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Haushaltstipps

19.03.2020

Frühjahrsputz: Mit diesen acht Tipps sparen Sie Zeit, Geld und Nerven

Für den freien Blick nach draußen: Zeit für den Frühjahrsputz.
Bild: Maren Winter, stock.Adobe.com

Kaum scheint die Frühjahrssonne durch die Fenster, zeigt sich bei vielen: Es wird Zeit für einen Großputz. Die Corona-Zwangspause bietet ideale Gelegenheit dafür.

Es ist ein ungewöhnlicher Frühling: Draußen wird es wärmer, doch in der Corona-Krise gilt es, Märkte, Cafés und Biergärten zu meiden. Viele Menschen nutzen nun die Zeit, um ihre eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen. Wer nun den Frühjahrsputz angehen möchte, findet hier nützliche Tipps von der Expertin:

Unnötige Arbeit vermeiden: Wer seinen Arbeitsplatz vor dem Putzen einrichtet, erspart sich später Zeit und Nerven, sagt Anna Hirschfelder, die in Friedberg Hauswirtschaft unterrichtet. Wer für jeden Putzlumpen extra laufen muss, verschwendet Zeit und Energie. Auch eine Staffelei hilft oft - denn über Kopf zu arbeiten kostet Kraft. Wer seinen Eimer ebenfalls auf eine Staffelei stellt, muss sich nicht unnötig oft bücken.

Um beim Putzen keine Stelle zu vergessen, gilt laut Hirschfelder eine einfache Regel: Immer von oben nach unten putzen und von rechts nach links. Linkshänder putzen von links nach rechts. So muss man auch keine Stelle doppelt wischen. Dieser Tipp lässt sich auch beim Kochen oder Backen anwenden.

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Außerdem gilt: Erst kommt der grobe Schmutz dran, dann die Feinheiten. Hirschfelder rät, zunächst den sichtbaren Staub trocken zu entfernen und dann erst zu feucht zu zwischen. Wenn man von links nach rechts wischt, tut man das der Expertin zufolge am besten in Schlangenlinien.

Richtige Ausstattung: Um Durcheinander zu vermeiden und hygienisch zu arbeiten, empfiehlt die Hauswirtschaftslehrerin, die Putztücher farblich verschiedenen Zwecken zuzuordnen. "Blaue Tücher sind für Oberflächen, gelbe für den Sanitärbereich und rote für die Toilette."

Welche Art von Tüchern man verwendet, hängt von der persönlichen Vorliebe ab. Sie sollten nur nicht zu klein sein. Denn: Wer das Tuch öfter falten kann, erspart sich häufiges Ausspülen. Das spart Zeit und schont die Gelenke. Mikrofrasertücher haben laut Hirschfelder einen besonders hohen Reinigungseffekt, sind allerdings nicht für alle Oberflächen geeignet - Hochglanzmöbel bekommen schnell Kratzer.

Damit die Haut an den Händen bei einem Großputz nicht leidet, empfiehlt die Expertin stabile Handschuhe. Einmalhandschuhe eignen sich laut Hirschfelder eher weniger - denn sie halten chemische Stoffe zu schlecht ab.

Putz-Tipp: Nicht zu viel Reinigungsmittel verwenden

Weniger ist mehr: Die meisten Menschen verwenden zu viele verschiedene und zu große Mengen Putzmittel, sagt Anna Hirschfelder. "Drei bis fünf Putzmittel reichen völlig aus - und sie sollten nicht zu hoch dosiert werden. Nimmt man zu viel, entstehen Schlieren und man macht sich unnötig viel Arbeit."

Auch teure Reiniger in Sprühflaschen brauche man nicht - sie seien häufig sehr hoch dosiert, durch das Sprühen könne eine Gesundheitsbelastung entstehen. "Wenn eine Stelle stark verschmutzt ist, dosiert man lieber den normalen Reiniger höher."

Wer auf die Sprühflasche nicht verzichten will, kann sie auch selbst mit einer Mischung aus Zitronensäure und Wasser befülllen, um beispielsweise Kalkflecken den Kampf anzusagen. Vorsicht ist dagegen bei Essig geboten - der sollte besser nicht versprüht werden. Das belastet laut Hirschberger die Atemwege.

Rat von der Expertin: Diese Putzmittel braucht man

  • Neutral- oder Allzweckreiniger für Oberflächen und Kunststoffböden
  • Spülmittel für die Küche
  • Sanitärreiniger fürs Bad
  • Toilettenreiniger (keine WC-Einhänger)
  • Glasreiniger
  • bei Bedarf Reiniger für spezielle Oberflächen wie Parkett

Versteckte Ecken nicht vergessen: Wer jetzt im Frühling richtig sauber machen will, sollte auch an die Stellen denken, die einem nicht sofort in den Blick fallen. Hier sollten Sie vielleicht einmal genauer hinsehen:

  • Hinter Schränken
  • An Stuhlbeinen
  • Unter der Tischplatte
  • Auf Lampen
  • Unter dem Teppich
  • In der Heizung
  • In Fliesenfugen

Für Besitzer einer Rohrheizung hat Hirschfelder einen Tipp: Zum Reinigen mit der Hand in einen alten Waschlappen schlüpfen und die einzelnen Elemente der Heizung "abfahren".

Hauswirtschaftslehrerin Anna Hirschfelder erklärt im Video, welche Stellen beim Putzen oft vergessen werden und gibt praktische Tipps.
Video: Ida König

Nicht zu oft wischen: Staubsaugen oder kehren reicht oft völlig aus, sagt Hirschfelder. Wer regelmäßig auch die Fußleisten absaugt, erspart sich beim Großputz eine weitere Baustelle. Außerdem wirke ein Raum durch einen sauberen Boden gleich ordentlicher, sagt die Expertin. In einem Haushalt ohne Kleinkinder und Tiere reiche es völlig aus, Böden alle sieben oder 14 Tage zu wischen.

Regelmäßig sauber machen: Wer sich am liebsten vor dem Putzen drückt, hört diesen Tipp wahrscheinlich nicht besonders gerne. Aber: Wer sein Haus oder seine Wohnung das ganze Jahr über relativ sauber hält, Kleinigkeiten sofort erledigt und bei jedem Mal Putzen eine Stelle etwas gründlicher sauber macht, erspart sich einen anstrengenden Großputz im Frühling. Ein guter Vorsatz für dieses Jahr!

Frühjahrsputz: Jetzt ist auch der Kühlschrank dran

Richtig lüften: Wer jeden Tag mindestens einmal durchlüftet, sorgt für eine Wohlfühl-Atmosphäre, sagt Hirschfelder - und so lässt man gleich die gute Frühjahrsluft in die Wohnung. Pollenallergiker sollten hier allerdings aufpassen und besser nur ganz in der Früh oder am Abend lüften.

Hier lauern Keime: Das Spültuch sollte man jeden Tag auswechseln, empfiehlt die Expertin. Denn die feuchte Umgebung an der Küchenspüle biete einen idealen Nährboden für Keime. Noch schlimmer sind Schwämme, da sie länger nass bleiben.

Hirschfelder empfiehlt, auch den Kühlschrank immer wieder mit einer Wasser-Zitronensäure-Mischung zu putzen. So vermeidet man unangenehme Gerüche und Schimmel. Desinfektionsmittel sind Hirschfelder zufolge aber für den Alltag unnötig - denn für gesunde Menschen sind gewöhnliche Haushaltskeime ungefährlich. Wer Babys, Senioren oder kranke Menschen im Haushalt hat, sollte allerdings vorsichtiger sein und bei Bedarf zu einem Hygienereiniger greifen.

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