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Coronavirus

09.05.2020

Muttertag in Corona-Zeiten: Was erlaubt ist und was nicht

Am Sonntag ist Muttertag. Auch oder sogar besonders in Zeiten des Coronavirus kann man der Mama eine Freude machen. Dabei gilt es allerdings einiges zu beachten.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Am Muttertag dürfen sich Familie und Freunde wieder treffen. Auch ein Besuch im Alten- oder Pflegeheim ist unter Auflagen erlaubt. Wir haben die wichtigsten Fakten gesammelt.

Väter können zwar nicht darauf hoffen, dass Kinder im Kindergarten etwas für die Mütter basteln. Der Muttertag am Sonntag könnte aufgrund zahlreicher Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen trotzdem ein Erfolg werden. Es gilt allerdings einiges zu beachten. Wir haben die wichtigsten Fakten und Tipps rund um den Muttertag in Corona-Zeiten gesammelt.

Wen darf ich am Muttertag in Bayern alles treffen?

Der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt zwar immer noch, dennoch wurden die Kontaktbeschränkungen in Bayern etwas gelockert.

Den Muttertag am Sonntag nennt Ministerpräsident Markus Söder einen emotional sehr wichtigen Termin, deswegen sind Treffen mit direkten Verwandten seit Mittwoch wieder erlaubt. Das gilt für Eltern, Großeltern, Kinder, Enkel und Geschwister. Söder mahnte allerdings, gut darüber nachzudenken, ob alle auf einmal zusammenkommen oder man sich lieber nacheinander trifft. Verschwägerte, also angeheiratete Personen, sind Staatskanzleichef Florian Herrmann zufolge „rechtlich streng genommen da nicht dabei“.

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Während wegen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise bisher nur Treffen mit einer Person im Freien erlaubt waren, ist nach dem Beschluss von Söder seit Freitag das Beisammensein von unverwandten Personen aus zwei Hausständen möglich. Es dürfen also beispielsweise zwei Paare oder zwei Familien gemeinsam im Garten Kuchen essen oder im Wohnzimmer Kaffee trinken. Das Feiern und Grillen auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist untersagt.

Darf ich meine Mutter im Pflege- oder Altenheim besuchen?

Ja, Besuche der Eltern in Alten- und Pflegeheimen sind von Samstag an möglich – allerdings unter strengen Auflagen. Erlaubt ist eine feste Kontaktperson, die einmal täglich zu einer festen Besuchszeit kommt. Alle müssen Schutzmasken tragen und mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Das Gleiche gilt auch für Krankenhäuser. Ausnahmen gibt es, wenn Menschen im Sterben liegen. Söder sagte zudem, Besuche sollten möglichst im Freien stattfinden. Der Arbeitgeberverband Pflege warnt indes auch vor Besuchen in Pflegeheimen, da die Bewohner dort zur Hochrisikogruppe mit Blick auf Ansteckungen und Erkrankungen mit dem oft tödlich verlaufenden Coronavirus gehörten. Von einem Besuch sollte unbedingt abgesehen werden, wenn man selbst Husten oder Schnupfen hat.

Was mache ich, wenn meine Mutter Vorerkrankungen hat?

Ist die Mutter bereits krank oder geschwächt, sollte ein persönlicher Kontakt wegen des hohen Infektionsrisikos vermieden werden, warnt das bayerische Staatsministerium.

Welche Hygieneregeln gilt es am Muttertag zu beachten?

Bei einem Treffen am Muttertag mit der Familie oder Freunden gelten laut dem bayerischen Staatsministerium die gleichen Regeln wie bisher. So ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, Händeschütteln und Umarmungen sind möglichst zu unterlassen. Außerdem sollten die Hände regelmäßig und ausgiebig gewaschen werden. Das Tragen eines Mundschutzes ist empfehlenswert. Generell sollten Hände möglichst vom eigenen Gesicht ferngehalten und in die Armbeuge geniest und gehustet werden.

Kann ich meiner Mutter bedenkenlos einen Kuchen backen?

In der Regel sind die im Backofen erreichten Temperaturen ausreichend, um mögliche Coronaviren zu töten, schreibt die Verbraucherzentrale. Möchte man den Kuchen mit frischem Obst zubereiten, sollte man es unter fließendem Wasser gründlich waschen und nicht nass herumliegen lassen. Wer sicher sein möchte, kann zum Schäler greifen.

Welche Alternativen gibt es zu einem persönlichen Treffen?

Die Tradition am Muttertag, Blumen zu verschenken, kann auch in Corona-Zeiten fortgeführt werden. Der bayerischen Familienministerin Carolina Trautner zufolge dürfen Blumenläden wie in den Vorjahren an diesem besonderen Sonntag für vier Stunden öffnen. Wer seine Mutter nicht besuchen möchte, kann auch einen Blumengruß vor der Türe deponieren.

Wenn der persönliche Gruß nicht möglich ist, freut sich die technisch versierte Mutter über ein Ständchen, das per Videochat überbracht wird.

Längst kann man seine Fotos nicht nur auf gewohntem Wege ausdrucken. Spezielle Angebote erleichtern das Versenden von personalisierten Geschenken aller Art. So bieten viele Händler etwa an, mit eigenen Fotos bedruckte Schokolade, Duschgel oder Postkarten zu verschicken. (mit dpa)

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