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Ratgeber

20.11.2020

Was Sie beim Einfrieren von Lebensmitteln beachten sollten

Verbraucher sollten ihre Tiefkühltruhe regelmäßig nach Altlasten untersuchen. Denn viele Lebensmittel halten sich auch tiefgefroren nicht viel länger als sechs Monate.
Bild: Peter Steffen, dpa

Für viele Menschen ist eine Tiefkühltruhe unverzichtbar. Beim Einfrieren von Lebensmitteln kann aber viel falsch gemacht werden. Was Verbraucher beachten müssen.

Augsburg Lebensmittel einzufrieren ist praktisch, um Vorräte anzulegen und Reste zu verwerten. Allerdings können Verbraucher dabei auch einiges falsch machen – und im schlimmsten Fall sogar krank werden, wenn sie angetaute Produkte essen. Worauf man beim Bestücken der Gefriertruhe achten sollte.

Welche Lebensmittel lassen sich gut einfrieren?

Man könne nahezu alles in der Gefriertruhe lagern, sagt Heidrun Schubert von der Verbraucherzentrale Bayern. Ausnahmen seien zum Beispiel Salat oder Radieschen sowie Lebensmittel mit einem hohen Eiweißanteil wie Milch, Weichkäse oder Quark. Deren Qualität leide unter den niedrigen Temperaturen, sagt die Ernährungsexpertin. Hartkäse wie Parmesan lasse sich dagegen gut einfrieren und portionsweise aus dem Gefrierfach entnehmen. Auch Suppen eignen sich Schubert zufolge gut zum Einfrieren. Sie sollten allerdings vorher auf Zimmertemperatur abgekühlt sein, betont die Expertin. Brot und Kuchen können ebenfalls tiefgefroren werden, bei Torte leide aber die Qualität.

Was muss beim Einfrieren von Gemüse beachtet werden?

Schubert rät, Gemüse vor dem Einfrieren zu blanchieren, also kurz aufzukochen. Dadurch schließen sich die Zellen und die Vitamine bleiben erhalten. Tiefkühl-Gemüse aus dem Handel sei meist bereits blanchiert.

Wie sollten die Produkte verpackt werden?

Produkte aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt könnten in der Regel gleich in der Verpackung eingefroren werden, sagt Schubert. Bei frischen Lebensmitteln ist es nach ihren Worten aber wichtig, sie aus der Verpackung zu nehmen und in Gefrierbeutel oder zum Einfrieren geeignete Dosen einzupacken. Denn die Verpackungen aus dem Handel seien oft nicht für die Lagerung im Gefrierschrank geeignet – genau so wenig wie ausrangierte Eisbehälter. Schubert rät darüber hinaus, bei empfindlichen Lebensmitteln wie Fleisch oder Fisch keine gebrauchten Gefrierbeutel zu verwenden. Denn beim Spülen könnten sich feine Haarrisse in den Tüten bilden, die Sauerstoff an die Lebensmittel lassen. Dadurch könne leichter Gefrierbrand entstehen. Der sei zwar nicht schädlich für die Gesundheit, erläutert die Expertin. Die Qualität des Fleischs könnte aber darunter leiden.

Wie lange halten sich Lebensmittel im Gefrierschrank?

Je nach Lebensmittel gibt es große Unterschiede bei der Haltbarkeit. Besonders empfindlich seien frisches Hackfleisch und frischer Fisch, sagt Schubert. Wird das Hackfleisch sofort nach dem Kauf eingefroren, könne es rund drei Monate im Tiefkühlschrank bleiben, das Gleiche gilt der Expertin zufolge für Fisch. Durchgebraten könne Hackfleisch etwa sechs Monate tiefgefroren werden. Generell gelte: Ist das Fleisch sehr mager, dürfe es bis zu einem Jahr im Gefrierschrank gelagert werden. Bei fettem Fleisch sollte die Lagerzeit nach Angaben von Schubert drei bis sechs Monate nicht überschreiten. Um den Überblick zu behalten, sollten die Lebensmittel mit dem Datum des Einfrierens gekennzeichnet werden. Die Expertin rät darüber hinaus dazu, die Tiefkühltruhe regelmäßig nach Altlasten zu durchforsten – und einmal im Jahr abzutauen, am besten an einem „klirrend kalten Dezembertag“. Denn dann könnten die Lebensmittel in Kühltaschen draußen zwischengelagert werden und tauen nicht an.

Was kann beim Auftauen falsch gemacht werden?

Schubert warnt davor, empfindliche Lebensmittel wie Speiseeis zu lange antauen zu lassen. Denn das vergrößere die Salmonellen-Gefahr. Wer Geflügel auftaut, sollte ihrer Ansicht nach auch dabei sehr vorsichtig sein. Denn oft könnten dabei Bakterien auf Messer oder Brettchen gelangen. Diese sollten immer gewaschen werden, bevor zum Beispiel Salat darauf geschnitten wird. Sind Lebensmittel bereits angetaut, sollten sie Schubert zufolge sofort verbraucht oder im Zweifelsfall weggeworfen werden. Um zu erkennen, ob etwas nicht mehr haltbar ist, sollten Verbraucher alle Sinne einsetzen, sagt die Expertin. Ist Fleisch zum Beispiel verfärbt oder riecht untypisch, rät sie dazu, kein Risiko einzugehen.

Wo sollte die Tiefkühltruhe untergebracht sein?

Im günstigsten Fall steht der Gefrierschrank im Keller, betont Schubert. Denn dort sei es kühl. Keinesfalls sollte die Tiefkühltruhe neben der Heizung aufgestellt werden. (schsa)

Mehr hilfreiche Tipps und Informationen finden Sie hier in unserem Ratgeber zum Thema Kochen und in unserem Ratgeber zum Thema Ernährung.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

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