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Essen

13.08.2020

Rezeptideen: Eine kalte Suppe für heiße Tage

Kühle Suppen für heiße Tage sind lecker und gesund. Wer es gern etwas crunchy mag, gibt noch Toppings wie Stückchen von Gemüse oder hart gekochtem Ei in die Gazpacho.
Bild: Andrea Schmidt-Forth

Immer nur Salat ist langweilig: Gazpacho ist nicht nur einfach herzustellen, sondern auch gesund: Sie gleicht die beim Schwitzen verlorenen Mineralstoffe wieder aus.

In Spanien kennt jedes Kind Gazpacho. Meist wird die Gemüsesuppe aus Gurke, Tomaten und Paprika zubereitet, je nachdem, was der Garten oder der Markt gerade an erntefrischem Gemüse hergibt. Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern in München mag Gazpacho, weil sie angenehm leicht, gut verdaulich und lecker ist. Auch ihr hoher Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium und Natrium ist ein gutes Argument: "Beim Schwitzen verlieren wir diese Mineralstoffe und da ist diese Suppe ein prima Nährstofflieferant!“

Gazpacho ist einfach herzustellen. Das Gemüse wird wie bei den meisten kalten Sommersuppen roh verarbeitet. Kochen ist nicht nötig. Nur das Kühlen nimmt etwas Zeit in Anspruch. Zu kalt sollte man die Süppchen nicht servieren, denn hier gelten die gleichen Empfehlungen wie bei Erfrischungsgetränken: Eisgekühlt löschen sie den Durst nur kurzfristig. Außerdem geben sie dem Körper das Signal, mehr Wärme zu erzeugen, können den Kreislauf belasten und Magenbeschwerden hervorrufen. Daher gilt auch für Gazpacho (und verwandte Sommersuppen): nicht zu kalt verzehren.

Noch wichtiger ist, auf Hygiene zu achten. "Kalte Suppen sind ähnlich empfindlich wie Smoothies. Deshalb nicht mehr als ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren“, so die Ernährungswissenschaftlerin.

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Aus Spanien: Gazpacho

Für 4 Personen: Ca. 240 g Weißbrot oder Ciabatta würfeln, mit 500 ml abgekühlter Gemüsebrühe und 4 EL Rotweinessig begießen und einige Minuten einweichen. In der Zwischenzeit 800 g vollreife Tomaten heiß überbrühen, enthäuten und hacken (alternativ können Sie auch gehackte Tomaten aus der Dose verwenden). 1 große Salatgurke schälen, längs halbieren, mit einem Löffel entkernen. 1 große rote Paprika (oder 2 kleine) entkernen.

Einen Teil des vorbereiteten Gemüses in feine Würfel schneiden, es sollen etwa 2 EL Gemüsewürfel entstehen. Diese in einem verschließbaren Behälter in den Kühlschrank stellen. Das restliche Gemüse grob hacken. Das Brot mit Essig und Brühe sowie das gehackte Gemüse fein pürieren. 1-2 Knoblauchzehen durchpressen und dazugeben, 4 EL natives Olivenöl extra unterrühren.

Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Zucker und etwas Chilipulver abschmecken. Die Gazpacho mindestens 2 Stunden im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Mit den Gemüsewürfeln bestreut servieren. Dazu schmeckt Brot.

Aus Florida: Avocado Frappé

Für 4 Personen, je 2 Tassen: 4 reife Avodacos schälen, Kern entfernen, Fruchtfleisch stückeln. 1 Bio-Orange waschen, Schale fein abreiben. 2 EL von diesem Abrieb mit den Avocadostückchen, 2 TL Salz, ¼ Teelöffel gehacktem Ingwer und etwas frisch gemahlenem Pfeffer mit dem Pürierstab oder im Standmixer musen, anschließend mit 6 Tassen frischer Milch verrühren und für mindestens zwei Stunden kaltstellen. In Tassen, mit ein paar frischen Avocadoscheiben dekoriert, servieren.

