Transformer steht in Mering: Autoteile werden zum riesigen Roboterkunstwerk
Mering
Rainer Lehner verwirklicht sich mit seinem gigantischen Transformer einen Kindheitstraum
Über drei Meter hoch ist die Skulptur, die in Mering für Aufsehen sorgt. Bevor sie dort aufgestellt werden konnte, war eine lange Reise aus Thailand nötig.
Rainer Lehner hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt: Vor seinem Autoservice Mering steht nun ein Transformer, der aus Autoteilen zusammengefügt wurde.Foto: Bernhard Weizenegger
Am Gaußring in Mering bleiben die Passanten stehen. Ein Kind ist mit seiner Mutter an der Hand und staunt. Über drei Meter hoch ragt der Transformer vor der Autowerkstatt in den Himmel. „Ich hab mir damit einen Kindheitstraum erfüllt“, sagt Rainer Lehner. Der 36-jährige Unternehmer wollte schon immer eine solche große Figur haben und seit einigen Tagen steht sie jetzt vor seinem Betrieb.
Über drei Meter ist der Transformer hoch, der am Gaußring in Mering steht.Foto: Bernhard Weizenegger
Gemeinsam mit dem Papa vom Transformer geträumt
Aber was ist ein Transformer? Rainer Lehner kennt sich aus: „Transformer waren Spielzeugfiguren, tauchen aber auch im Kinofilm auf.“ Es sind wuchtige Autos, die sich in Roboter verwandeln können. Die Maschinenwesen vom Planeten Cybertron handeln eigenständig und wechseln ihre Körper in andere Formen. „Das macht mein Transformer aber nicht“, sagt Rainer Lehner und lacht. Schon als kleiner Bub, im Alter von sechs Jahren, hatte er zusammen mit seinem Papa davon geträumt, solch einen Transformer einmal selbst zu bauen.
Noch ist der Transformer in Einzelteile und am Haken des Lkw, doch mittlerweile sorgt die Figur im Gewerbegebiet am Gaußring für Aufsehen.Foto: Rainer Lehner
Als Kfz-Mechaniker ist er diesem Traum ziemlich nahegekommen und repariert jetzt Autos. „Doch den Transformer, der jetzt auf meinem Firmengelände steht, hat Freddy Dodenhoeft in Thailand zusammengeschraubt.“ Dodenhoeft ist in den sozialen Medien bekannt für seine ungewöhnlichen Maschinenwesen. „Über ein halbes Jahr standen wir in Kontakt, bis unser Transformer endlich in Mering ankam“, erzählt Lehner. Der Künstler entwickelte die Figur ganz nach Lehners Ideen. Sieben Wochen lang bauten Dodenhoeft mit zwei Helfern an dem Kunstwerk. In Einzelteilen wurde es von Bangkok nach Hamburg verschifft. Von dort ging es mit dem Lkw nach Mering. Mit einem Kran wurden die Teile aufeinander gestellt. „Das war so aufregend“, sagt Lehner.
Bis zum Aufbau hatte Rainer Lehner seine Pläne geheim gehalten. „Nur meine Familie wusste davon“, sagt Lehner. Nicht mal engen Freunden oder den Mitarbeitern seiner Firma hatte er davon erzählt. „Die haben natürlich alle gestaunt, als das Riesending bei uns installiert wurde.“ Das Unikat ist schon von Weitem im Gewerbegebiet am Gaußring zu sehen. „Ich finde das einfach toll, wenn die Leute davor stehenbleiben und sich über den Transformer freuen“, sagt Lehner.
Ein Lkw brachte die Einzelteile des Transformers von Hamburg nach Mering. Der Transformer steht jetzt am Gaußring in Mering vor Lehners Autowerkstatt.Foto: Rainer Lehner
Um auch rechtlich alles richtigzumachen, hatte er am Landratsamt Aichach-Friedberg eine Genehmigung eingeholt. „Die haben dort nicht schlecht gestaunt, als ich sagte, was ich vorhabe“, meint der Unternehmer. Doch auch an der Baubehörde sei man von seiner Idee begeistert gewesen. „Solch ein Transformer findet einfach seine Fans.“
Noch hat der Transformer keinen Namen
Zusammengebaut ist die Figur aus echten Autoteilen, die später noch farblich passend lackiert wurden. „Da sind Getriebe, Antriebswellen, Steuerketten, Felgen und Kurbelwellen verbaut“, erklärt der 36-Jährige und zeigt genau, wo die einzelnen Teile in der Kreatur zu finden sind. Und weil Künstler Freddy Dodenhoeft zufällig auf Geschäftsreise in Deutschland war, ließ er es sich nicht nehmen und war beim Aufbau sogar dabei. „Das war eine tolle Aktion.“ Für seinen Kindheitstraum hat er einen niedrigen fünfstelligen Betrag investiert. „Das war es mir einfach wert“, sagt der Firmeninhaber.
Künstler Freddy Dodenhoeft war beim Aufbau des Transformers in Mering mit dabei.Foto: Rainer Lehner
Noch hat der Transformer keinen Namen. „Wir sollten ihm aber endlich einen geben“, sagt Lehner und meint: „Wer gerne einen Namen vorschlagen will, kann bei uns in der Werkstatt vom Autoservice Mering vorbeikommen oder uns eine E-Mail schreiben.“ Und noch etwas soll in den nächsten Tagen beim Transformer noch dazu kommen. „Mein Vater wird die Beleuchtung für die Augen anschließen, dann ist er perfekt.“
Info: Wer einen Namensvorschlag hat, kann diesen an die E-Mail-Adresse info@autoservice-mering.de senden.
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