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Handball-EM

08.01.2020

Wie weit kommt das deutsche Team bei der Handball-EM?

Die Zwischenrunde in der Wiener Stadthalle ist das Minimalziel der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft, die erstmals gleich in drei Ländern aus getragen wird.
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Die Zwischenrunde in der Wiener Stadthalle ist das Minimalziel der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft, die erstmals gleich in drei Ländern aus getragen wird.
Bild: Witters

Plus Was Trainerinnen und Funktionäre der Nationalmannschaft diesmal zutrauen. TSV-C-Jugend macht bei der Eröffnung Public Viewing.

Ein Turnier – drei Länder. So lässt sich die Handball-Europameisterschaft 2020 beschreiben. In Norwegen, Schweden und Österreich kämpfen Europas beste Teams ab dem 9. Januar um den EM-Titel. Auch Deutschland ist natürlich wieder dabei und wir fragten bei den Handball-Trainerinnen und Funktionären, was sie der deutschen Mannschaft diesmal zutrauen.

"Das Team wird es schwer haben!"
Christina Seidel

Ziemlich bedeckt hält sich dabei Christina Seidel, die Trainerin des Bayernligisten TSV Friedberg. „Ich komme erst nächste Woche dazu, mich mit der EM intensiver zu beschäftigen, denn am Wochenende bin ich mit der Bayernauswahl beim Deutschland-Cup im Einsatz“, so die Friedberger Trainerin. Seidel meinte nur, dass es die deutsche Mannschaft schwer haben werde. „Es sind doch einige wichtige Spieler verletzt“, so die Trainerin. Das Topspiel der Gruppenphase gegen Spanien am Samstag könne man sowieso nicht verfolgen, denn zur gleichen Zeit sind die Friedberger Handballer in der Bayernliga gefordert.

Anita Steiner setzt auf die jungen Spieler

Anita Steiner, Trainerin der Kissinger Handballdamen, traut dem Team von Bundestrainer Christian Prokop schon einiges zu. „Wenn wir was wuppen, dann werden es wohl die jungen Spieler sein, die was bewegen. Die haben im Test gegen Island einiges an Frische reingebracht“, so die Kissingerin. Anita Steiner hat gerade die Akteure Marian Michalczik, David Schmidt, Patrick Zieker oder Philipp Weber im Auge. Doch denen müsste der Bundestrainer Vertrauen und Freiheiten schenken. „Das kann funktionieren und ich hoffe, dass Prokop mit denen nicht zu viel auf Taktik macht“, meinte Steiner.

Wie weit kommt das deutsche Team bei der Handball-EM?
Anita Steiner

Das Erreichen der Hauptrunde sollte kein Problem darstellen, wenn alles gut läuft, sei vielleicht das Halbfinale drin. Zum Favoritenkreis zählt sie Dänemark, Norwegen und Frankreich, Deutschlands Gruppengegner und Titelverteidiger Spanien eher nicht. „Die haben eine ziemlich alte Mannschaft und spielen immer noch den eher unansehnlichen Gewalthandball – da sind andere Teams schon weiter“, erklärte die Kissingerin. Anita Steiner führt auch die vielen Spiele und die weiten Reisen als Beleg dafür ins Feld, dass es die älteren Teams schwerer haben dürften.

Die Kissingerin fährt nach Wien

Sie selbst wird mit ihrem Mann Christian diesmal das Geschehen auch live vor Ort verfolgen. „Wir sind ab nächster Woche in Wien und haben Karten für zwölf Spiele in der Hauptrunde. Wir geben’s uns mal so richtig“, meinte sie mit einem Lachen. Zudem sei „Wien ja nicht so weit weg und außerdem ist es auch eine schöne Stadt“, so die Kissingerin. Nach Malmö wären sie jedenfalls nicht gefahren, erklärte Anita Steiner abschließend.

Friedbergs Abteilungsleiter hat ein Wunschfinale

Zum erweiterten Favoritenkreis zählt Friedbergs Handball-Abteilungsleiter Dirk Kreutzburg die deutsche Mannschaft. „Wir sind nicht der absolute Favorit – das ist für mich Dänemark – aber ich habe die Hoffnung, dass wir unter die letzten Vier kommen“, so der Friedberger Handballchef, der als Titelkandidaten auch noch Frankreich und Norwegen auf dem Zettel hat. Spanien sei der dickste Brocken für Deutschland in der Gruppenphase, gegen die Niederlande und Lettland seien Pflichtsiege gefordert, meinte Kreutzburg weiter. Der Friedberger Abteilungsleiter hätte auch ein „Wunschendspiel“ – Dänemark gegen Deutschland. „Dann wären wir nämlich direkt für Olympia in Tokio qualifiziert“, begründete Kreutzburg diesen Wunsch.

Das Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft am Donnerstag gegen die Niederlande wird bei der TSV-Handballabteilung ein kleines Event. „Unsere Bayernliga-C-Jugend wird sich das Spiel gemeinsam anschauen – bei Pizza und Spezi“, erzählte Kreutzburg. Ob weitere gemeinsame Fernsehabende folgen, das mache man vom Verlauf des Turniers abhängig, hieß es.

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