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Gemüse, Obst und Rosen: Der Garten von Familie Sykora

Wie aus einem einstigen Nutzgarten ein Paradies für Rosen wurde
Im Garten der Familie Sykora blühen neben Obstbäumen auch viele verschiedene Rosenarten. Wir haben Tipps und Pflegehinweise für Sie.
Foto: Nikolas Hagele

Im Garten der Sykoras gibt es neben Nutzpflanzen wie Obstbäumen und Gemüse auch viele Rosen zu bewundern. Wir haben Tipps zum Rosen-Schneiden und Pflegehinweise zur Ghislaine de Féligonde.

Wer eine siebenköpfige Familie mit Gemüse aus dem eigenen Garten versorgen kann, muss ein besonderes Gespür für Pflanzen haben. Das kann man vom Ehepaar Sykora mit Fug und Recht behaupten. Karl Sykora hatte schon mit seiner Arbeit bei der Stadtforstverwaltung viel in und mit der Natur zu tun. Seine Frau Irmgard bestellte den großzügigen Gemüsegarten. 1989 bauten die Sykoras im Augsburger Stadtteil Inningen ihr Haus. Mit der Fertigstellung begann die Gartengestaltung, die damals mehr auf den Aspekt des Nutzgartens ausgelegt war. Jetzt, 27 Jahre später, sind die fünf Kinder aus dem Haus und aus dem 500 Quadratmeter großen Garten ist ein echtes Rosenparadies geworden. Natürlich wollen die Sykoras nicht ganz auf gesunde Kost aus eigenem Anbau verzichten. Irmgard Sykora zieht regelmäßig fünf bis sechs verschiedene Tomatensorten. Ein voller Erfolg waren letztes Jahr die Balkontomaten. Aus den Südtiroler Samen entwickelten sich gesunde Pflanzen, die sich zwischen den Blumen auf dem Balkon außerordentlich wohlfühlten. „Die Früchte hingen wie Trauben zwischen den andern Gewächsen“, schwärmt die Gärtnerin. Neben dem Gemüse können die Sykoras jährlich jede Menge Obst ernten. Verschiedene Apfelbäume bringen so viel Ertrag, dass es für etliche Liter Apfelsaft, Most und Apfelessig reicht. Dazu kommen Kirschbäume, ein Birnenspalierbaum und ein Pfirsichbaum. Neuestes Experiment ist eine Babykiwi.

Das richtige Düngen im eigenen Garten: Nach 27 Jahren wird der Boden müde

„Man merkt allerdings deutlich, dass der Boden nach 27 Jahren müde wird. Es wächst nicht mehr so viel, wie in unserer Anfangszeit hier“, erzählt Irmgard Sykora. Dennoch kommt den Naturliebhabern keine Chemie in den Garten. Gedüngt wird auf natürliche Weise mit dem eigenen Kompost und bei den Rosen einmal jährlich mit Hornspäne. Spritzmittel gegen Mehltau, Rosenrost und Blattläuse seien keine Option. Sie vertrauen auf die Kraft der Natur, die das gesunde Gefüge im Garten aufrechterhält. Nur die Schnecken haben es nicht leicht. Mit Asche und Holzspäne versucht Irmgard Sykora ihre jungen Salatpflänzchen vor den gefräßigen Kriechern zu schützen. Wenn das nicht mehr hilft, siedelt Karl Sykora schon mal hunderte Schnecken auf ein nahegelegenes Feld um. Aber nun zu den eigentlichen Stars des Gartens: Rund 85 Rosen füllen den Garten im Juni mit betörendem Duft und prächtigen Farben. Sie sind die große Leidenschaft von Irmgard Sykora. Bei einem Rundgang begegnet man vornehmen Gewächsen mit noch vornehmeren Namen.