Aus Frankreich & Italien: Geeiste Tomatensuppe

Für 4 Personen: Etwa 1 Kilo frische Tomaten, am besten eine Mischung aus Fleischtomaten, süßlichen und säuerlichen Tomaten, waschen, schälen, entkernen und das Fruchtfleisch durch ein ganz feines Sieb drücken. 1 EL italienischen Rotweinessig und 1 EL Noilly Prat dazugeben. Wenn Sie keinen Noilly Prat haben oder kaufen können, können Sie stattdessen trockenen Sherry oder Martini dry sowie Weißwein (jeweils zur Hälfte) nehmen. Die Anschaffung lohnt allerdings, denn der trockene französische Wermut verleiht Gerichten wie auch Salatsoßen den letzten Pfiff, ohne den Geschmack zu dominieren. Dann mit Salz und gemahlenem Pfeffer abschmecken. In einer Glasschüssel (!) auf ein Bett aus Eiswürfeln stellen und mindestens zwei Stunden durchkühlen lassen. Mit getoastetem Weißbrot anbieten. Als Topping schmecken zum Beispiel Basilikum und Champignons, jeweils in Streifen geschnitten.

Aus Griechenland: Gurken-Joghurt-Suppe

Für 4 Personen: 1 große Salatgurke in sehr dünne Scheiben hobeln oder fein reiben. In einer Schüssel mit etwas Salz bestreuen und 10 min. ziehen lassen. Die Gurken in ein Sieb geben, die Flüssigkeit, die sie abgegeben haben, auffangen und mit circa 600 g griechischem Joghurt (gibt es auch kalorienreduziert) verrühren. Leicht pfeffern und fein gehackte Kräuter (etwas Petersilie und Minze oder frisches Koriandergrün) darunter rühren. Gurke zum Joghurt geben, gut mischen. Dann zugedeckt für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank rasten lassen. Wer die Suppe lieber mit frischem Dill würzt, gibt diesen vor dem Servieren dazu! Alternativ können Sie die Suppe auch mit ein paar gerösteten Pinienkernen (in der Pfanne und ohne Fett) und geviertelten Kirschtomaten (ca. 200 g) servieren. Dazu schmeckt gut Knoblauchbrot.

Eine leichte und frische Suppe für warme Sommertage: kalte Gurken-Joghurt-Suppe.
Bild: Andrea Kramp/Bernd Gölling, dpa

Momentan gibt es auf dem Markt, in Supermärkten und bei den Discountern frische Heidelbeeren – oft auch aus heimischer Ernte. Mit ihnen ist im Handumdrehen ein fruchtig-frischer Genuss gemacht, den auch Kinder mögen!

Aus Schweden: Blaubeersuppe

Für 4 Personen: 600 Heidelbeeren waschen (sollten Sie TK-Früchte verwenden, diese zuerst auftauen lassen). 1 Bio-Zitrone waschen, Schale fein abreiben und Saft auspressen. 1 Apfel schälen, Kernhaus entfernen, Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden, in 2 EL Wasser kurz weich dünsten, mit 2 EL braunem Zucker bestreuen und unter Rühren karamellisieren lassen. Die Heidelbeeren, 800 ml naturtrüben Apfelsaft und Zitronenschalen-Abrieb dazugeben. Zum Binden 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker sowie 3 EL Speisestärke mit 4 EL vom Zitronensaft verrühren, zur Heidelbeersuppe geben, unter Rühren kurz aufkochen und dann abkühlen lassen. Mit einem dicken Klecks frisch geschlagener Sahne sowie ein paar frischen, gewaschenen Heidelbeeren (insgesamt ein kleines Schälchen) servieren. Etwas nahrhafter wird die Suppe mit Grießnocken. Dazu 500 ml Milch mit 1 Prise Salz, 80 g braunem Zucker und 40 g Butter aufkochen, 100 g Hartweizengrieß zugeben und unter kräftigem Rühren ausquellen lassen. Vom Herd nehmen und rasch 2 Eier (Größe "M“) einrühren, auskühlen lassen. Von der Grießmasse Klößchen abstechen, in siedendem Salzwasser 10 Minuten gar ziehen lassen und herausnehmen.

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