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Ernährung

15.11.2018

Gesund oder nicht? Tiefkühl-Firma Iglo führt Ampel ein

In Frankreich wurde schon ausgetestet, wie Kunden auf die Lebensmittel-Ampel reagieren. Das Ergebnis hat überzeugt.
Bild: afp (Archiv)

Verbraucherschützer fordern schon seit langem eine Lebensmittelampel. Bisher hat sich die Industrie immer dagegen gewehrt. Nun führt Iglo eine Ampel ein. Warum?

Der Lebensmittelkonzern Iglo hat sich entschieden ab 2019 auf all seinen Produkten eine Ampel abzudrucken. Sie gibt mit Farben an, wie gesund ein Lebensmittel ist. Ein System, das gerade die Lebensmittelindustrie lange abgelehnt hat. Verbraucherschützer fordern dagegen schon lange, dass die Produkte in Supermärkten einheitlich mit einer solchen Ampel gekennzeichnet werden. Nachdem unlängst der französische Konzern Danone angekündigt hatte, in Deutschland eine Ampel für seine Milchprodukte einzuführen, zieht Iglo nun nach.

In vielen Ländern ist die Lebensmittelampel schon normal

Dahinter steckt auch, dass immer mehr Länder darauf setzen, dass Hersteller ihre Produkte auf freiwilliger Basis kennzeichnen. Im vergangenen Jahr hat Frankreich eine Ampel eingeführt. Belgien und Spanien haben diesen Schritt ebenfalls angekündigt. Die Länder setzen dabei nicht auf eine Ampel im herkömmlichen Sinn, sondern auf den sogenannten Nutri-Score, erklärt Dario Srmadi, Pressesprecher der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Während eine Nährwert-Ampel mit den Farben Rot, Gelb und Grün angibt, wie viel Zucker, Salz und Fett je 100 Gramm in einem Produkt enthalten sind, verrechnet der Nutri-Score gesunde mit ungesunden Zutaten. Am Ende kommt eine Einstufung für das gesamte Produkt in fünf Schritten von A – sehr gesund – bis E – sehr ungesund – heraus. „Wir finden beide Systeme gut, weil sie von unabhängigen Wissenschaftlern entwickelt wurden“, sagt Sarmadi. Ein Test in Frankreich habe zudem gezeigt, dass beide Methoden dazu führen, dass sich Kunden gesünder ernähren.

Bei Iglo werden nicht alle Produkte in die A-Klasse fallen, sagt Pressesprecher Alfred Jansen. „Uns geht es in erster Linie darum, dem Verbraucher eine Orientierung zu bieten. Aber unser Ziel ist es, dass wir bis 2025 nur noch Produkte haben, die in die A- oder B-Kategorie fallen.“ Foodwatch begrüßt den Schritt und wünscht sich, dass andere Hersteller dem Beispiel folgen.

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