Newsticker
Achtmal ansteckender: Ministerpräsident Söder warnt vor Delta-Variante
  1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Mückenstiche - Hausmittel: Was hilft bei einem Mückenstich?

Insekten
31.05.2021

Diese Hausmittel helfen gegen Mückenstiche

Mückenstiche sind schmerzhaft. Was gegen den Juckreiz hilft.
Foto: Patrick Pleul, dpa (Archiv)

Mückenstiche nerven. Ein Augsburger Hautarzt gibt Tipps, was gegen die Stiche hilft.

Was hilft gegen Mückenstiche? Wir haben mit einem Arzt darüber gesprochen, wie man sich vor den Stichen schützen kann und was am besten zu tun ist, wenn man doch gestochen wurde.

Mückenstiche: Wie kann man sich schützen?

Mittel, die Mücken vertreiben sollen – wie etwa Autan – sind häufig ein wirksamer Schutz, sagt der Augsburger Hautarzt Georg Popp. Allerdings sollte man ausprobieren, welches Anti-Mückenspray bei einem selbst den besten Effekt hat. „Die Mücken reagieren auf Körpergeruch und werden davon angelockt“, erklärt der Mediziner. Welches Mittel beim wem wirkt kann daher sehr unterschiedlich sein. Um nachts ruhig schlafen zu können, empfiehlt der Arzt außerdem ein Mückennetz.

Sollte man sich ein Mückenspray mit in den Urlaub nehmen?

Nein, sagt Popp. Denn in anderen Ländern leben andere Stechmücken. Es sei besser, sich im Urlaubsort ein Mückenspray zu kaufen. Diese schützen meist besser.

Welches Hausmittel helfen bei Insekten-Stichen?

Der Spruch: „Spucke hilft“, stimmt, sagt der Augsburger Hautarzt Georg Popp. Denn: „Die Spucke kühlt und das verschafft schon Linderung.“ Noch besser seien Kühlpacks aus dem Gefrierfach oder Eiswürfel. Aber vorsicht, diese sollte man nie direkt auf die Haut legen. Denn wenn sie zu viel Kälte abbekommt ist das auch nicht gut. Ein anderes bekanntes Hausmittel sind aufgeschnittene Zwiebel, die auf den Stich gelegt werden. „In der Zwiebel sind ätherische Öle und Schwefel, das wirkt schmerzstillend und hemmt die Entzündungsreaktion“, sagt Popp. Aloe Vera wirkt ähnlich gut.

Lesen Sie dazu auch

Häufig liest man: Hitze hilft gegen Mücken-Stiche. Stimmt das?

Das stimmt, sagt Popp. Sticht eine Mücke, gibt sie einen Gerinnungshemmer in das Blut ihres Opfers. Dieser besteht aus Eiweißen. Die gehen kaputt, wenn man sie erhitzt. Dazu kann man etwa einen heißen Kaffeelöffel auf den Stich legen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Damit die Eiweiße zerfallen, benötigen sie eine Temperatur von 40 bis 50 Grad „Das ist schon wirklich heiß auf der Haut“, sagt Popp. „Da muss man dann wieder aufpassen, dass es keine Verbrennungen gibt.“ Der Hitze-Trick funktioniert nur, wenn man den Stich sofort behandelt.

Was ist mit Antihistamin-Gelen, die man in der Apotheke kaufen kann, helfen sie gegen Mückenstiche?

Das sind sogenannte Antihistamin-Gele. Denn eigentlich juckt nicht der Gerinnungshemmer, den die Mücke ins Blut spritzt, sondern die Reaktion unseres Körpers darauf. Er schüttet Histamin aus. Das führt zum Juckreiz. Ein Antihistamin – in Form von Gel oder Tabletten – kann helfen. „Tabletten helfen sogar besser als Gele, weil sie vom Körper aufgenommen werden“, sagt Popp. In etwa der Hälfte der Fälle tue es aber auch ein Hausmittel.

Warum sollte man einen Mückenstich auf keinen Fall kratzen?

Je mehr man kratzt, desto weiter verteile sich der Gerinnungshemmer und desto mehr juckt es. Kratzt man den Stich auf, kann er sich außerdem entzünden. Dann dauert die Heilung länger.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

„Wenn ein Stich sich nicht so verhält, wie er sollte, ist es gut zu einem Hautarzt zu gehen“, sagt Popp. Er erlebe oft vermeintliche Mückenstiche, die gar keine sind. (hhc)

Mehr hilfreiche Informationen finden Sie hier in unserem Ratgeber zum Thema Gesundheit.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.