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Energie

11.11.2019

Strompreise in Schwaben steigen im Januar 2020

Die Strompreise werden auch 2020 bei vielen regionalen Anbietern steigen.
Foto: Oliver Berg, dpa (Symbol)

Regionale Anbieter wie die Stadtwerke Augsburg, die LEW und das Allgäuer Überlandwerk erhöhen ihre Strompreise. So viel müssen die Verbraucher 2020 bezahlen.

Der Strompreis wird im kommenden Jahr steigen. Schuld daran sind vor allem eine höhere EEG-Umlage und steigende Stromnetzgebühren. Auch die Energieanbieter in der Region planen, die Preiserhöhungen an ihre Kunden weiterzugeben.

Die Stadtwerke Augsburg (SWA) erhöhen den Strompreis in ihrem Basis-Tarif um 5,5 Prozent. Ein durchschnittlicher Augsburger Haushalt mit 2400 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch pro Jahr kommt so nach Berechnungen der SWA auf rund 45,60 Euro (brutto) Mehrkosten im Jahr. Umgerechnet beträgt die Erhöhung 1,42 Cent pro kWh (brutto) im Arbeitspreis und ein Euro (brutto) pro Monat im Grundpreis. Auch bei den LEW steigt der Preis für Stromprodukte (Strom und Wärme) für einen Privathaushalt im Schnitt um rund 2,20 Cent pro kWh (brutto) oder rund 64,68 Euro (brutto) pro Jahr. Dieser Wert bildet Veränderungen im Arbeits- und Grundpreis ab. Ein Beispiel für die Erhöhungen: Im Tarif Avanza steigt der Preis pro Kilowattstunde um 2,10 Cent auf 31,26 Cent.

Regionale Anbieter in Augsburg und im Allgäu erhöhen Strompreise

Das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) rechnet für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3500 kWh mit einer Erhöhung von 50,04 Euro (brutto) pro Jahr. Das bedeutet eine Strompreiserhöhung um 4,5 Prozent. Inklusive aller Veränderungen bei Arbeits- und Grundpreis beträgt die Erhöhung 1,43 Cent pro kWh (brutto). Von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) war bis Redaktionsschluss keine Auskunft zu bekommen. Bei allen Anbietern gibt es auch Stromprodukte, bei denen es keine Preisänderungen zum Jahreswechsel gibt.

Nach aktuellen Berechnungen klettern die Netzentgelte im kommenden Jahr um durchschnittlich 6 Prozent – mit regional starken Unterschieden. Die Netzentgelte machen etwa ein Viertel des Strompreises aus.

Zweiter großer Kostenblock ist die EEG-Umlage, die 2020 um 5,5 Prozent auf dann 6,756 Cent pro Kilowattstunde steigt. Die EEG-Umlage wurde zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne eingeführt. Sie finanziert die festen Vergütungen, die Ökostrom-Produzenten für die Einspeisung ihres Stroms bislang unabhängig vom Marktpreis bekommen. Vom gesamten Arbeitspreis sind knapp 80 Prozent des Strompreises für den Energieversorger vorgegeben und nicht beeinflussbar. (AZ, dpa)

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