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Gesundheit
28.03.2016

Rote Beete ist gut fürs Blut und das Immunsystem

Unterschätzte Knolle: Rote Beete ist gut fürs Blut.
Foto: Oekolandbau.de/dpa/tmn

Rote Beete ist nicht jedermanns Sache: Rote Beete schmeckt etwas erdig, und wenn sie eingelegt wird, kommt noch ein säuerlicher Geschmack hinzu. Dabei ist sie so gesund.

Rote Beete wird nach wie vor unterschätzt. Dabei ist die Knolle ein so gesundes Gemüse. Aber viele Kinder und auch Erwachsene verziehen bei Roter Beete häufig das Gesicht. Dabei ist Rote Beete nicht nur sehr gesund, richtig zubereitet schmeckt sie auch sehr gut.

Diese Knolle war schon vor Jahrhunderten als wertvolles Gemüse mit besonderer Heilwirkung bekannt. Im Mittelalter glaubte man, Rote Beete sei wegen ihrer roten Farbe gut fürs Blut. Das wurde mittlerweile wissenschaftlich belegt: Rote Beete enthält reichlich Folsäure, die für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich ist. Kochbuchautorin Tanja Dusy aus München zufolge decken 200 Gramm Rote Beete 50 Prozent des Tagesbedarfs an Folsäure.

Rote Beete-Saft senkt Blutdruck deutlich

Darüber hinaus enthält die rote Rübe auch viele andere wichtige Stoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Jod, Natrium und Vitamin C. "Außerdem stärkt der Farbstoff Betanin, der Rote Beete rot färbt, das Immunsystem", sagt Dusy. Gerade in den kalten Monaten helfe die Knolle folglich sehr gut gegen Erkältungen und grippale Infekte. "Hinzu kommt, dass Rote Beete Stoffe enthält, die freie Radikale fangen und damit als Schutz vor Krebs gelten."

Koch Meyer, der als Ernährungsberater arbeitet, nennt noch weitere Vorteile: "Sie regt die Verdauung und die Lebertätigkeit an, wirkt entschlackend und senkt den Blutdruck." Tatsächlich haben britische Wissenschaftler im vergangenen Jahr nachgewiesen, dass schon ein halber Liter Rote-Beete-Saft am Tag den Blutdruck deutlich senkt.

Die Zubereitungsmöglichkeiten dieser extrem gesunden Knolle sind vielfältig. Roh beispielsweise passe sie gut zu Heringssalat oder einem Rohkostsalat aus Äpfeln, Nüssen, frischen Kräutern und Öl, sagt Autorin Dusy. "Unverzichtbar ist Rote Bete in der russischen Suppenspezialität Borschtsch", ergänzt Hauswirtschaftsmeisterin Hebrank. Dafür wird Rote Beete klein gerieben und leicht angedünstet. "Zusammen mit Rindfleisch, Weißkraut und Sauerrahm wird das eine runde Sache." Typisch für diese rote Suppe ist, dass sie bei kleiner Hitze lange gegart wird, damit sich der Geschmack der einzelnen Zutaten gut entfalten kann. Zum Schluss wird der Borschtsch mit etwas Schmand oder frischen Kräutern wie Dill und Petersilie verfeinert.

Rote Beete kann darüber hinaus auch gekocht, gedämpft oder im Ofen gebacken werden, empfiehlt Dusy. "Man kann sie beispielsweise ungeschält in kochendes Salzwasser legen und zugedeckt je nach Größe für 30 bis 45 Minuten köcheln lassen." Ist die Knolle dann weich, wird ihre Haut wie bei einer Pellkartoffel abgezogen und die Rübe mit Salz, Pfeffer, Butter oder Öl gegessen.

"Wer mag, kann sie dann aber auch mit saurer Sahne und Zwiebel vermischen und alles pürieren", sagt Dusy. "Das passt hervorragend als Beilage zu Fisch." Mit Fleisch schmecke Rote Beete ebenfalls gut: "Ich mag es zum Beispiel gerne, wenn sie gewürfelt und in einer Pfanne mit geschmolzener Butter und Thymian geschwenkt wird." Das verleihe der Roten Beete ein tolles Aroma.

Rote Beete gibt es schon seit ungefähr 6000 Jahren. Vermutlich stammt die runde, etwa faustgroße Knolle aus Nordafrika und wurde von den Römern über ganz Europa verbreitet. 'Beta' bedeutet auf Lateinisch 'Rübe'." Deswegen nennt man Rote Beete häufig auch Rote Rübe. dpa/AZ

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