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Reisen

06.06.2020

Liste führen, Kleidung rollen: Tipps zum Kofferpacken

Packen für den Urlaub. Dass dabei nichts schief läuft, haben wir Tipps.
Bild: Jochen Tack (Symbolbild)

Liste führen, Kleidung rollen und feste Gurte: Wir haben zwölf Tipps, die Platz im Koffer sparen und Nerven schonen. Denn beim Packen gilt es auf einiges zu achten.

Koffer packen: Tipps und Tricks - eine Liste hilft

1. Nur die Ruhe

Also am besten eine Packliste (auf Papier oder in Gestalt einer App wie „Pack the bag“) anfertigen und diese dann Schritt für Schritt abarbeiten. Alles in einer Ecke in der Wohnung oder im Haus zusammentragen und dann vor dem eigentlichen Packen auf dem Bett oder anderswo einen Haufen bilden. Das sollte nicht erst am Abreisetag passieren. Denn falls etwas Wichtiges fehlt, lässt sich das noch ohne Stress besorgen.

2. Auf die Größe kommt es an

Tendenziell wird jedes Gepäckstück randvoll gepackt. Daher ist die umgekehrte Herangehensweise schlauer: Erst sehen, was wirklich mit muss, und dann – mit etwas Luft – das Gepäckstück wählen. Tut es vielleicht eine Handgepäcktasche oder ein Businesstrolley, der Kleidung und Laptop trennt? Vorteil hier: Spart Zeit beim Einchecken und bei der Gepäckausgabe, eventuell gar Zusatzgebühren. Oder ist ein Rucksack praktischer? Selbst beim Koffer bleibt die Frage: Hart- oder Weichgepäck? Hartgepäck ist – klar – stabiler, kratzfester und komfortabler, aber auch schwerer, wobei es auch harte Koffer aus 100 Prozent Polycarbonat gibt. Leichtigkeit und bessere Handlichkeit sind dennoch beim Weichgepäck größer.

Ein Businesstrolley kann für manche Reise schon ausreichen. Das spart Zeit und eventuell sogar Zusatzgebühren.
Bild: Tobias Hase, dpa (Symbolbild)

3. Mut zur Lücke

Klar, man kann sich für alle Eventualitäten mit Equipment rüsten, aber das frisst Platz. Also lieber auf Kleidungsstücke verzichten, deren Einsatz ohnehin fraglich ist (dabei hilft ein Blick auf die Wetterprognose bzw. die Wetterhistorie am Reiseort). Föhn und Handtücher müssen ohnehin meist nicht ins Gepäck – die gibt es in (fast) jedem Hotelzimmer. Sonnencreme hingegen ist am Urlaubsort meist teurer als zu Hause und oft qualitativ schlechter. Ganz wichtig: Auf der Hinreise großzügig Platz beim Packen lassen! Zum einen fehlt einem auf der Rückreise meist die Lust, alles wieder schön platzsparend zu packen, und zum anderen kommen ja gern Souvenirs dazu.

4. Gewichtige Entscheidungen

Man kann es nicht oft genug sagen: Wichtige Medikamente, Laptop, Kamera, Tablet, Ladekabel, Pass und Wertsachen gehören ins Handgepäck! Nur für den Fall, dass das Hauptgepäck verloren geht. Dort kommen indessen die schweren Stücke wie Jeans, Kosmetikbeutel und Bücher nach unten – dort, wo die Rollen sind – dann wird die übrige Kleidung verteilt. Lücken lassen sich prima mit Kleinkram ausfüllen. Schuhe gehören natürlich auch nach unten, wobei hier noch zwei Extraregeln gelten: 1. sich auf zwei, maximal drei Paare beschränken. 2. Die schwereren Schuhe anziehen.

5. Harte Schale, geordneter Kern

Für den Hartschalenkoffer spricht, dass hier perfektes Ausnutzen des Stauraums bis in alle Ecken möglich ist. In die Kuhlen zwischen dem Gestänge passen perfekt Socken, Slips und andere kleine Dinge. Darauf liegen dann hochwertige Kleidungsstücke – wie etwa ein Blazer. Flache Kleidung wie Schlips und Co. passen hervorragend in die Netzfächer. Weichgepäck hat den Vorteil, dass es sein Volumen bis zu 20 Prozent erweitern kann ...

