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Verkehr
18.06.2016

Jeder Zweite glaubt nicht an mehr Sicherheit durch autonome Autos

Mehr als jeder zweite Deutsche zweifelt daran, dass der Straßenverkehr durch autonom fahrende Autos sicherer wird.
Foto: Daniel Naupold (dpa)

Knapp über die Hälfte der Deutschen zweifelt daran, dass selbstfahrende Autos den Straßenverkehr sicherer machen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid.

Gut jeder zweite Deutsche (55 Prozent) glaubt nicht daran, dass selbstfahrende Autos den Verkehr sicherer machen. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid ergeben. 41 Prozent sind dagegen optimistisch und glauben an mehr Sicherheit durch autonome Fahrzeuge in der Zukunft. Auftraggeber der Umfrage war der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Für die Umfrage hat TNS Emnid insgesamt 1014 Personen befragt.

Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) würden die freie Zeit, in der sie nicht mehr am Lenkrad sitzen, damit verbringen, sich zu entspannen und die Landschaft anzusehen. Gut die Hälfte (55 Prozent) würde essen und trinken, fast die Hälfte (48 Prozent) telefonieren.

Die autonomen Fahrzeuge sind gerade in der Testphase

In autonomen Autos steuern Computer die Fahrt, die von Sensoren und Kameras unterstützt werden.

In Deutschland sind mehrere Teststrecken geplant, auf denen die Technik für computergesteuerte Fahrzeuge getestet werden soll. Auf der A9 sind seit vergangenem Jahr bereits mehrere autonom fahrende Testfahrzeuge unterwegs, die über schnellen LTE-Mobilfunk und Datenstationen in Funkmasten miteinander kommunizieren. dpa

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18.06.2016

Ein alter Spruch - stimmt aber immer noch: Glauben heißt nicht wissen. Eine gute Elektronik macht weniger Fehler als der Mensch.

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18.06.2016

Die viel interessantere Frage ist doch, warum genau jene glauben, dass das unterm Strich nichts sicherer mache. Ich werfe mal provokant die Frage in den Raum, ob es bei manchem nicht auch an Selbstüberschätzung liegt. Weil jeder ja meint, er fährt super Auto und nichts wird jemald schief gehen, und wenn, dann sind die anderen schuld. Wenn man sich ansieht, wie viel Prozent der Unfälle letztlich nicht auf »unvermeidbare äußere Umstände« zurückzuführen sind, gegen die man tatsächlich machtlos war, sondern schlicht auf Fahrfehler bzw. StVO-Missachtung, rechne ich mir da doch einen erheblichen Unterschied zu jetzt aus. Gerade was Sicherheitsabstände (nach vorne und zu den Seiten hin!), Vorfahrtregelungen und Tempowahl angeht, sind autonome Fahrzeuge sicher besser geeignet. Die haben nämlich keine schlechte Laune und fahren in Eile auf der Autobahn auf 2 m auf. Und die drücken sich nicht noch mal schnell vorbei, obwohl der Abstand hinten und vorne nicht reicht, oder die Sichtverhältnisse es nicht her geben, da jetzt los zu heizen. Und das sind nun mal die dicksten Brummer, wenn es um die Unfallursachen bei KFZ-Fahrern geht, Tempo, Abstand und Vorfahrt. Alkohol noch oben drauf und dann wirds endgültig klar, wo die Vorteile liegen. Die Fahrzeugtechnik hat die letzten Jahre ganz enorme Fortschritte gemacht. Schon jetzt sind in vielen BMWs Dinge mit verbaut, die den Fahrer Sachen machen lassen, die er ohne nicht mehr unter Kontrolle hätte. Das, in Kombi mit entsprechendem »Fahrverhalten« durch Software (z. B. dass das Tempolimit und angepasste Geschwindigkeit nicht nur auf dem Papier sinnvoll sind), wird so einiges an Unfällen verhindern, weil einfach nicht mehr gefahren werden wird, wie die sprichwörtliche Sau.

Edit:
Schon witzig, wie Heise eine ganz andere Überschrift baut...

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