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Stiftung Warentest

24.07.2019

Zartschmelzend, cremig oder sahnig? 19 Sorten Vanilleeis im Test

Gute Nachricht für Eis-Liebhaber: In den meisten Haushaltspackungen Vanilleeis steckt auch Vanille. Der Anteil hat sich in den vergangen zehn Jahren im Schnitt verdoppelt.
Bild: Franziska Gabbert, dpa

Gute Nachrichten für Eis-Fans: Stiftung Warentest hat 19 verschiedene Vanilleeis-Sorten untersucht - viele schneiden gut ab. Ein Vanilleeis ist Preis-Leistungs-Sieger.

Ob im Kaffee, als Dessert mit Früchten oder einfach mit Waffel in der Schale: Vanilleeis ist der Klassiker unter den Leckereien des Sommers. Und viele der Sorten, die es im Handel für das heimische Gefrierfach gibt, schneiden auch gut ab. Über diese Nachricht dürften sich Eisliebhaber gerade angesichts der heißen Temperaturen freuen.

Vanilleeis im Test: Das sind Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger

Im aktuellen Vergleich hat Stiftung Warentest 19 verschiedene Sorten Vanilleeis unter die Lupe genommen - und elf von ihnen waren mindestens "gut". Nur ein Vanilleeis schnitt im Test sogar "sehr gut" ab, wie die Zeitschrift test in der Ausgabe 8/2019 berichtet.

Testsieger ist unter den Vanilleeis-Sorten für Zuhause die Marke Häagen-Dazs. Mit 15 Euro pro Kilo bietet sie zwar das zweitteuerste Vanilleeis im Test. Die Sorte hat aber auch den höchsten Fett-Anteil - und 39 Prozent Schlagsahne bieten reichlich Geschmacksträger.

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Preis-Leistungs-Sieger ist das Vanilleeis der Marke "Grandessa" von Aldi-Süd. Diese Sorte enthält nur sechs Prozent Schlagsahne und kostet mit 1,91 Euro pro Kilo deutlich weniger. 

Hersteller von Vanilleeis geizen nicht mehr mit Vanille

Anders als noch im Test vor zehn Jahren geizen die Hersteller im Vanilleeis nicht mehr mit Vanille. Im Durchschnitt verdoppelte sich der Vanillegehalt in Vanilleeis sogar. Mittlerweile hilft auch kein Hersteller mehr mit synthetischem Vanillin nach. Fünf der 19 getesteten Sorten enthalten laut Stiftung Warentest mit unter 0,04 Prozent allerdings nur sehr wenig Vanille. Zum Vergleich: Der Durchschnittsgehalt in den getesteten Sorten liegt bei 0,18 Prozent.

Zwei Packungen von Vanilleeis wurden im Test als "mangelhaft" eingestuft, weil sie Fremdaromen wie Karamell und Lupine aufweisen. Ein Eis habe sogar eher kräftig nach Vanillepudding geschmeckt. Fremdaromen wie etwa Zabaione oder Kokos liegen in sechs Fällen auf der Zunge - dafür kassieren sie "befriedigend" oder "ausreichend".

So wie Hersteller, die bei "Schokoladeneis" auch Schokolade und keinen Kakao verwenden sollten, wenn sie Schokoladen-Stückchen auf der Packung abbilden, gilt das auch für Vanilleeis: Bei abgelichteten Vanilleblüten oder -schoten sollte der Geschmack ausschließlich aus gemahlenen Vanilleschoten, Vanilleextrakt oder natürlichen Vanillearomen stammen. So geben es die Leitsätze für Speiseeis des Deutschen Lebensmittelbuches vor.

Das sind die Leitsätze zur Herstellung von Speiseeis

Allerdings handelt es sich bei den Leitsätzen um freiwillige Ziele, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern. Die Begriffe aus den Leitsätzen geben aber eine erste Orientierung, welches Eis was enthält.

Creme-Eis enthält mindestens 50 Prozent Milch und auf einen Liter Milch mindestens 270 g Vollei oder 90 g Eigelb sowie kein zusätzliches Wasser.

Eis darf auch pflanzliches Fett, meist Kokosfett enthalten. Das ist für die Hersteller günstiger und weniger hochwertig als Milchfette.

Sahne-Eis enthält mindestens 18 Prozent Milchfett aus der bei der Herstellung verwendeten Sahne (Rahm).

Milch-Eis enthält mindestens 70 Prozent Milch.

Eis-Creme enthält mindestens 10 Prozent der Milch entstammendes Fett.

Frucht-Eis muss einen Anteil von mindestens 20 Prozent an Frucht haben.

Frucht-Eiscreme enthält mindestens 8 Prozent der Milch entstammendes Fett und einen deutlich wahrnehmbaren Fruchtgeschmack.

Frucht-Sorbet darf keine Milch oder Milchbestandteile enthalten. Der Fruchtanteil beträgt normalerweise mindestens 25 Prozent. Ausnahmen: Zitrus- und andere saure Früchte mit intensivem Geschmack wie Mango, Passionsfrucht oder Guave. (dpa/AZ)

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