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Öko-Test
07.04.2017

Schulranzen im Test: Viele Modelle sind nicht sicher genug

Bei Schulranzen sollten Eltern auf ausreichend Signalflächen achten, rät Öko-Test.
Foto: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

Öko-Test hat zehn Schulranzen untersucht. Deren Sicherheit leidet oft unter dem Design: Denn viele Modelle haben zu wenig Signalfläche und sind dadurch nur schlecht sichtbar.

Blümchen oder Pferde, Delfine und Fische, Dinosaurier oder die Helden aus Star Wars: Die Auswahl von Motiven auf Schulranzen ist schier unendlich, schließlich wollen Mädchen und Jungen einen Ranzen, der ihnen gefällt. Doch sind die Modelle auch sicher? Das Magazin Öko-Test hat jetzt zehn Schulranzen in einer Preisspanne von 69,95 bis 239,95 Euro getestet. Nur einen einzigen bewertet die Testredaktion als empfehlenswert.

Das Ergebnis: Viele Modelle fallen in puncto Sicherheit durch. Vier der zehn getesteten Ranzen erhalten hier die Bewertung "mangelhaft" oder "ungenügend", bei ihnen reicht nach Angaben der Tester die optische Warnwirkung nicht aus. Sie erfüllen nicht die Schulranzennorm DIN 58124. Die besagt, dass mindestens zwanzig Prozent der Vorder- und Seitenflächen aus fluoreszierendem Material in Neon-Gelb oder knalligem Orange und mindestens zehn Prozent aus reflektierendem Material bestehen müssen. Öko-Test rät Eltern deshalb, beim Ranzenkauf auf das Prüfzeichen der Norm 58124 zu achten.

Mängel: Bedenkliche Inhaltsstoffe, Wasser dringt ein

Neben der Sicherheit bewerteten die Experten auch Tragekomfort und Inhaltsstoffe der Schulranzen. In puncto Komfort überzeugten alle Modelle: Sie haben ein geringes Leergewicht, verstellbare Schultergurte und lassen sich leicht öffnen und schließen. Diese Ergebnisse relativieren sich aber durch größtenteils miese Ergebnisse im Inhaltsstoffe-Test: Mehr als die Hälfte der Ranzen erhält dabei die Note "ungenügend", da Weichmacher, Farbstoffe und chemische Verbindungen enthalten seien, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Auch den Zustand bei Regen nahmen die Tester unter die Lupe: Zwar sind die meisten Modelle gut verarbeitet, dennoch dringt Regen ein. Bei allen getesteten Ranzen waren laut Öko-Test nach der Regenwasserprüfung Vorder- oder Seitenfächer feucht, das Hauptfach blieb immerhin bei vier Modellen trocken.

Schulranzen im Öko-Test: Die Ergebnisse auf einen Blick

  • Nur ein einziger Ranzen, das Modell "Alpha Happy Dolphins" des Herstellers Scout, erhielt die Gesamtnote "gut", da er die Tester sowohl in puncto Sicherheit als auch nach dem Belastungstest überzeugte.
  • Die Modelle der Hersteller Steinmann Lederwarenfabrik, Jako-O, McNeill, Coppenrath und Hama bewerteten die Experten mit der Note "befriedigend".
  • Der Ranzen von Lego erhielt die Gesamtnote "ausreichend". Zwar enthält der Ranzen kaum bedenkliche Inhaltsstoffe, er kann aber in puncto Sichtbarkeit die Tester nicht überzeugen.
  • Einen zu geringen Anteil fluoreszierender und reflektierender Flächen haben nach Angaben von Öko-Test die Modelle der Hersteller F.O. Bags, Herlitz und Undercover. Sie fielen als "mangelhaft" durch.

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