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Hitzewelle

30.07.2018

Achtung Hitze: Wie Autofahrer trotzdem gut ans Ziel kommen

Auffahrunfall A3
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Wer bei sommerlicher Hitze im Stau steht, muss ziemlich viel aushalten. Wichtig ist bei längeren Fahrten, immer ausreichend zu trinken und Pause zu machen.
Bild: Bernd Georg, dpa

Bei Hitze steigt das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu sein. Das liegt laut einer ADAC-Studie an Konzentrationsproblemen. Was Autofahrer dagegen tun können.

Vollbesetzte Raststätten, Stop-and-Go auf den Straßen und extreme Hitze: Längere Autofahrten dieser Tage sind nicht nur unangenehm - sie können auch gefährlich werden. Denn das Unfallrisiko für Autofahrer steigt mit den Temperaturen.

ADAC-Untersuchung: Bei Hitze nehmen Konzentrationsprobleme zu

Katharina Luca, Verkehrsexpertin des Automobilclubs, sagt: "Viele Unfälle sind mangelndem Konzentrationsvermögen geschuldet." Sie verweist auf eine Statistik aus dem Jahr 2013, für die sämtliche Unfälle seit dem Jahr 2005 untersucht wurden. Das Ergebnis: „Jeder siebte Verkehrsunfall mit Verletzten ereignet sich an einem Tag, an dem mindestens 25 Grad gemessen wurden."

Hauptursache für die gestiegenen Unfallzahlen an warmen Tagen sind laut der Untersuchung hitzebedingte Konzentrationsprobleme, die zu Fahrfehlern führen. "Dazu gehören Vorfahrtsmissachtungen, Auffahrunfälle und Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr", erklärt Luca.

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Diese konzentrationsbedingten Fahrfehler seien an Tagen mit 25 Grad oder mehr die Ursache bei etwa zwei Dritteln der Unfälle gewesen. An Tagen mit Temperaturen von 15 Grad oder weniger war laut der Untersuchung nur knapp jeder zweite Unfall auf Konzentrationsprobleme zurückzuführen.

Viel Trinken und Pause machen: Das können Autofahrer bei Sommerhitze tun

Doch was können Autofahrer tun, um auch bei Hitze mental und körperlich fit zu bleiben und Unfälle zu vermeiden? Verkehrsexpertin Luca empfiehlt, gerade bei längeren Fahrten die Mittagshitze zu meiden. "Wer in den Urlaub fährt, sollte an besonders heißen Tagen lieber in den frühen Morgenstunden oder am Abend aufbrechen.

Trotz des schlechten Images: Wer eine Klimaanlage im Auto hat, sollte diese unbedingt nutzen, rät die ADAC-Sprecherin. "Natürlich muss man aufpassen, dass die Lüftung nicht zu kühl eingestellt ist, um Erkältungen vorzubeugen." Die empfohlene Richttemperatur liegt dabei laut ADAC maximal sechs Grad unter der Außentemperatur. Autofahrer stellen aber am besten stets die Temperatur ein, bei der sie sich wohlfühlen.

Um körperliche Beeinträchtigungen wie Schwindel oder Kopfschmerz vorzubeugen, sei es zudem wichtig, ausreichend zu trinken und lieber eine Pause mehr einzuplanen. "Nur kurz anhalten, um etwas zu essen und weiter zu fahren, genügt bei nicht - gerade mit Kindern", sagt Luca. Besser wäre es, sich ein bis zwei Stunden lang die Füße zu vertreten und abseits der Autobahn bewusst Ablenkung zu verschaffen. Mehr als 500 Kilometer am Tag im Auto zurückzulegen sei bei der Sommerhitze dieser Tage ohnehin nicht ratsam.

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