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Wäsche trocknen

10.10.2016

Wäsche im Winter trocknen: So funktioniert's am besten

Auch an kalten Tagen ist es sinnvoll, die frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen draußen aufzuhängen, sagen Expertinnen.
Bild: Tobias Hase, dpa (Archivfoto)

Wenn es draußen kalt wird, bleibt die Wäsche länger nass. Expertinnen erklären, wie die Kleidung im Winter am besten wieder trocknet.

Langsam aber sicher geht es auf den Winter zu - vorbei sind die Jahreszeiten, in denen die frisch gewaschenen Kleidungsstücke draußen auf der Wäscheleine bei brütender Hitze in wenigen Stunden getrocknet sind. Wir haben bei Experten nachgefragt, wie die Wäsche auch jetzt noch möglichst schnell trocknet.

Wie trocknet die Wäsche bei Kälte?

Wie Christine Lindmair, Lehrerin im fachpraktischen Bereich an der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Maria Stern in Augsburg, erklärt, dauere das Trocknen im Winter immer länger, als im Sommer. "Das ist ganz normal", sagt sie. Um die Zeit dennoch überschaubar zu halten, ist es am wichtigsten, dass die Räume, in denen die Wäsche aufgehängt wird, nicht zu feucht sind. Deshalb müsse - auch wenn auf diese Weise kalte Luft in die Räume gelange - oft gelüftet werden, da die Luft sonst irgendwann keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann. "Da muss man einen Mittelweg finden", sagt Lindmair und ergänzt: "Es darf nämlich auch nicht zu kalt werden, dann kann die Feuchtigkeit nicht raus. Kalte Luft nimmt viel weniger Feuchtigkeit auf, als warme."

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Welche Räume bieten sich an?

Gut geeignet seien laut Lindmair Heizungskeller, sofern es dort nicht stinkt und auch gelegentlich geheizt wird. Außerdem böten sich Bäder, aber auch - wenn vorhanden - Dachböden an. Optimal sind diese Möglichkeiten aber alle nicht.

Kann man die nasse Wäsche im Winter auch im Freien aufhängen?

"Man kann die Wäsche auch bei eiskaltem Wetter raushängen - so wird sie auch trocken. Meine Großeltern haben das eigentlich immer so gemacht", sagt Lindmair. Wenn es draußen zwar kalt aber auch trocken sei, könne die Wäsche kurzzeitig gefrieren - nach und nach verflüchtige sich dann das Eis. Das hat mehrere Vorteile, wie Gertrud Schied, eine Dozentin beim  "Deutscher Hausfrauen Bund - Netzwerk Augsburg" (DHB), berichtet: "Zum einen bleibt so die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung, die sonst in den Räumen zu Schimmel führen kann, wenn nicht ausreichend gelüftet wird. Zum anderen unterstützt der Wind die Trocknung - in der Wohnung dauert es normalerweise immer länger."

Zudem trete dann die sogenannte "Trockenstarre" nicht ein, die es oft gebe, wenn Wäsche in Innenräumen ohne Wind getrocknet werde. "Wenn der Wind beim Trocknen helfen kann, fühlt sich die Wäsche danach immer etwas frischer und lockerer an", sagt Schneid. In der Regel seien die Kleidungsstücke, die draußen getrocknet wurden zusätzlich immer ein wenig glatter.

Wie hänge ich die Wäsche am besten auf?

Schon beim Aufhängen der Wäsche können laut Schied Fehler gemacht werden. Richtig auf den Wäscheständer gehängt, trockne das Kleidungsstück generell viel schneller: "Es ist immer sinnvoll, die Klamotten glatt zu streifen und möglichst gerade aufzuhängen, damit sie an möglichst wenigen Stellen doppelt liegen." Im Optimalfall werde die Wäsche auch mit Wäscheklammern befestigt und nicht einfach über die Stangen oder Schnüre gelegt. "Das spart später auch Arbeit beim Bügeln", sagt die DHB-Expertin. Sie hat auch noch einen ganz pragmatischen Tipp auf Lager. "Ich liebe den Wäschetrockner", sagt sie. Dieser koste zwar in der Anschaffung und durch die anfallenden Stromkosten Geld und belaste die Stoffe mehr, als das normale Trocknen. Dennoch lohne es sich gerade in den kalten Monaten: "Es ist eine große Erleichterung und die Zeitersparnis ist wirklich groß."

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