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Versicherung

22.10.2016

Kfz-Versicherung: So können Sie beim Wechseln Geld sparen

Ein Wechsel der Kfz-Versicherung kann sich für viele Autofahrer lohnen.
Bild: Andrea Warnecke, dpa (Symbolbild)

Wer seine Autoversicherung wechseln möchte, hat noch bis Ende November die Möglichkeit dazu. Dabei lohnt es sich, Anbieter zu vergleichen.

Die Kündigungssaison für Autoversicherunger läuft: Wer im nächsten Jahr zu einem neuen Anbieter wechseln will, muss bis spätestens 30. November bei seinem Versicherer kündigen. Laut der Zeitschrift "Finanztest" lassen sich durch einen Wechsel oft einige hundert Euro einsparen.

Warum lohnt sich jetzt ein Blick auf Angebote anderer Versicherer?

Ganz allgemein gibt es teils große Unterschiede zwischen den Anbietern, durch Vergleiche lässt sich die Belastung also mitunter verringern. Neue Verträge enthalten außerdem bisweilen standardmäßig vorteilhaftere Klauseln, die bei älteren Policen noch fehlen - etwa zum Thema grobe Fahrlässigkeit. Auch das kann ein Argument für einen Wechsel sein.

Kfz-Versicherung: So können Sie beim Wechseln Geld sparen

Besonders zum Ende der Wechselsaison, wenn die Kündigungsfristen auslaufen, senken die Anbieter darüber hinaus oft die Preise, um Neukunden anzulocken. "Finanztest" zufolge dürfte dies aktuell besonders ausgeprägt sein, weil große Autohersteller mit günstigen Tarifen in den Markt einsteigen und die klassischen Versicherer unter Druck setzen. Um zu profitieren, müssen Kunden demnach auch nicht unbedingt wechseln: Wer mit Kündigung droht, dem kommt sein bisheriger Anbieter manchmal schon mit "Treuerabatten" entgegen.

Welche Police ist nötig: Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko?

Die Haftpflichtversicherung ist vorgeschrieben. Sie deckt aber nur Schäden an fremden Autos oder Personen ab. Wer Schäden am eigenen Auto versichern will, braucht eine Kaskoversicherung.

Dabei gibt es zwei Varianten: Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen. Erstere decken nur Schäden durch bestimmte Ereignisse ab, die außerhalb der Kontrolle des Fahrers liegen. Dazu gehören Diebstähle, Wildunfälle oder Unwetterschäden. Vollkaskoschutz geht darüber hinaus und greift auch bei Unfällen, die durch die Fahrweise des Fahrers selbst verschuldet wurden. Außerdem werden auch Vandalismusschäden übernommen.

Tipps zum Wechsel der Kfz-Versicherung

Wie hoch sollte die Risikoabdeckung der Police sein?

Autobesitzer sollten nicht allein nach der Beitragshöhe entscheiden, sondern auf guten Versicherungsschutz achten. Haftpflichtversicherungen haben eine gesetzlich definierte Mindestdeckungssumme. Experten empfehlen jedoch, die Deckungssumme auf mindestens 100 Millionen Euro zu erhöhen. Das kostet oft nicht viel.

Die Entscheidung für Teil- oder Vollkasko ist dagegen von der persönlichen Umständen abhängig. Bei sehr alten Autos kann unter Umständen eine Haftpflicht reichen, weil sie ohnehin nicht mehr viel wert sind. Für teurere Autos empfiehlt sich Vollkaskoschutz.

Wie hoch sind die Kosten für die Autoversicherung?

Das ist pauschal schwer zu sagen. Der Preis hängt von persönlichen Faktoren des Kunden ab, die dessen Schadensrisiko bestimmen. Dazu zählen etwa Alter, Wohnort und Beruf.

Jährlich berechnet die Versicherungswirtschaft zudem das Schadensrisiko aller Autos neu, die entsprechend in Klassen eingeteilt werden. Je öfter und schwerer Unfälle mit dem Wagen eines Typs statistisch sind, umso höher ist dann die sogenannte Typklasse und damit auch die anfallende Beitragshöhe. Gleiches gilt für die sogenannte Regionalklasse: Sie bildet das Unfall- und Schadensprofil von Zulassungsbezirken ab -  etwa die Häufigkeit von Kfz-Diebstählen, Wildunfällen oder Sturm- und Hagelunwettern.

Kfz-Versicherung: Diese Sonderleistungen sind sinnvoll

Gibt es wenigstens allgemeine Aussagen zur Höhe?

Laut Gesamtverband der Versicherungswirtschaft schlug eine Haftpflichtversicherung 2015 im Schnitt mit 249 Euro zu Buche, für Teilkaskoversicherungen wurden im Schnitt weitere 90 Euro fällig und der Vollkaskoschutz war im Schnitt für 314 Euro zu haben.

Welche Sonderleistungen sind sinnvoll, welche nicht?

Verbraucherschützern zufolge sind Insassenunfallversicherung überflüssig, weil diese bereits über die Haftpflichtversicherung abgesichert werden. Wenig halten sie auch von Extra-Beiträgen zur Versicherung von Sonderausstattung; diese sollten ihrer Meinung nach bei empfehlenswerten Versicherungstarifen schon automatisch mitversichert sein.

Achten sollten Kunden laut "Finanztest" unter anderem aber darauf, dass der eigene Kaskoschutz Beißschäden durch Marder abdeckt, weil dadurch teure Motordefekte drohen können. Auch eine ergänzende Haftpflicht für Mietwagen im Ausland ist demnach sinnvoll. AFP 

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