Foto: © Nikolas Hagele

Neben Nutzpflanzen auch ein Rosengarten: Bobby James und Francois Juraville

Seitlich am Haus buhlen die weißlichgelbe Blüten der Stammrose Ghislaine de Feligonde und die kleineren, üppigen Varianten der Bobby James um die Aufmerksamkeit des Betrachters. Letztere ist mittlerweile in acht Meter Höhe geklettert und hat dabei einen ganzen Baum für sich eingenommen. Besonders die gelungenen Farbkombinationen sind außergewöhnlich. Die Rosenliebhaberin kombiniert die Königin der Blumen gerne mit anderen Gewächsen, sodass ein harmonisches Farbenspiel entsteht. Zum Beispiel wird die zart rosa blühende Kletterrose Francois Juraville von der kräftig blühenden Clematis Perle de Azur begleitet. Am Fuß der beiden Kletterpflanzen leuchtet die Alte Rose Louise Odier rosarot. Leider überstehen nicht alle Schönheiten den Winter. Doch die Devise der Sykoras lautet: „Akzeptieren, dass der Garten jedes Jahr anders ist.“ Im Frühling bekommen die Lieblinge den Formschnitt und eine Portion Dünger. Im Herbst werden sie dann erneut zurück genommen. „Ansonsten ist es wichtig, die verblühten Teile der Rose wegzuschneiden“, erklärt Irmgard Sykora. Das sieht schöner aus und die Rose kann an dieser Stelle neu austreiben.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem das Ehepaar nicht im Garten ist. „Manchmal geht meine Frau raus, um schnell einige Kräuter zu holen und ist dann Stunden weg“, erzählt Karl Sykora schmunzelnd. Verständlich, dass man zwischen so viel Schönheit schon mal das Zeitgefühl verliert. Ein perfekter Ort, um das Spektakel auf sich wirken zu lassen ist ein steinerner Sitzbereich. Aus verwitterten Platten und alten Ziegeln schuf Karl Sykora dieses verwunschene Plätzchen. Durch filigran gearbeitete und kunstvoll geschwungene Gitter aus Schmiedeeisen und den entsprechenden Stühlen mit Tischchen wirkt das Arrangement wie aus einer anderen Zeit. Mehrere solcher eisernen Kunstwerke ziehen sich, ähnlich wie die Rosen, durch den ganzen Garten und gerade die Kombination aus reiner Rosenblüte und rostigem Eisen hat seinen besonderen Reiz. Für diese Sammelleidenschaft durchstöbern die Sykoras Flohmärkte und das Sortiment von Antiquitäten-händlern. Nun kann man sich denken, dass dieses Idyll Aufmerksamkeit erregt. Einmal hatten die Mitglieder des Vereins Rosenfreunde eine ganze Busladung Gartenfreunde zu Gast. „Das machen wir nicht mehr“, sagt Irmgard Sykora. Sie teilen sich das Gartenglück lieber mit etlichen Vögeln, Insekten und anderen Bewohnern der vielen Schlupfwinkel und Verstecke. Die wissen nämlich den natürlichen Ansatz der Sykoras am meisten zu schätzen.

Tipps zur Rosenpflege und zur Ghislaine de Féligonde

Rosen zurück zu schneiden ist für Gartenlaien ein Graus. Zu groß ist die Angst, die blühende Schönheit regelrecht zu verstümmeln und möglicherweise im Sommer auf die duftende Pracht verzichten zu müssen – im schlimmsten Fall für immer. Dabei ist der richtige Rückschnitt gar nicht so schwer wie man denkt. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass es für die verschiedenen Klassen und Wuchsformen der Rose unterschiedliche Regeln zu beachten gilt. Allgemein gilt: Abgestorbene, erfrorene oder beschädigte Triebe müssen entfernt werden bis ins gesunde Holz. Starke Triebe sollten bei allen Rosenarten weniger, schwache Triebe hingegen stärker geschnitten werden, um der Pflanze Kraft zur Knospenbildung zu geben. Die stärkste Blütenbildung findet übrigens je nach Rosenklasse am ein- oder zweijährigen Holz statt. Dementsprechend sollte der Rückschnitt derart erfolgen, dass die Pflanze möglichst viele Verzweigungen zweiter und dritter Ordnung hervorbringt. Hilfe zum Rückschnitt finden Sie bei den Experten im Fachhandel.

Steckbrief:

  • Name: Ghislaine de Féligonde
  • Botanischer Name: Rosa Ghislaine de Féligonde
  • Gruppe: Multiflora-Rambler-Rose
  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Gattung: Rosen (Rosa)
  • Lebensraum: Züchtung durch Franzosen Turbat mit Erstausstellung in Bagatelle 1916, inzwischen weltweit kultiviert
  • Lebenserwartung: mehrjährig
  • Blütezeit: Juni, nachblühend
  • Blütenfarbe: lachsrosa bis zartgelb
  • Wuchshöhe: bis zu 250 Zentimeter
  • Boden: nährstoffarmer, trockener und durchlässiger Boden

Pflegehinweise:

  • sehr robuste, frostharte und relativ pflegeleichte Pflanze
  • vollsonniger, luftiger Standort mit Abstand zu anderen Pflanzen
  • erste Düngung bei Austriebsbeginn vorzugsweise mit Kompost und Hornspäne
  • letzte Düngung Ende Juli, da die neuen Triebe sonst verholzen
  • Pflegeschnitt im Frühjahr, bei dem beschädigte Triebe entfernt werden
  • im Winter mit einer dicken Erdschicht oder verrottetem Kompost abdecken
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