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Ratgeber

05.05.2020

Licht, umtopfen, richtig gießen: So überleben Ihre Zimmerpflanzen

Abstauben tut einer Zimmerpflanze gut.
Bild: Andrea Warnecke, dpa (Symbolbild)

Orchideen sind kälteempfindlich, fleischfressende Pflanzen vertragen kein kalkhaltiges Wasser – damit Zimmerpflanzen überall überleben, müssen einige Dinge beachtet werden.

Im Idealfall stehen sie sattgrün leuchtend in einer Ecke des Zimmers und verleihen dem Raum mehr Gemütlichkeit. Doch oft verkümmern Zimmerpflanzen trostlos auf dem Fensterbrett, geplagt von Zugwind oder trockener Heizungsluft. Gärtnermeister Christian Thalhofer vom Augsburger Gartencenter Wörner verrät einige Tipps, wie Zimmerpflanzen auch ohne grünen Daumen überleben.

Zimmerpflanzen: Tipps rund ums Gießen, Düngen oder Umtopfen

Abstauben: „Eine Staubschicht auf den Blättern erschwert den Pflanzen die Photosynthese“, sagt Thalhofer. Er rät: Ab und an die Pflanze in die Badewanne stellen und abbrausen, das spült auch Düngereste aus der Erde.

Basilikum: Zählt im weitesten Sinne als Zimmerpflanze. Da er sehr empfindlich ist, sollte man die Plastikhülle nicht herunterreißen, sondern Tag für Tag ein bis zwei Zentimeter kürzen. So kann sich die Pflanze langsam an die neue Umgebung gewöhnen und hält länger.

Licht, umtopfen, richtig gießen: So überleben Ihre Zimmerpflanzen

Christstern: Im Winter eine der beliebtesten Zimmerpflanzen. Allerdings ist sie auch sehr empfindlich (siehe „E“).

Dünger: Thalhofer rät, bei jedem Gießen auch ein wenig Dünger hinzuzufügen, das sei für die Pflanzen besser, als alle paar Wochen stärker gedüngt zu werden.

Empfindliche Pflanzen: Orchidee, Weihnachtsstern und Ficus sind sehr kälteempfindlich. Schon fünf Minuten in winterlicher Zugluft reichen und sie werfen Blüten und Blätter ab. Also: Die Pflanzen lieber wegräumen, wenn das Fenster geöffnet ist.

Fensterbank: Im Winter kann die Fensterbank für Pflanzen Stress bedeuten, wenn direkt darunter die Heizung läuft. Gerade Pflanzen mit sehr feinen Blättern vertragen die trockene Heizungsluft nicht und bekommen braune Blätter.

Gießen: Wenn die Pflanzen im Winter weniger Licht bekommen, wachsen sie auch weniger, erläutert Experte Thalhofer. Daher sollten sie in den Wintermonaten weniger gegossen werden.

Heizung: Thalhofer rät, im Winter ein Schälchen mit Wasser auf die Heizung zu stellen, damit sich durch die Verdunstung die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht. Gerade tropische Pflanzen trocknen sonst aus.

Kaffeesatz: Kaffeesatz als Düngemittel? Thalhofer rät, den Kaffeesatz lieber zu kompostieren und dann gut gemischt zu verwenden, dann sind noch mehr Nährstoffe im Boden enthalten.

Licht: Eine Pflanze, die Sonne benötigt, ist generell auf einem nach Süden ausgerichteten Fensterbrett gut aufgehoben. Halbschatten herrscht in einer Zimmerecke und ein Zimmer mit Nordfenster ist für Pflanzen geeignet, die mit wenig Licht auskommen.

Mineralwasser: „Das schadet der Pflanze sicher nicht, ersetzt aber keinen Dünger“, sagt der Gärtnermeister.

Nährstoffe: Laut Thalhofer benötigen Zimmerpflanzen vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium aus (Bio-)Düngern.

Ort: Zitruspflanzen brauchen viel Licht, tropische Pflanzen mögen Schatten – jede Pflanze hat eigene Bedürfnisse. Thalhofers Tipp: Der Drachenbaum ist robust und lebt in der Sonne sowie im Halbdunkel gut.

Raumklima: In vielen Wohnungen beträgt die Luftfeuchtigkeit im Winter nur 30 Prozent. „Gerade tropische Pflanzen brauchen aber mehr Luftfeuchtigkeit“, sagt der Experte. In zu trockenen Räumen herrschen zusätzlich beste Bedingungen für die Spinnenmilben (siehe S).

Spinnenmilben: Sie sind im Winter ein häufiger Schädling. Sie nisten sich ein und saugen den Saft aus den Blättern. Um sie loszuwerden, am besten die Pflanze abduschen, spritzen und im Raum die Luftfeuchtigkeit erhöhen (siehe „H“).

Trauermücken: Sie ähneln Fruchtfliegen und lieben feuchte Erde. Die Larven fressen die Wurzeln an und wenn die befallene Pflanze gegossen wird, erheben sich Schwärme aus dem Topf. Hier hilft: spritzen.

Umtopfen: Gärtnermeister Thalhofer empfiehlt, eine Pflanze alle zwei Jahre umzutopfen, am besten im Frühling. Der neue Topf sollte nur zwei Fingerbreit größer sein, sonst sind die Wurzeln noch zu klein, um das Wasser aus der Erde aufzunehmen, der Topf bleibt nass und die Pflanze fault.

Vertrocknen: Paradoxerweise vertrocknen Pflanzen auch, wenn sie zu viel gegossen werden. Dann faulen die Wurzeln und können kein Wasser mehr aufnehmen. Wenn die Blätter gelb werden also prüfen, ob der Topf zu nass oder zu trocken ist.

Wurzeln: Pflanzen sollten im Frühjahr umgetopft werden, damit sie besser „einwurzeln“, sagt Thalhofer. Soll die Pflanze nicht weiter wachsen, profitiert sie trotzdem davon, wenn sie in frische Erde gesetzt wird.

Zu viel Kalk: Thalhofers Tipp für Pflanzen, für die Leitungswasser zu kalkhaltig ist: destilliertes Wasser dazu mischen oder Regenwasser benutzen.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

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