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Stiftung Warentest

29.05.2017

Welches Mobilfunk-Netz das beste ist

Wie gut ist das Mobilfunknetz im Wohnzimmer, wie gut auf dem Land?
Bild: Tobias Hase (dpa)

Zwischen Stadt und Land gibt es Unterschiede, zwischen den Anbietern auch. Worin sich die drei deutschen Handynetze unterscheiden und wo Nutzer das am stärksten bemerken.

Wer einen Handy-Vertrag abschließt, schaut oft auf den Preis. Die Stiftung Warentest hat einen anderen Aspekt unter die Lupe genommen: Wie gut sind eigentlich die verschiedenen Mobilfunknetze in Deutschland? Seit O2 das Netz von E-Plus übernommen hat, gibt es noch drei. Die Unterschiede zwischen ihnen spürt vor allem, wer auf dem Land wohnt.

Stiftung Warentest: Bestes Netz von der Telekom

Wie beim letzten Test im November 2014 schneidet das Mobilfunknetz der Telekom am besten ab (Note 1,9). Die beste Note gibt es für das Telefonieren innerhalb von Städten (sehr gut), die schlechteste Bewertung erhält das Netz für das Telefonieren während Zugfahrten (befriedigend), in allen anderen Kategorien bekommt die Telekom ein "gut".

Ähnlich schneidet Vodafone ab (Gesamtnote 2,2), zwischen den beiden Netzen gibt es in der Bewertung nur einen Unterschied. Statt mit "sehr gut" wie bei der Telekom bewertet die Stiftung Warentest das Telefonieren innerhalb von Städten nur mit "gut".

Welches Mobilfunk-Netz das beste ist

Bei O2 dagegen fallen gleich mehrere Bewertungen schlechter aus. Das Internet Außerhalb von Städten ist weniger gut als bei der Konkurrenz, das gleiche gilt für das Telefonieren außerhalb von Städten und das Telefonieren bei Zugfahrten. Insgesamt kommt O2 auf die befriedigende Note 2,6. Dennoch hat sich das O2-Netz im Vergleich zum letzten Test verbessert.

Mobilfunk-Netz: Wo Nutzer Unterschiede spüren

Bei allen Anbietern stellt die Stiftung Warentest eine Verbesserung fest. Die Sprachqualität hat sich verbessert und Gespräche werden dank der modernen LTE-Technologie inzwischen schneller aufgebaut. Diese Technologie ist auch der Grund, weshalb O2 beim Telefonieren außerhalb von Städten so schlecht abschneidet: Der Anbieter hinkt beim Ausbau des LTE-Netzes hinter den Konkurrenten her.

Wer ein Pre-Paid-Handy nutzt, muss auf die verbesserte Qualität aber verzichten. Denn keiner der drei Anbieter stellt diesen Nutzen LTE-Technologie zur Verfügung. Zudem ist nicht jedes Betriebssystem kompatibel mit LTE. O2 bietet eine Liste der Handys an, die die Technologie unterstützen. Bei den anderen Anbietern fehlt eine solche Liste.

Unterschiede spüren Nutzer also vor allem auf dem Land - und da vor allem beim Download von Apps oder Mail-Anhängen und beim Ansehen von Onlinevideos. O2-Nutzer bekommen auch beim Surfen auf dem Land schlechtere Ergebnisse: Mehr als zehn Versuche bei den Tests schlugen fehl.

So lief der Test zum Mobilfunk-Netz ab

Die Tester legten für das neue Heft 3700 Kilometer Autofahrt auf Autobahnen, Landstraßen und in Innenstädten von zwölf deutschen Städten zurück, dazu kamen 2400 Kilometern mit der Bahn. In der Bewertung wurde die Internet mit 60 Prozent gewichtet, die Telefonverbindung mit 40 Prozent.

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