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Gesetzentwurf

08.01.2020

Passfotos sollen nur noch auf dem Amt und unter Aufsicht entstehen

Passfotos sollen nach einem Gesetzentwurf des Innenministeriums in Zukunft direkt auf dem Amt gemacht werden.
Bild:  Ole Spata, dpa (Symbol)

Das Bundesinnenministerium fordert, dass Fotos für Reisepass und Personalausweis direkt auf dem Amt gemacht werden. Der Einzelhandel befürchtet hohe Einbußen.

Fotos für den Reisepass oder den Personalausweis sollen in Zukunft direkt auf dem Amt gemacht werden. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums vor. So sollen die Bilder in "Gegenwart eines Mitarbeiters" aufgenommen und direkt elektronisch erfasst werden. Geplant sind demnach Selbstbedienungsterminals in insgesamt 5500 Pass- und Ausweisbehörden in Deutschland.

Dokumente sollen fälschungssicher werden

Grund für die angestrebte Änderung ist die Sorge vor Bildmanipulationen. Durch so genanntes Morphing können mehrere Fotos zu einem einzigen Gesicht zusammengefügt werden. "Ist ein auf dem Pass enthaltenes Lichtbild auf diese Weise manipuliert, kann nicht nur der Passinhaber, sondern unter Umständen auch eine dritte Person, deren Gesichtszüge im Passbild enthalten sind, den Pass zum Grenzübertritt nutzen", heißt es im Entwurf.  Es sei nötig, die Dokumente fälschungssicher zu gestalten, damit deutsche Bürger auch in Zukunft visafrei in die meisten Staaten reisen könnten, argumentiert das Ministerium.

Einzelhandel befürchtet Einbußen für Fotostudios

Der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, und Frank Schipper, Vorsitzender des Bundesverbands Technik des Einzelhandels (BVT) kritisieren diesen Plan. In einem Brief an Innenminister Horst Seehofer (CSU) äußern sie die Sorge, dass dadurch erhebliche Umsatzeinbußen im Einzelhandel entstehen. Denn Passbilder würden nicht nur den höchsten Deckungsbeitrag erzielen, sie sorgen auch maßgeblich für Kundenfrequenz bei den Fotostudios.

Passfotos sollen nur noch auf dem Amt und unter Aufsicht entstehen

Noch bis Ende Januar haben betroffene Verbände Zeit, Stellung zu nehmen. Danach berät die Regierung zunächst intern. Die Neuerungen sollen nach einer Übergangszeit von zwei Jahren in Kraft treten. Falls sich Bundestag und Bundesrat schnell einigen können, könnte das bereits im Sommer 2022 sein. (AZ, dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

09.01.2020

Gibt‘s auf Malta schon längst.
Der eigentliche Hammer auf Malta ist allerdings, dass das ganze Ausweisprozedere KEINEN einzigen Cent kostet.

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