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Haushaltstipp
19.07.2021

Kaputter oder schmutziger Siphon? So klappt der Austausch

Wenn Verstopfungen sich nicht anders lösen lassen, muss man einen freiliegenden Siphon auseinanderschrauben und reinigen.
Foto: Draksal Verlag, dpa (Symbolbild)

Wenn es unter dem Waschbecken tropft und mieft, muss der Siphon oft ausgetauscht werden. Mit dieser Anleitung gelingt das im Handumdrehen.

Durch die ständige Benutzung kann ein Siphon schnell an Optik verlieren, tropfen oder Schäden entwickeln. Auch unangenehme Gerüche aus dem Abfluss haben die Ursache meistens beim defekten Siphon. In diesen Fällen lohnt es sich, den Siphon auszutauschen. Sogar Laien können das.

Siphon austauschen: Anleitung

Als Hilfsmittel und Werkzeuge benötigt man neben dem neuen Siphon eine Siphonzange, Zollstock, Überwurfmutter und neue Dichtungsringe. Für den Fall, dass ein Teil vom Siphonrohr gekürzt werden muss, braucht man noch die passende Säge für ein Metall- oder Kunststoffrohr sowie eine Feile beziehungsweise Schleifpapier. Im Handel existieren Siphons in den unterschiedlichsten Varianten. In der Regel verwendet man einen herkömmlichen Flaschen- oder Röhrensiphon. Für extravagante Optik sind mittlerweile aber auch Siphons im Designer-Look erhältlich.

Schritt 1: Abmessen

Im ersten Schritt werden die Maße genommen: Maße notieren und vielleicht ein Foto mit dem Handy machen, das erleichtert die Suche nach dem passenden Siphon im Baumarkt oder Sanitärfachhandel. Vier Maße müssen ermittelt werden: der Durchmesser des Rohres in der Wand, der Durchmesser des Ablaufs am Waschbecken sowie die Entfernung des Ablaufs zum Rohr in der Wand (senkrecht und waagrecht). Beim Kauf des Siphons sollte darauf geachtet werden, dass alle benötigten Teile wie Dichtungsringe, Überwurfmutter und Geruchsverschluss enthalten sind. Dann steht dem Siphonwechsel nichts mehr im Wege. Sollte es Unsicherheiten bei den Maßen geben, den alten Siphon demontieren, reinigen und zum Baumarkt oder Sanitärfachhandel mitnehmen.

Schritt 2: Vorbereiten

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Vor dem Ausbau des alten Siphons einen Eimer darunter stellen und einen Lappen zur Hand nehmen. Das Wasser, das sich im alten Siphon befindet, kann dann ganz einfach in den Eimer gekippt werden und alles, was daneben tropft, lässt sich mit dem Lappen beseitigen.

Schritt 3: Demontieren

Zunächst den Geruchsverschluss an der Wand abschrauben. Hierbei handelt es sich um einen Ring, der um das Rohr an der Wand befestigt ist. Danach am Waschbecken die Überwurfmutter lösen. Womöglich wird hierfür eine Rohrzange benötigt, da die Überwurfmutter oftmals sehr festsitzt. Der Siphon ist nun lose und sollte sich leicht aus der Wand ziehen lassen. Falls er an manchen Stellen klemmt, hilft ein leichtes Rütteln.

In dem gebogenen Siphon-Teil steht Wasser. Man sollte beim Reinigen daher ein Gefäß unterstellen, um das Wasser aufzufangen.
Foto: Draksal Verlag, dpa (Symbolbild)

Schritt 4: Rohr kürzen

Dieser Zwischenschritt ist nicht immer notwendig. Wenn kein exakt passender Siphon im Baumarkt erhältlich war, müssen die zu langen Rohre noch gekürzt werden. Für Metallröhre eignet sich eine Metallsäge, für Rohre aus Kunststoff eine Säge mit kleinzahnigem Blatt verwenden. Die Schnittkanten sollten danach mit Schleifpapier oder einer Feile geglättet werden. Hinweis: Manche Kunststoffsiphons muss man nicht zurecht sägen, da sie sich über eine Stellschraube verlängern oder verkürzen lassen. Unbedingt daran denken, diese Schraube wieder fest zuzudrehen.

Schritt 5: Montage

Bevor das Rohr in die Wand gesteckt wird, müssen noch die Dichtung und der Geruchsverschluss auf das neue Siphonrohr aufgeschraubt werden. Im nächsten Schritt den Siphon zuerst an der Wand befestigen. Der neue Siphon wird in das Rohr an der Wand geschoben. Danach folgt die Befestigung des Siphons am Waschbecken. Am Siphonende, das zum Waschbecken führt, wird ebenfalls die Dichtung eingesetzt und anschließend der Siphon am Waschbecken mit der Überwurfmutter fixiert. Diese sollte mithilfe einer Siphonzange richtig festgezogen werden, damit alles dicht bleibt.

Schritt 6: Auf Dichtigkeit prüfen

Das Siphonrohr abtrocknen, um besser zu erkennen, ob Wasser ausläuft, und den Eimer vorsichtshalber noch unterhalb des Siphons als Tropfschutz stehen lassen. Dann: Wasser marsch! Den Wasserhahn aufdrehen und mehrere Minuten laufen lassen. Falls alles dicht bleibt, war der Austausch erfolgreich. Beim kleinsten Tropfen hingegen den Einbau nochmals überprüfen. Sind alle Dichtungen eingebaut? Alles festgezogen? Sind die Rohre richtig ineinandergesteckt? Greifen die Schraubverbindungen korrekt ineinander? Womöglich ist das Rohr auch verkantet.

Manchmal hilft nur noch der Austausch des Siphons

Das Wasser im Siphon wird bei jedem Betätigen des Wasserhahnes durch frisches Wasser ersetzt. So bleibt der Siphon innen im Normalfall sauber. Manchmal können aber Dinge, die den Abfluss hinabgespült werden, den Siphon verstopfen. Das ruft strenge Gerüche hervor, außerdem kann das Wasser dann nicht mehr richtig ablaufen. Es kann helfen, den Siphon mit heißem Wasser oder einer Saugglocke von Verschmutzungen zu reinigen. Falls das nicht hilft, muss der Siphon von Hand gereinigt werden.

Doch auch Siphons, die aufgrund ihres Alters und eines womöglich undichten Gummis nicht mehr vollständig dicht sind, bringen Gerüche in die Räume. Hier kommt man um den Austausch nicht herum.

Zur Autorin: Gudrun Petz ist Gründerin der Handwerker- und Service-Plattform Profis-for-you.de und schreibt über alles rund ums Haus.

Mehr hilfreiche Tipps und Informationen finden Sie hier in unserem Haushalt-Ratgeber.

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