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Sommerferien

25.06.2016

Sand, Steine und Co.: Was darf ich aus dem Urlaub mitnehmen?

Die Erinnerungen an den Strandurlaub wollen sich manche Reisende durch Mitbringsel verlängern. Doch nicht alles darf man mit nach Hause nehmen.
Bild: Julian Stratenschulte (dpa)

Mit den Sommerferien steht auch die Hauptreisezeit kurz bevor. Doch manch nettes Urlaubssouvenir kann beim Zoll ganz schön Ärger machen. Ein Überblick.

Ein Schmuckstück hier, ein Fläschen Sand da: Viele Urlauber nehmen sich gerne ein Andenken an ihre Auslandsreise mit nach Hause - doch nicht alles ist erlaubt. Wir geben Tipps, damit es am Ende keinen Ärger beim Zoll gibt.

Auf den Artenschutz achten

Manche Tiere und Pflanzen stehen unter Schutz, wer trotzdem welche kauft und mit nach Deutschland bringt, muss mit Strafen rechnen. Das gilt auch für Waren, in denen Teile von geschützten Tieren, also zum Beispiel deren Fell, eingearbeitet sind. Auf der Internetseite artenschutz-online.de kann man für jedes Land nachschauen, welche Tiere und Gegenstände besonders geschützt sind.

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Thomas Meister, Pressesprecher des Zollamts am Münchner Flughafen, erinnert sich an ein besonders spektakuläres Mitbringels eines Reisenden: "Er hatte Elefanten-Dung aus Afrika dabei und wollte sich daraus einen Briefbeschwerer machen." Und das war sogar erlaubt: Denn obwohl Elefanten vom Aussterben bedroht sind und für sie besonders strenge Regelungen gelten - ihr Dung ist das Einzige von ihnen, was man sich als Souvenir mitnehmen darf. Verboten sind dagegen zum Beispiel Schmuckstücke, in denen Elefantenhaare eingearbeitet sind. Probleme gab es beim Münchner Zoll dagegen öfters mit Schildkröten, die deutsche Reisende im Wasserglas oder in der Seifendose transportiert hatten. Die werden dann bei einer Repitilienauffangstation aufgepäppelt und an Zoos oder private Züchter in Deutschland weitergegeben. So erging es auch den 20 Schlangen, die ein Urlauber mitgebracht hatte, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Was darf ich vom Strand mitnehmen?

Wer denkt, ein bisschen Sand mitzunehmen, sei nicht schlimm, hat unrecht: In Italien zum Beispiel ist das rechtlich verboten. Dort darf man weder Sand, noch Algen, Kies oder anderes Strandgut vom Meer oder dessen Ufer entfernen. Auf Sardinien haben einige Gemeinden laut Medienberichten jetzt sogar Überwachungskameras installiert, um Sanddieben auf die Schliche zu kommen. Auch auf den Philippinen und Teneriffa sollte man lieber die Finger von Sand lassen, hier gibt es ebenfalls Strafen. Vorsicht auch beim Strandurlaub in der Türkei: Wer Korallen oder Steine mitnimmt, bekommt Ärger.

Kunst und Schmuck: Vorsicht bei Kulturgütern

Kulturgüter sind Gegenstände, die ein bedeutungsvolles Gut für die Archäologie, Geschichte, Literatur, Kunst oder Wissenschaft darstellen. Je nach Land unterliegen sie sehr strengen Ausfuhrbeschränkungen. Das Problem: Oft können Urlauber nicht sofort erkennen, ob ihr geplantes Mitbringsel ein Kulturgut ist. Häufig handelt es sich dabei um seltene Mineralien, Antiquitäten, bedeutende Bücher, Bilder oder Zeichnungen.

Vor dem Urlaub sollten sich Reisende gut informieren

Wer aus dem Urlaub ein besonderes Souvenir mitbringen möchte, sollte sich daher stets informieren, was man aus dem jeweiligen Land mitnehmen darf und was nicht beziehungsweise gänzlich auf derartige Souvenirs verzichten.

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