterschätzen – immerhin haben die uns in Dasing geschlagen“, mahnte er. Trotz allem haben sich die Stätzlinger durchaus hohe Ziele gesetzt. „Die Schwäbische würden wir schon gerne mitnehmen. In Friedberg ist aber jetzt einmal das Halbfinale das Ziel – und dann schauen wir weiter. Auf einen unveränderten Kader setzt Wolfgang Marzini, der Trainer der Sportfreunde Friedberg.

Friedberg ist krasser Außenseiter

Und mit diesem möchten die Friedberger gerne wieder den „Hecht im Karpfenteich“ spielen. „Wir waren in der Landkreisendrunde schon Außenseiter und jetzt sind wir ganz krasser Außenseiter“, meinte Marzini, der sich aber dennoch kämpferisch gibt. „Es wird schwer, aber die Jungs haben es bisher gut gemacht und sie sind schwer zu schlagen. Schauen wir mal, was rauskommt und vielleicht könne wir die Großen noch einmal ärgern“, sagte er. Man wolle sich in jedem Fall die Option aufs Halbfinale erhalten, meinte Wolfgang Marzini.

Das Grätschen gehört untersagt

Mit einer Neuerung in dieser Hallensaison können sich aber werder der Stätzlinger noch der Friedberger Trainer anfreunden: Mit der Aufhebung des Grätschverbots. „Das ist ein Blödsinn, dass man das wieder geändert hat. Damit tut man auch den Schiedsrichtern keinen Gefallen – und jeder pfeift’s ein bisschen anders. Das ist einfach ungut und damit haben auch die Spieler keine Sicherheit“, erboste sich Rainer Koch.

Wolfgang Marzini sieht es genauso. „Ich finde, das Grätschverbot hätte bleiben sollen, das war eine vernünftige Regel. Ich fand’s gut, dass die Unparteiischen in Dasing das Grätschen ziemlich unterbunden hatten – was ja in Fischach nicht der Fall gewesen sein soll. Ich hoffe, die Schiedsrichter pfeifen so, wie in Dasing“, so der Trainer der Friedberger Sportfreunde.

Auch die schwäbischen Offiziellen sind mit der Änderung, die vom Bayerischen Fußball-Verband im Oktober beschlossen worden war, nicht begeistert. „Wir waren selbst überrascht wegen den Regeländerungen“, erklärte Kreisspielleiter Reinhold Mießl. „Wir können nichts machen, wenn der Verband die Regeln ändert. Es wird auf jeden Fall in den entsprechenden Sitzungen zur Sprache kommen müssen. Man hat jahrelang gekämpft, dass es einfach weniger Verletzungen gibt und die Vereine haben sich daran gewöhnt. Die waren selbst überrascht, dass es jetzt Hals über Kopf einfach geändert wurde. Ich war auf vielen Turnieren und es hat sich in Grenzen gehalten. Aber es hat vielleicht einige gegeben, die wirklich übertrieben haben und sich dachten, jetzt ist es ja wieder erlaubt.“

(mit Oliver Reiser und Tobias Schertler)

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