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Tier-Kolumne

19.06.2020

Hund oder Katze fotografieren: So klappt das Tier-Porträt

Wer versucht, Fotos mit Haustieren zu machen, kann sich auf ungewöhnliche Resultate freuen.
Bild: Lunja, Adobe Stock

Fotos vom Haustier kann man immer gebrauchen. Für das Internet und Grußpostkarten, als Deko für daheim. Diese Regeln ersparen Tieren Stress.

Einmal ist nur die Flügelspitze des Wellensittichs auf dem Bild zu sehen, dann wieder nur ein unscharfer Umriss des Köpfchens. Es gibt Tierfotos, die nur die Schwanzspitze eines Hundes zeigen, die Ohrspitze einer Katze oder ein gar ein leeres Erdloch. Kurz vorher soll angeblich noch das Lieblingskaninchen herausgeschaut haben. Die meisten Tierbesitzer versuchen regelmäßig, eine schöne Aufnahme oder einen gelungenen Schnappschuss ihres Lieblings einzufangen. Keine leichte Sache, aber wir lieben ja die Herausforderung.

Aus tierärztlicher Sicht ist so ein Fotoshooting für das Tier eine interessante Veranstaltung, bei der ihm viel Aufmerksamkeit gewidmet wird. Das ist immer gut! Und: Es erlebt seinen Menschen mit ganz neuen Verhaltensmustern. Wann sonst wird ein Hund aufgefordert, sich mit oder ohne Besitzer auf das Sofa zu setzen und in eine bestimmte Richtung zu schauen, in der jemand abwechselnd den Namen ruft, mit der Zunge schnalzt oder sogar mit einem Leckerli winkt. Wie soll ein Tier bloß verstehen, was da in den Menschen vorgeht?!

Immerhin: Hunde sind es gewöhnt, bestimmte Kommandos zu befolgen und wollen dem Rudelführer mit richtigem Verhalten gefallen. Katzen hingegen gehören zu den ausgesprochen komplizierteren Models. Sie nähern sich dem Fotoapparat meist so sehr, dass außer der verschwommenen Nasenspitze nichts zu erkennen ist. Und flinke Tiere wie Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen oder Hühner können ungeübte Fotografen fast zur Verzweiflung treiben.

Trotzdem: Wie wäre es mal wieder mit einem Fotografierversuch mit Hund, Katze, Maus und Co.? Damit die Tiere sich wohlfühlen und so entspannt wie möglich bleiben, sollte man drei kleine Grundsätze unbedingt beherzigen.

Haustiere fotografieren: So klappt das Foto von Hund oder Katze

Erstens: Bitte nicht blitzen! Das plötzlich aufscheinende, grelle Licht führt meist zu schreckhaften Reaktionen. Das Tier wird unsicher, darum schnell widerspenstig und die Geschichte ist gelaufen. Außerdem reflektiert der Augenhintergrund das direkte Blitzlicht je nach Tierart leuchtend rot oder gruselig blaugrün.

Zweitens: Keine Hauruck-Aktion! Wer sein Haustier schnell schnappen und es irgendwo platzieren möchte, muss mit Widerstand rechnen. Im Gegensatz dazu kann es Wunder bewirken, wenn Sie das Tier behutsam an den Schauplatz locken. Eine halbe Stunde Zeit sollte man für ein gutes Resultat mindestens einplanen.

Drittens: Belohnen bringt’s! Seien es eine kleine Knabberei, lobende Worte oder Streicheleinheiten, für jedes brave Stillsitzen gibt es etwas Gutes. Und zum Abschluss wird als Belohnung noch ausgiebig gespielt.

Die Königsklasse in der Fotokategorie „Tier mit Besitzer“ ist mittlerweile das Selfie. Probieren Sie es aus! Resultate gerne an meine E-Mail-Adresse: tanja@animalicum.com

Tanja Warter ist Tierärztin. Seit zehn Jahren verknüpft sie die Leidenschaft für die Tiermedizin mit dem Spaß am Schreiben.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

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