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Turnen

12.07.2019

Zwei Meringer Teams auf dem Treppchen

Carla Zucchon vom TSC Mering am Schwebebalken. Zwei Teams landeten bei den Mannschaftsmeisterschaften in der Eduard-Ettensberger-Halle auf dem Treppchen.
Bild: Andreas Martin

Der TSC ist bei den Mannschaftsmeisterschaften in der Eduard-Ettensberger-Halle erfolgreich. Für ein Team springt sogar der erste Platz heraus.

Jährliches Highlight des Turngaus Augsburg sind die Mannschaftsmeisterschaften. Hier werden sowohl die besten Teams des Turngaus gekürt als auch die Qualifikation zum Regionalentscheid des Bayernpokals ausgetragen. Die erst- und zweitplatzierten Mannschaften der jeweiligen Altersklassen dürfen ihr Können im Turnbezirk Schwaben unter Beweis stellen und haben hier wiederum die Chance, sich für den Landesentscheid des Bayernpokals zu qualifizieren.

Trainerin Margit Mächtle mit ihrem Helferteam um Maike Tolks schickte bei den Zwölf- und Dreizehnjährigen zwei Teams des TSC Mering ins Rennen. Letztes Jahr hatten diese die Quali knapp verpasst, deshalb lautete heuer die Devise: „Das passiert uns nicht noch einmal, dieses Jahr wollen wir zum Regionalentscheid.“

Die Rechnung ging auf. Rebekka Arnold, Ellen Bachmann, Paula Burg, Emelie Paul und Patrizia Tränkl aus Team eins erturnten sich bei den Zwölf- bis 13-Jährigen nach einem Spitzenwettkampf an den Turngeräten Sprung, Schwebebalken, Stufenbarren und Boden mit 234,40 Punkten den ersten Platz und damit goldene Pokale und die Qualifikation zum Regionalentscheid. Bei Team zwei – Alexandra Himmelstoß, Annika Wiedemann, Franziska Vogl, Magdalena Ripsam – lief es nicht rund. Die Mädels mussten ohne Streichwertung auskommen, da sie nur zu viert antraten. Zudem waren sie zum Teil deutlich jünger als die Konkurrenz. Sie mussten sich mit dem zehnten und damit letzten Platz begnügen.

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Die sieben bis neunjährigen Turnerinnen von Ingrid Martin, Sonja Wolf und Iris Rose wurden in drei Mannschaften aufgeteilt und konnten damit in unterschiedlichen Altersklassen antreten. Die Neunjährigen – Magdalena Finkenzeller, Helena Kandler, Emily Lenhard, Luisa Lang – hatten es schwer. Geschwächt durch Kimorah Hendersons Ausfall und mit deutlichem Trainingsrückstand zur Konkurrenz, erreichten sie trotz starkem Auftritt lediglich Platz acht. „Wir trainieren erst seit 1,5 Jahren mit den Mädels, wir sind spät dran“, dem Trainerteam ist klar, dass es noch etwas Zeit braucht, um diesen Trainingsrückstand einzuholen, „das sieht nächstes Jahr schon ganz anders aus“. Das Team der Achtjährigen – Melina Fischer, Paula Nusko, Anne Bachmann, Sonja Ranz, Jule Feuerstack – erlaubte sich einige Fehler und landete auf Platz vier. Die Mädels zeigten, dass sie in Bestform ganz vorne mitturnen können. Jule Feuerstack war krankheitsgeschwächt nur zum Anfeuern gekommen. Doch dann sprang sie kurzerhand am Reck ein und lieh sich dazu einen Turnanzug aus.

Die jüngsten TSClerinnen – Marina Schiele, Carla Zucchon, Lisa Dosch – starteten bei den Siebenjährigen nur zu dritt, was hieß, auch dieses Team hatte keine Streichwertung. Ein Riesennachteil, alle Wertungen gehen in das Gesamtergebnis, während bei größeren Mannschaften die niedrigsten Wertungen gestrichen werden. Trotzdem erturnte sich das Miniteam den dritten Platz. Ganz neu mit in der Mannschaft und erst seit sechs Wochen in der Wettkampfgruppe war Lisa Dosch, die in Höchstgeschwindigkeit Pflichtübungen erlernte und wertvolle Punkte lieferte.

Es war ein langer, durchwachsener Wettkampftag. 280 Kinder gingen in der Eduard-Ettensberger-Turnhalle an die Geräte. Entsprechend eng getaktet war der Zeitplan. Die Turnerinnen wurden durch den Wettkampf getrieben und auch mal harsch von den Kampfrichtern begrüßt: „Jedes Team hat genau zwei Minuten Einturnzeit, wenn eine dann nicht dran war, ist uns das egal.“ Gehetzte Stimmung in der Halle. Wer turnt an welchem Gerät ein? Sind die zwei Minuten schon um? Trainer stritten weil sie nicht verstanden, wann ihre Mädels dran waren. „Ich konnte nicht einmal die Siegerehrung meiner Mädels genießen und ihnen zum ersten Platz gratulieren“, Margit Mächtle ärgerte sich, sie musste nach dem Wettkampf sofort zur Kampfrichterbesprechung.

Manch eine der Turnerinnen musste bei der Siegerehrung schlucken, wünschte sich doch jede einzelne sehnlichst einen Pokal. Doch letztendlich zählte, dass es zwei Meringer Teams aufs Treppchen schafften, darauf können alle TSC-Turnerinnen gleichermaßen stolz sein, das ist ihr gemeinsamer Erfolg. „Als Einzelkämpferin ist Turnen echt hart. Nur im Team turnt man füreinander und nicht gegeneinander, deshalb sind Mannschaftswettkämpfe auch so wichtig und auch so schön“, betonte Ingrid Martin.

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