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Gesundheit
02.05.2017

So können sich Sonnenallergiker jetzt auf den Sommer vorbereiten

Sonnenallergiker sollten sich bereits jetzt auf den Sommer vorbereiten.
Foto: Daniel Karmann, dpa (Symbol) 

Wer an Sonnenallergie leidet, sollte bereits jetzt für die heiße Jahreszeit vorsorgen. So lassen sich in einigen Wochen Juckreiz und Ausschlag vermeiden. 

Das derzeit trüb-regnerische Wetter macht es einem schwer, an den Sommer zu denken. Doch vor allem eine Gruppe sollte sich bereits jetzt auf die sonnigsten Wochen des Jahres vorbereiten: Sonnenallergiker. Scheint die Sonne wieder regelmäßiger, leiden sie unter Juckreiz, Ausschlag oder Bläschenbildung. Besonders schlimm ist es meist im Urlaub in südlichen Ländern, wenn eine besonders starke Sonne die empfindliche Haut beansprucht.

Eine rechtzeitige Vorbereitung auf die Sonnenstrahlen könnte die Symptome der Allergie lindern. "Betroffene sollten etwa sechs Wochen vor einem Urlaub vorsorgen", sagt die Hautärztin Cordula Dammer aus Stadtbergen. Wer also trotz Sonnenallergie plant, in den Pfingstferien in den Süden zu verreisen, sollte jetzt damit beginnen, seine Haut für die ungewohnte Sonnendosis zu wappnen. Doch wie kann man die Sonnenallergie am besten vorbeugen?

Beta-Carotin hilft bei Sonnenallergie

Relativ verbreitet ist die Empfehlung, im Vorfeld eines Urlaubs vermehrt Calcium einzunehmen. Angeblich unterbindet der Mineralstoff den Juckstoff Histamin. "Manche Patienten bestätigen eine solche Wirkung", sagt Dammer. "Wissenschaftlich belegt ist sie aber nicht." Auch die Augsburger Hautärztin Christiane Hilmer sieht die Einnahme von Calcium zum Schutz vor Sonnenallergie kritisch. "Das bringt nichts", sagt die Dermatologin.

Anstatt Calcium rät Dammer Sonnenallergikern die Einnahme von Beta-Carotin, auch Provitamin A genannt: "Beta-Carotin fördert die Pigmentbildung der Haut und bereitet sie so auf Sonneneinstrahlung vor." Den Vitalstoff gibt es zum einen in Form von rezeptfreien Kapseln. Hierbei sollte jedoch eine Überdosierung vermieden werden. Die kann unter bestimmen Umständen die Entstehung von Krebs befördern.

Wer sich jedoch täglich gesund ernährt, kann Beta-Carotin in ausreichender Menge alleine durch seine Nahrung zu sich nehmen. Es steckt etwa verstärkt in Karotten, Tomaten, grünem Blattgemüse, Kürbis, Pfirsich, Mango oder Grapefruit.

Menschen mit Sonnenallergie können sich langsam auf Sommer vorbereiten

Auch eine Lichtbehandlung kann Sonnenallergiker auf die heiße Jahreszeit vorbereiten. Hierbei werden sie beim Dermatologen gezielt mit Licht bestrahlt, die Dosis wird langsam gesteigert. "Das ist so ähnlich wie in einem Solarium", erklärt Hautärztin Hilmer. Das Solarium als Vorbereitung auf den Sommer ist aber nicht empfehlenswert.

Stattdessen sollten sich Menschen mit empfindlicher Haut vor allem in der jetzigen Jahreszeit, wenn die Sonne noch nicht allzu stark ist, im Freien aufhalten und an die Strahlen gewöhnen. Ratsam ist dies vor allem vormittags und nachmittags, in Verbindung mit leichter Kleidung. "Die intensive Mittagssonne von elf bis 14 Uhr sollte man meiden", sagt Dammer.

Zu Beginn der Sonnen-Saison sollten sich gerade Allergiker mit entsprechend starker Sonnencreme schützen. Hautärztin Dammer empfiehlt einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser noch 50. (ands-)

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