Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Russisches Parlament ratifiziert Annexion ukrainischer Gebiete
  1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Arbeit: Das macht ein angenehmes Arbeitsumfeld aus

Arbeit
25.06.2018

Das macht ein angenehmes Arbeitsumfeld aus

Ob unter Kollegen ein Teamgefühl entsteht, hängt von vielen Faktoren ab.
4 Bilder
Ob unter Kollegen ein Teamgefühl entsteht, hängt von vielen Faktoren ab.
Foto: Andriy Popov/Panther Media, dpa

Die Unternehmenskultur trägt wesentlich zur Zufriedenheit von Mitarbeitern bei. Sie ist nicht nur Aufgabe der Geschäftsführung – jeder kann sie mitgestalten.

Sie fängt beim Kantinenessen an und hört bei den Möglichkeiten der individuellen Weiterbildung noch lange nicht auf: Die Kultur eines Unternehmens entscheidet darüber, wie wohl sich Mitarbeiter bei ihrem Arbeitgeber fühlen – und wie lange sie bei ihm bleiben möchten. 

Das Thema gewinnt zunehmend an Relevanz: "Zurzeit ist die Bewerberlage in vielen Bereichen knapp – Unternehmen müssen sich sehr anstrengen, um gute Leute zu finden", sagt Jürgen Bock, Berater für Unternehmenskulturentwicklung und digitalen Wandel aus Hamburg. "Außerdem ist der Arbeitsmarkt sehr transparent, über Social Media kann sich jeder ein Bild von der Kultur eines Unternehmens machen."

Arbeitnehmer fordern heute ein angenehmes Arbeitsumfeld ein

Zudem sind die Ansprüche der Arbeitnehmer laut Bock gestiegen: Habe man sich früher kaum getraut, nach Freiheiten für die persönliche Lebensgestaltung zu fragen, fordern Mitarbeiter heute ganz selbstverständlich Gestaltungsspielräume und ein angenehmes Arbeitsumfeld ein. 

Somit ist die Bandbreite groß: "Wie die Unternehmenskultur empfunden wird, beginnt mit der Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Qualität des Mittagessens", sagt Bock. Doch im Wesentlichen zähle das Gefühl, das Vorstand und Geschäftsführung vermitteln: "Geht es eher um das Erscheinungsbild oder um Inhalte? Werden Mitarbeiter gefördert und besteht ein offener Austausch mit der Führungsebene? Oder herrscht eher ein Gefühl von Angst?"

Welche Grundsätze bestimmen den Arbeitsalltag?

Wichtig ist dabei nicht nur, welche Grundsätze kommuniziert werden – sondern welche tatsächlich den Arbeitsalltag bestimmen. "Die Unternehmenskultur besteht aus meiner Sicht in der Gesamtheit aller gelebten Werte", sagt Business Coach Wiebke Schorstein aus Erfurt. "Dazu gehören sichtbare Zeichen wie Kleidungsstil oder Logos".

Aber auch Regeln und Leitsätze sowie Grundannahmen, über die man überhaupt nicht mehr nachdenkt, weil man sie nur unbewusst wahrnimmt. Schorstein nennt Beispiele: Will das Unternehmen nachhaltig wirtschaften oder agiert es maximal gewinnorientiert? Geht der Chef davon aus, dass die Mitarbeiter grundsätzlich faul sind und deshalb motiviert werden müssen? Oder nimmt die Geschäftsführung an, dass jeder Einzelne etwas bewirken will?

Wiebke Schorstein arbeitet als Business Coach in Erfurt.
Foto: Andreas Pöcking (dpa)

Viele Unternehmen setzen heute auf eine sehr junge, moderne Kultur: Hierarchien werden flacher, Mitarbeiter duzen Chefs, strenge Dresscodes werden abgebaut. "Man kann aber nicht grundsätzlich sagen, welche Art von Unternehmenskultur gut oder schlecht ist", sagt Schorstein. "Es gibt Firmen, die sehr hierarchisch oder patriarchalisch organisiert sind und in diesem Stil gut funktionieren."

Schließlich wissen einige Mitarbeiter klare Anweisungen und straffe Hierarchien zu schätzen – andere fühlen sich in einem Start-up mit großem Entscheidungsspielraum wohler. "Wichtig ist, dass die Kultur stimmig ist, auf allen Ebenen gelebt wird und zu den Mitarbeitern und Kunden des Unternehmens passt."

Laura Letschert arbeitet als Coach für Führungskräfteentwicklung in Köln.
Foto: Julia Walter (dpa)

Nicht nur die oberste Führungsebene kann die Unternehmenskultur gestalten. Die großen Ziele gibt zwar die Geschäftsführung vor, doch jeder Team- oder Abteilungsleiter hat die Möglichkeit, eine eigene Teilkultur aufzubauen.

Laura Letschert, Coach für Führungskräfteentwicklung aus Köln, erklärt, dass das tagtägliche Miteinander im Team erst die Kultur für Arbeitnehmer greifbar macht. "Oft helfen schon kleine Rituale wie ein kurzes Meeting jeden Morgen: zehn Minuten, in denen man sich auf den aktuellen Stand bringt und gemeinsam auf den Tag einstimmt."

Auch die Art, wie im Unternehmen mit Fehlern und Konflikten umgegangen wird, sei entscheidend für die gefühlte Kultur. Hier könne jedes Team durch eine gemeinsame Einstellung und bestimmte Vereinbarungen die eigene Fehler- und Konfliktkultur entwerfen und diese dann leben.

Die Rituale müssen zum jeweiligen Team passen

Wichtig dabei: Alle Rituale und Abläufe müssen zum Unternehmen und zum jeweiligen Team passen. Nicht jede Abteilung kann mit einem Tischkicker oder bunten Sitzsäcken etwas anfangen – manchmal reicht eine gemeinsame Kaffeerunde am Nachmittag.

"Wer erst einmal bei sich selbst und im eigenen Team eine positive Kultur etabliert, hat den wichtigsten Schritt geschafft", sagt Letschert. "Oft strahlt das auf andere Abteilungen ab und kann auf Dauer eine Wirkung im gesamten Unternehmen entfalten."

Jürgen Bock arbeitet als Berater für Unternehmenskulturentwicklung und digitalen Wandel in Hamburg.
Foto: Hauke Gilbert (dpa)

Wer schon als Bewerber erfahren möchte, welche Kultur ihn bei einem Arbeitgeber erwartet, sollte sich nicht nur auf den Eindruck aus sozialen Medien und Bewertungsplattformen verlassen. Es hilft, im Auswahlprozess auf Details zu achten. Bewerber sollten den Mut haben, eigene Forderungen zu stellen. "Schon der Umgang mit Bewerbern sagt viel über ein Unternehmen aus", sagt Bock. "Wie werde ich empfangen, wie begegnet man mir im Gespräch? Ist es ein Austausch auf Augenhöhe, wie ich ihn mir wünschen würde?"

Um einen besonders guten Einblick zu bekommen, empfiehlt Bock, um einen Rundgang durchs Büro zu bitten. "Man kann einfach fragen, ob man sich den potenziell neuen Arbeitsplatz ansehen kann", sagt der Berater. "Viele Unternehmen sind offen dafür und geben diese Einblicke gerne." Und wird der Wunsch abgelehnt, sei dies das auch ein Hinweis darauf, welche Unternehmenskultur einen erwartet. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.