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Kfz-Versicherung

11.05.2020

Autoversicherung: Gibt es wegen der Corona-Krise Geld zurück?

Während der Corona-Krise bleibt bei vielen Menschen das Auto stehen. Das könnte sich auch auf die Versicherung auswirken.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa

Plus Viele Menschen sind aufgrund der Corona-Krise weniger mit ihrem Auto unterwegs. Können sie deswegen von ihrer Autoversicherung Geld zurückverlangen?

Während der Corona-Krise ist auf Deutschlands Straßen spürbar weniger los: Für viele Menschen fällt wegen Kurzarbeit oder Home Office der tägliche Weg zur Arbeit weg. Und auch sonst sorgen Kontaktverbote und geschlossene Freizeiteinrichtungen dafür, dass der Wagen öfter in der Garage bleibt. Das belegen auch aktuelle Statistiken des ADAC: Während im Februar an manchen Wochenend-Tagen bis zu 900 Staus gezählt wurden, waren es am vergangenen Samstag nur 380.

Was vielen Autofahrern nicht bewusst ist: Für sie könnte es sich finanziell auszahlen, wenn sie mit ihrem Fahrzeug seltener unterwegs sind, als zunächst angenommen. Denn wer weniger fährt als im Kfz-Versicherungsvertrag festgelegt ist, muss auch weniger Geld für seine Autoversicherung bezahlen.

Die Beitrags-Höhe richtet sich nach der Strecke, die der Kunde jährlich mit seinem Fahrzeug zurücklegt. Wer auf mehr Kilometer kommt, zahlt auch mehr Geld ein - die Versicherungs-Unternehmen orientieren sich dabei an Schwellenwerten. Wie auf der Internetseite des ADAC nachzulesen ist, können diese zum Beispiel auf 9000, 12.000, 15.000 und 20.000 jährlich zurückgelegte Kilometer abgestuft sein.

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Kfz-Versicherung: Autofahrer könnten wegen der Corona-Krise Geld zurückbekommen

Dass sich die zunächst getroffenen Angaben ändern, sei nicht ungewöhnlich, sagt eine Sprecherin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): "Es passiert häufiger, dass die ursprüngliche Kilometerzahl nicht mehr gilt. Das kommt auch außerhalb von Corona vor." Ein möglicher Grund sei beispielsweise ein Jobwechsel. Autofahrer könnten dies ihrem Versicherer melden, der Betrag werde daraufhin angepasst.

Die GDV-Sprecherin glaubt, dass sich solche Anträge aufgrund der aktuellen Situation häufen könnten: "Zahlreiche deutsche Kfz-Versicherer bieten in der Corona-Pandemie ihren Kunden an, die Versicherungsbeiträge nicht nur zu stunden, sondern auch zu senken."

Zu den Anbietern, die ihren Kunden schon jetzt Rückzahlungen in Aussicht stellen, gehören beispielsweise die HUK Coburg, der ADAC oder die Allianz. "Kunden, die Corona-bedingt weniger gefahren sind als zum Beginn des Versicherungsjahres angegeben, erhalten den zu viel gezahlten Beitrag zurück", sagt ein Sprecher des Münchner Versicherungskonzerns. Die Kilometerzahl könne allerdings auch schon jetzt angepasst werden. Die Zahl der Anträge halte sich bisher jedoch in Grenzen, sagt der Allianz-Sprecher: "Viele Leute warten doch lieber erst einmal ab, wie lange die jetzige Situation noch anhält und wie viel sie in diesem Jahr tatsächlich noch fahren werden."

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