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Pfand

23.08.2019

Streit um Bierkistenpfand: Verband fordert bundesweit fünf Euro

Eine leere Bierkiste bringt in der Regel 1,50 Euro Pfand. Da lohnt sich die Rückgabe fast nicht. Bei 6 Euro sähe das schon anders aus.
Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Bayerische Verbraucher müssen sich ab März 2020 bei Dutzenden Brauereien auf ein deutlich höheres Bierkistenpfand einstellen.

Der Bundesverband privater Brauereien fordert eine deutschlandweit einheitliche Pfanderhöhung für leere Bierkisten auf mindestens 5 Euro. Das sagte Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbands, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Derzeit liegt das Pfand für leere Bierkisten in der Regel bei 1,50 Euro. Wenn es bis Ende des Jahres keine bundesweite Einigung gebe, werde das deutsche Pfandsystem zersplittern, warnte Demleitner. "Das Pfand wurde bestimmt seit 40 Jahren nicht mehr erhöht."

Verband klagt: Brauereien sind gezwungen immer neue Kisten zu kaufen

Hintergrund der Diskussion: Für das Geld lohne es sich für Viele nicht, die Kisten wieder an die Brauereien zurückzugeben, so der Verbandschef. 

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"Privatleute vergessen die Kisten im Keller oder basteln sich daraus Möbel", sagte auch Georg Rittmayer, Präsident des bayerischen Landesverbands private Brauereien. Hinzu komme, dass Urlauber die Kisten in ihre Heimat mitnähmen. Wenn sie die Kisten dann an den dortigen Großhändler zurückgeben, schreddere dieser die Kisten und verkaufe das Plastikgranulat. Das sei günstiger, als die Kisten zu den einzelnen Brauereien quer durch Deutschland zu fahren.

Also seien die Brauereien gezwungen, immer wieder neue Kisten zu kaufen - und das geht ins Geld. Kleinere Brauereien, die vor allem im Bundesverband privater Brauereien organisiert sind, trifft es besonders hart. Sie brauchen weniger Kisten und können nicht so günstig einkaufen wie Großbrauereien.

Nach Kistenpfand-Erhöhung soll auch Flaschenpfand teurer werden

Bayern droht nun mit einem Alleingang: 40 Bierbrauer im Freistaat wollen das Pfand auf leere Bierkisten von März 2020 an sogar auf sechs Euro erhöhen, wenn es bis dahin keine deutschlandweit einheitliche Pfanderhöhung für die Kisten gibt, wie Rittmayer ankündigte. Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet. "Wir wollen eine bundesweite Lösung, aber vielleicht geht's nur mit Druck", sagte Rittmayer der dpa am Freitag.

Auch das Flaschenpfand soll teurer werden, aber erstmal will der Verband das Kistenpfand durchsetzen. So eine Umstellung ist nämlich gar nicht so einfach: Pfandautomaten müssen angepasst und Kassensysteme neu programmiert werden. "Das ist regional schneller umsetzbar", sagte Demleitner mit Blick auf die bayerische Initiative. "Aber bundesweit, branchenweit ist das eine ganz andere Dimension."

Gespräche zwischen Brauereiverbänden in ganz Deutschland liefen seit Jahresbeginn. Alle wollen das Pfand erhöhen - am besten einheitlich. "Es kann nicht jede Kiste ein anderes Pfand haben, das wäre viel zu kompliziert", sagte Walter König vom Bayerischen Brauerbund, in dem vornehmlich die bayerischen Großbrauereien organisiert sind. Er plädiere für eine "bundesweite, clevere Lösung". (dpa)

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27.08.2019

Ich kann die Aktion nur unterstützen das Flaschen- und Kistenpfand zu erhöhen.
Sehr viele Bierflaschen landen in der Natur (Flüsse, Seen und wilde Grillstellen) und auf den Straßen.
Viele Flaschen werden auf öffentlichen Straßen zerschlagen und zertrümmert. Das Ordnungsamt und die Polizei schaut zu.
Für Radfahrer sind die Splitter geführchtete Hinterlassenschaften.
Ich würde ein Pfand von 30 ct pro Frasche vorschlagen.
Ich glaube nur so wird der Wert der Flasche und der potenzielle Umweltschaden richtig abgeblidet.
Viel Erfolg für die Initiative.

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27.08.2019

Ich würde da ja noch höher gehen, auf 50 Cent oder so. Außerdem wäre es dann auch viel gerechter für die Flaschensammler finde ich, wenn die für die schweren Glasflaschen doppelt so viel bekommen würden wie für die leichten Einwegplastikflaschen, oder nicht?

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