6. Ab ins Netz

Im Übrigen kommt das schicke Hemd für den Abend in den oberen Bereich des Koffers, Fliegen, Schlips und Tücher ins Netz. Verstellbare Packbänder helfen dabei, Knittern zu vermeiden und passen sich der Füllmenge an. Praktisch.

7. Rollenspiele

Generell bekommt man mehr in den Koffer, wenn die Kleidung gerollt statt gefaltet wird – egal, ob Hose, Pulli, Rock oder T-Shirt. Aber aufgepasst: Man muss schon eng rollen und nicht zu schluderig. Beim Verstauen von Tüchern hilft übrigens eine leere Papierrolle, die als Wickelhilfe dient. Damit die Rolle nicht einknickt, lässt sich diese mit Socken vollstopfen – so spart man zudem noch Platz im Koffer. An anderer Stelle können zerbrechliche Dinge wie Sonnenbrillen oder Accessoires mit eingerollt werden, damit sie auf der Reise geschützt sind. Besonders rollwürdig sind übrigens Chinos und Hemden.

8. Erst gurten, dann spurten

Feste Gurte, die flexibel einstellbar sind, ermöglichen eine variable Beladung des Koffers und zerdrücken im Gegensatz zu elastischen Gurten die Kleidung nicht.

9. Hier kommen die Kleinen groß raus

Ringe, Haarnadeln, Kleingeld –solch kleine Schätze verstecken sich gern in den hintersten Winkeln eines großen Koffers. Um langes Suchen zu vermeiden, empfehlen sich Kaugummi-Dosen, leere Brausetablettenpackungen oder Pillenboxen, die den Kleinkram beisammenhalten.

10. Läuft – aber hoffentlich nicht aus

So ein Unglück ist wahrscheinlich schon jedem passiert: eine aufgeplatzte Handcreme, Shampooflasche oder XXL-Senftube, deren Inhalt sich im Koffer verteilt. Das lässt sich leicht vermeiden, indem man etwas Frischhaltefolie über die Flaschenöffnung zieht und den Verschluss wieder darüber verschraubt. Zusatzmaßnahme: Shampoo (wenn es unbedingt das eigene statt der Hotelkosmetika sein muss), Deo, Zahnpasta oder Haargel in einen Klarsichtbeutel packen.

11. Über Kreuz gelegt

Rund 26 Millionen Gepäckstücke gingen 2016 auf weltweiten Flugreisen verloren. Auch wenn die meisten Koffer innerhalb von ein bis zwei Tagen dem Besitzer wieder zugestellt werden können, kann das zu Schwierigkeiten führen – etwa, wenn man am Urlaubsort nichts zum Anziehen hat. Paare können diese Situation entschärfen, indem sie ihr Gepäck einfach auf beide Koffer verteilen. Sinnvoll ist auch, zumindest eine Unterhose, Socken und die Badeshorts ins Handgepäck zu stecken.

12. Auf Nummer sicher

TSA-Schlösser bei Koffern erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Klarer Vorteil: Flughafenmitarbeiter können diese im Zweifel mit einem Universalschlüssel öffnen. Wenn das nicht möglich ist, brechen sie den Koffer nämlich einfach auf. Die größere Gefahr lauert jedoch am Gepäckband, Stichwort Verwechslungsgefahr. Dem Koffereinerlei lässt sich entgegenwirken, indem man Farbe bekennt. Ein pinkfarbener Koffer ist einfach auffälliger als ein schwarzer. Alternativ tut es auch ein prägnanter Aufkleber. Das ist besser als Riemen, Schnüre oder Bänder – wenn diese nicht ganz strammgezogen sind, bleiben sie leicht irgendwo unterwegs hängen.

Und noch ein Tipp: Vor dem Einchecken ein Foto vom Koffer machen. So ein Bild kann im Verlustfall für die Flughafenmitarbeiter hilfreich sein, um das gesuchte Gepäckstück schnell unter vielen anderen ausfindig zu machen.

Mehr hilfreiche Informationen finden Sie hier in unserem Ratgeber zum Thema Reise.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

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