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Ernährung

12.05.2019

Wie Sie Mineralwasser richtig lagern

Ein bis zwei Liter Wasser sollte jeder am Tag trinken.
Bild: stock.adobe.de

Viele Menschen trinken lieber Mineralwasser statt Leitungswasser. Bei der Lagerung machen viele allerdings Fehler. Was Sie vermeiden sollten.

Wasser ist unser Lebenselixier. Wir brauchen es zum Transport von Nähr- und Abfallstoffen, für die Abwicklung wichtigster chemischer Prozesse in unseren Zellen, als Kühlmittel und so weiter. Alleine über die Atmung und die Haut verlieren wir rund eineinhalb Liter Wasser, selbst wenn wir gar nicht schwitzen. Je höher der Wasserverlust durch Hitze oder Anstrengung, desto mehr müssen wir also ersetzen. Ein bis zwei Liter sollten es am Tag unbedingt sein.

Mineralwasser sollte dunkel und kühl gelagert werden

Leitungswasser ist in Deutschland in der Regel völlig in Ordnung und sehr gut kontrolliert, doch Mineralwasser ist beliebter. Auffällig ist, dass die richtigen Lagerbedingungen oft nicht beachtet werden. Nicht umsonst stehen nämlich auf dem Etikett Hinweise wie: „Sauber, trocken, kühl, lichtgeschützt und geruchsneutral lagern.“ Nur unter diesen Bedingungen bleibt die Qualität des Wassers erhalten.

Aus PET-Flaschen kann im Laufe der Lagerzeit Kohlensäure entweichen. Das ist verstärkt der Fall, wenn das Wasser in der Wärme steht. PET-Flaschen können auch starke Gerüche durchlassen, zum Beispiel von Zwiebeln oder Kellerräumen. Gelangen gesundheitlich unbedenkliche Stoffe wie Acetaldehyd aus dem Material in das Wasser, verändert sich möglicherweise ebenfalls der Geschmack.

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Im Handel stehen die Flaschen aufgrund des schnellen Warenflusses nur über eine kurze Zeitdauer im Verkaufsraum, sodass qualitative Veränderungen durch Lichteinfluss nicht zu erwarten sind. Eine Lagerung der Flaschen in der prallen Sonne ist dennoch nicht hinzunehmen. Ist das der Fall, sollte der Geschäftsführer informiert werden.

Kann Wasser schlecht werden?

Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung schreibt für Lebensmittel ein Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum verpflichtend vor. Es gibt wenige Ausnahmen, etwa für Essig, Speisesalz oder frisches Obst und Gemüse, nicht jedoch für Mineralwasser.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine wesentlichen Geschmacks- und Qualitätseigenschaften behält. Das heißt, in der Regel kann richtig gelagertes Mineralwasser auch nach Ablauf noch gefahrenlos getrunken werden.

Üblicherweise hat Mineralwasser in Glasflaschen eine längere Haltbarkeit (24 Monate) als Mineralwasser in PET-Flaschen (neun bis zwölf Monate). PET-Flaschen sind durchlässiger, das heißt, Kohlensäure geht eher verloren, Sauerstoff kann in die Flasche eindringen und es kann nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zu Geschmackseinbußen kommen.

Mehr Mikroplastik in Wasser aus PET-Flaschen

Außerdem können sich – vor allem bei warmer Lagerung – Mikroorganismen vermehren, denn Mineralwasser ist nicht keimfrei, aber immer frei von Krankheitserregern. Wichtig ist, dass das Wasser angebrochener Flaschen innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht wird, weil sich sonst Mikroorganismen schnell vermehren können. Der Zusatz von Kohlensäure schützt etwas davor. Keime geraten nach dem Öffnen über den Sauerstoff und besonders auch durch den Genuss direkt aus der Flasche ins Wasser.

Die Stiftung Warentest hat sich dem Thema gewidmet, inwieweit PET-Mehrwegflaschen in Verbindung mit der Aufnahme von Mikroplastik stehen. Die Untersuchung zeigte, dass das Wasser aus PET-Mehrwegflaschen im Vergleich zu Glasflaschen mit Abstand die meisten Partikel enthielt. Grund dafür sind möglicherweise spröde werdende Innenwände. Hier könnten sich Plastikpartikel absondern. Auch im Rahmen von Wasch- und Füllprozessen wäre eine Anreicherung denkbar. Noch weiß die Wissenschaft nicht genau, ob und wie Mikroplastik aus der Nahrung dem Menschen wirklich schadet. Studien belegen allerdings, dass etliche Lebensmittel Mikroplastik enthalten können, darunter Muscheln, Krustentiere und Meersalz. Gelangen die Partikel in die Luft, können sie von der Biene letztlich sogar in den Honig gelangen.

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