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Windräder Ottmaring: Militärschutz gefährdet Pläne für Anlagen in Friedberg

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Bürgerinitiative Erlauholz kritisiert Windrad-Pläne bei Ottmaring

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    Im Wald zwischen Bachern und Ottmaring stehen die einzigen Windräder im Friedberger Stadtgebiet.
    Im Wald zwischen Bachern und Ottmaring stehen die einzigen Windräder im Friedberger Stadtgebiet. Foto: Ute Krogull

    Die Bürgerinitiative „Rückenwind fürs Erlauholz“ ist gegen den Bau weiterer Windräder nahe Ottmaring. Bestätigt sieht sie sich durch einen Besuch der Versammlung der Deutschen Schutzgemeinschaft Schall für Mensch und Tier.

    Die BI kritisiert, dass die Stadt Friedberg untersuchen lässt, ob nahe Ottmaring der Bau mehrerer Windräder möglich ist. Mering und Kissing hätten dahingegen keine weiteren Vorrangflächen für Windkraft ausgewiesen. Der Regionale Planungsverband sieht diese auch im Stadtgebiet Friedberg nicht vor.

    In der Tat ist das Projekt fast vom Tisch. Der Schutzbereich des Militärflughafens auf dem Lechfeld wird sich auf die Höhe der Anlagen auswirken, sodass unwahrscheinlich ist, dass diese wirtschaftlich sind. Die Stadt lässt dies gerade prüfen.

    Die BI weist darauf hin, dass der Bund Naturschutz vorgeschlagen habe, auf weitere Konzentrationsflächen aufgrund der Vorbelastung mit den drei Windrädern zwischen Ottmaring und Bachern, Hochspannungsfreileitungen, aber auch Artenschutz und Naherholungsgebiete zu verzichten. Die Stadt sei dem nicht gefolgt.

    Vortrag „Schallbetroffen – was tun?“

    Nach Angaben der Bürgerinitiative gibt es auch in Bachern Menschen, deren Gesundheit und Lebensqualität durch Infraschall beeinträchtigt sind. Im Mittelpunkt der Veranstaltung der Schutzgemeinschaft Schall standen Vorträge rund um die möglichen Auswirkungen von Schall und Infraschall, heißt es in einer Mitteilung der BI. Besprochen wurden Themen wie „Schallbetroffen – mein Partner leidet unter Infraschall – was tun?“, der Umgang mit Behörden und Politik sowie Hilfe für Betroffene. Ergänzt wurden die Vorträge durch Erfahrungsberichte von Menschen, die von Schlafstörungen, Ohrgeräuschen, Schwindel, innerer Unruhe und anhaltender Erschöpfung berichteten, die sie auf Infraschall zurückführen.

    Die Berliner Ärztin Dr. Ursula Bellut-Staeck hielt einen Vortrag zum Thema „Wirkweise des Infraschalls als Zellstress“. Sie beschäftigt sich mit möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall und arbeitet mit kanadischen und schwedischen Wissenschaftlern zusammen, die die Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Menschen belegen, so die BI.

    In der Mitteilung schreibt Vorsitzender Georg Rawein: „Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Thematik weiter wissenschaftlich diskutiert wird und unterschiedliche Einschätzungen bestehen. Während offizielle Stellen bei Einhaltung geltender Grenzwerte keine gesundheitlichen Auswirkungen erwarten, berichten Betroffene teilweise von erheblichen Einschränkungen.“ (AZ)

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