Newsticker

Seehofer rechnet mit Corona-Warn-App Mitte Juni
  1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Erkältung: So beugen Sie Husten und Schnupfen vor

Gesundheit

27.04.2020

Erkältung: So beugen Sie Husten und Schnupfen vor

Ausgewogene Ernährung, kalte Bäder, Sport oder Saunieren: Wie kann man einer Erkältung vorbeugen?
Bild:  Patrick Pleul (dpa)

Schutz vor Erkältung: Wie man Husten und Schnupfen vorbeugen kann.

Eine Erkältung kann einem richtig zusetzen: Betroffene fühlen sich müde und schlapp, der Hals schmerzt und die Nase läuft. Einen garantierten Schutz vor Erkältungen gibt es zwar nicht, mit einigen Tipps kann man Husten und Schnupfen aber trotzdem vorbeugen.

Den besten Schutz vor einer Erkältung bietet ein gestärktes Immunsystem. Einen wichtigen Beitrag hierfür liefert die richtige Ernährung. "Wie der restliche Körper auch, muss das Abwehrsystem bestimmte Nährstoffe bekommen", erläutert Hajo Haase vom Institut für Immunologie an der Uniklinik der RWTH Aachen. Dabei seien Zink, Kupfer, Eisen oder Vitamine wie A, C, D und E wichtig - im Prinzip das, was zu einer ausgewogenen Ernährung gehört.

Durch einzelne Lebensmittel lässt sich allerdings kein gezielter Einfluss nehmen. Das zeigt sich zum Beispiel bei einer Hühnersuppe. Der Körper bekommt Nährstoffe, Salz und etwas Warmes. "Man fühlt sich in dem Moment besser", sagt Haase. "Aber Hühnersuppe wirkt sich eher kurzfristig auf den Allgemeinzustand aus - das Immunsystem wird davon nicht beeinflusst."

Erkältung: So beugen Sie Husten und Schnupfen vor

Mit Zink und Vitamin C einer Erkältung vorbeugen

Auch Anne Fusshöller, Inhaberin der St. Pankratius-Apotheke in Augsburg, rät zu einer ausgewogenen Ernährung, um Erkältungen vorzubeugen: "Gegebenenfalls kann man noch Echinacea, also Sonnenhut, ergänzen." Das könne man in der Erkältungszeit, also ab Herbst, für zwei bis drei Monate täglich einnehmen, um das Immunsystem zu stärken. Zusätzlich kann Zink unterstützend wirken. "Das gibt es in verschiedenen Ausführungen, die oft mit Vitamin C kombiniert sind", erklärt Fusshöller. Zudem diene natürlich für die kalten Temperaturen angemessene Kleidung der Vorbeugung.

Aus persönlicher Erfahrung weiß Fusshöller außerdem, dass Erkältungen im Winter auch oft in öffentlichen Verkehrsmitteln übertragen werden: "Durch die warme Heizungsluft verteilen sich die Viren besonders gut." Zudem halten sich viele Leute an den Griffen fest. Ist jemand erkältet und niest in die Hand, bevor er sich festhält, steigt das Ansteckungsrisiko zusätzlich. Fusshöller rät deshalb, auch im Winter trotz der Kälte mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

Für Florian Schwarz, Inhaber der Stern-Apotheke in Augsburg, ist frisches Obst das "A und O": "Ernähre ich mich ausgewogen, habe ich ein starkes Immunsystem und bin allgemein weniger anfällig für Krankheiten." Bei ersten Anzeichen einer Erkältung rät er zu Homöopathie: "Im ersten Stadium einer Erkältung schlagen homöopathische Komplexmittel super an." Diese enthalten die Extrakte verschiedener Pflanzen und sind in Tropfen- oder Tablettenform erhältlich.

Husten und Schnupfen vorbeugen: Stärken Saunieren oder kalte Bäder das Immunsystem?

Oft hört man auch, es sei hilfreich, den Körper mit Saunieren, kalten Bädern oder Spazieren im Regen abzuhärten. Davon rät Prof. Stefan Meuer, Direktor des Instituts für Immunologie an der Universität Heidelberg, aber ab. "Es gibt keine einzige wissenschaftliche Untersuchung, die belegt, dass das Abhärten einen Einfluss auf das Immunsystem hat", meint er.

Einen wichtigen Einfluss auf die Immunabwehr habe aber die Psyche. Bei dauerhaftem Stress schütte der Körper vermehrt Kortisol aus, was das Immunsystem unterdrückt, erläutert Meuer. "Psychisches Wohlbefinden ist deshalb sehr wichtig."

Hat man sich trotz aller Vorbeugung doch eine Erkältung eingefangen, rät Apothekerin Anne Fusshöller vor allem zu Schlaf, damit sich der Körper erholen kann. "Die Symptome lassen sich gut mit Nasenspray, Schmerztabletten und Hustenbonbons lindern", weiß sie. Antibiotikum hilft hingegen selten: "Die meisten Erkältungen werden durch Viren übertragen, gegen die Antibiotika machtlos sind." (mit tmn)

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren