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  3. Fasching trotz Corona: Tipps für die Party zu Hause: Fasching ist, wenn man trotzdem lacht

Fasching trotz Corona
15.02.2021

Tipps für die Party zu Hause: Fasching ist, wenn man trotzdem lacht

Faschingsfeiern per Videokonferenz müssen nicht öde werden.
Foto: kleberpicui, Adobe Stock

Wer sagt denn, dass die fünfte Jahreszeit heuer ausfallen muss? Mit diesen Tipps wird die Party für zu Hause ein großer Spaß für Groß und Klein. Helau und Alaaf!

Kein Faschingsball, keine Prunksitzung und auch kein Umzug – Pandemiezeiten stellen Narren und Jecken vor neue Herausforderungen. Denn Fasching kann man nicht einfach so ausfallen lassen wie Schulferien. Mit diesen Lastminute-Tipps für die Faschingsparty zu Hause bleibt die Stimmung trotz Hygieneregeln nicht steril:

Ohne Verkleidung geht im Fasching gar nichts.
Foto: dpa

Verkleidung: Ohne sie geht gar nichts. Weil Improvisieren die Kunst der Stunde ist, haben wir einen echten Profi gefragt, wie man aus wenig viel machen kann. Anne Doldi schminkt sonst die Schauspieler am Staatstheater Augsburg.

  • Sie empfiehlt zum Beispiel: Alufolie. Damit kann man sich lustige Antennen in die Haare knoten. Noch ein paar Kästchen ins Gesicht geschminkt und fertig ist der Roboter. Wer keine Faschingsschminke zu Hause hat, leiht sich mal kurz den Kajal von seiner Mama/Frau.
  • Für einen süßen Clown braucht es nur eine große Schleife aus Küchenpapier. Herzchen und eine rote Nase sind schnell mit Lippenstift gemacht, dazu vielleicht noch Luftschlangen. Wer noch einen Kaffeefilter zur Hand hat, kann diesen bemalen, bekleben und mit einem Gummiband als Hut aufsetzen.
  • Als Maler kann man sich verkleiden, wenn man mit Fingermalfarbe ein altes Hemd von oben bis unten bekleckst – wenn die Haare was abbekommen, umso besser (bitte darauf achten, dass die Farbe auswaschbar ist!). Wer sich vorher die Haare wild in alle Richtungen toupiert und mit Haarspray fixiert, sieht noch verrückter aus. Das sollte bei der Lockdown-Mähne ja kein Problem sein.
  • Ganz einfach und schrecklich lustig ist die Verkleidung als Mumie: Die Augenpartie dunkel mit Lidschatten schminken, dann großzügig mit Toilettenpapier einwickeln.
  • Wer auch im Fasching beim Thema Masken bleiben will: Aus Karton oder Papptellern sind diese schnell gebastelt. Man kann sie anmalen (zum Beispiel mit Nagellack) und mit allen Sachen bekleben, die das Nähkästchen hergibt: Perlen, Pailletten, Federn, Glitzersteine…
  • Ein allgemeiner Tipp: Für die Online-Faschingsfeier darf es gern etwas mehr sein, viel Glitzer und Farbe sehen auch verpixelt gut aus.

Video-Party: Endlich zahlen sich all die Monate mit ungezählten Videokonferenzen aus. Ob Zoom, Teams oder Lifesize – wer Homeoffice und Homeschooling kann, der kann auch bei der Faschingsparty sofort loslegen. Die schwäbische Faschingsvereinigung Under Oiner Kapp (UOK) rät ausdrücklich zu solchen Narren-Treffen per Video. Doch was tut man dann, wenn die Verbindung steht? Dasselbe wie in echt. Das ist laut UOK-Vizepräsidentin Marion Buk-Kluger: einfach Quatsch machen, sich verkleiden und tanzen. "Gerade jetzt muss man Optimismus verbreiten", sagt sie. Die UOK hat beim Weiberfasching das Format selbst erfolgreich getestet. Mit den gängigen Programmen kann man normalerweise Musik von einem Computer mit den anderen teilen – so tanzen alle zu den gleichen Liedern.

Rosenmontagsumzug: Natürlich können Videos von früheren Umzügen und Festen, die viele lokale Faschingsvereine in den Sozialen Medien veröffentlichen, bei der Faschingsstimmung helfen. Mit etwas Fantasie lässt sich aber auch heuer ein eigener Umzug veranstalten. Der Faschingsclub Rain hat etwa aus Lego-Bausteinen 36 bunte Wagen und Fußgruppen gebaut. Ein Video davon ist im Internet zu sehen.

Der Faschings- und Freizeitclub (FFC) Augsburg präsentiert auf Facebook noch eine weitere Idee: Kinder haben ihre Kuscheltiere auf Schlitten, Spielzeugbagger und ferngesteuerte Autos gesetzt und damit einen Umzug gemacht.

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Kamelle: Kein Faschingsumzug ohne Süßigkeiten. Eine besonders willkommene Variante in diesem Jahr könnte der mexikanische Brauch der Piñata sein: Bunte Figuren aus Pappmaschee, die mit Süßigkeiten oder Früchten gefüllt sind und auf die man mit einem Stock so lange einschlägt, bis sie platzen. Aus gegebenem Anlass empfiehlt sich heuer eine Piñata in Form eines Virus. Immer feste drauf – soll sehr befreiend wirken. Zahlreiche Anleitungen dazu finden sich im Internet.

Büttenrede: Selbst wer am Rosenmontag arbeitet, muss nicht auf Fasching verzichten. Jede dröge Video-Konferenz lässt sich mit Glitzer und Konfetti aufpeppen. Mit einer gelungenen Büttenrede kann man auch dem Chef endlich mal ein paar Dinge sagen, die man sonst lieber für sich behält. Tipps dazu hat Oliver Reiser. Als Engel und Teufel haben er und sein Bühnenpartner Reinhold Dempf 20 Jahre Erfahrung darin, bei einer Kultveranstaltung in Gersthofen die Lokalprominenz aufs Korn zu nehmen. "Man darf an Fasching Sachen aussprechen, die man sich sonst nur denkt", sagt Reiser. Dafür sammele er das ganze Jahr Witze. "Viele lassen sich dann auf bekannte Personen übertragen", erklärt er. Auch die Pandemie liefere neues Material. "Wir haben zum Beispiel gesagt, der Gersthofer Stadtrat sieht mit Maske besser aus als ohne…" Wer zu zweit eine solche Rede plant, sollte auch seinen Partner ordentlich in die Pfanne hauen. Für einen Online-Vortrag empfiehlt sich laut Reiser aber eher ein Solo-Auftritt mit Versen. Noch ein Tipp: "In der Kürze liegt die Würze."

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